07.11.2013
Agenturwelt versus Marketingabteilung im Unternehmen?

Referentin: Katja Szczesny (Kommunikationsmanagerin im Bereich Marketing bei der Schlüterschen Verlagsgesellschaft)

Ein Erfahrungsbericht über die Unterschiede in der Art der Wertschöpfung der Institutionen, der Arbeitsorganisation- und Abläufe mag die Entscheidung für Berufseinsteiger erleichtern. Wie erwirtschaften beide Welten ihren Gewinn und von welchen Faktoren sind sie jeweils abhängig? Wie wird Neugeschäft gemacht, wie werden Projekte initiiert? Wie selbständig kann/muss man jeweils arbeiten? Wie unterscheidet sich die Work-Life-Balance und wie gehen Arbeitgeber und Mitarbeiter/-innen mit hohem Workload in der Werbebranche um? Welche Karrieremöglichkeiten bieten sich (Männern und Frauen/ in zeitlicher Perspektive)? Welchen Herausforderungen stellen sich Agenturen gegenüber (Medien-)Unternehmen angesichts der Medien- und Mediennutzungsentwicklungen aktuell und in Zukunft? Dieser Streifzug durch "2 Welten" mit Fragen & Antworten soll helfen, die jeweiligen Bedingungen für unterschiedlichste Karriereperspektiven kennenzulernen und Orientierungshilfen für interessierte Studierende geben.


14.11.2013
Promovieren, und dann? Wissenschaft als Beruf

Referentin: Dr. Margarete Menz (Akademische Rätin für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd)

An diesem Abend wird es um Wege in die Wissenschaft und um wissenschaftliche Karrieren gehen. Der erste wichtige Schritt dazu ist die Entscheidung für eine Promotion. Wie komme ich aber an eine Promotionsstelle, was gibt es für Finanzierungsmöglichkeiten, und was sind persönliche Voraussetzungen, um die lange Promotionszeit erfolgreich durchzustehen? Ist der Doktortitel geschafft, gibt es nach der Promotion durchaus verschiedene Möglichkeiten, um in der Wissenschaft zu bleiben. Häufig bedeutet dies einen räumlichen Wechsel und das Einlassen auf befristete Verträge, erfordert also Durchhaltevermögen. Wer aber gerne schon früh sehr selbständig und eigenverantwortlich arbeiten möchte, sich gut in schwierige wissenschaftliche Themen ‚reinbeißen’ kann und zudem noch Freude am Vermitteln von Wissen hat, für den und die ist die Wissenschaft ein lohnenswertes Berufsfeld. Die Referentin wird an ihrer eigenen Wissenschaftsbiographie, die in Göttingen am Pädagogischen Seminar begann, mögliche Wege in die Wissenschaft vorstellen und Voraussetzungen skizzieren. Fragen wie: was denn eigentlich nach der Promotion kommt, ob Wissenschaft immer Hochschule bedeutet, ob die Habilitation in den Sozialwissenschaften noch eine unabdingbare Notwendigkeit ist, oder inwiefern die neueren demographischen Entwicklungen tatsächlich Chancen für Sozialwissenschaftler/-innen darstellen, können ebenfalls gerne aufgegriffen werden.


28.11.2013
In Brüssel als SoWi: Netzwerken, humanitäre Hilfe, EU-Fonds und Lobbyarbeit

Referent: Daniel McCormack (Geschäftsführer bei Johanniter International in Brüssel)

Brüssel ist bekannt für den Sitz zahlreicher EU-Institutionen wie der Kommission oder dem Parlament. Die Tatsache, dass sich drum herum tausende von europäischen Verbänden, Interessensvertretungen sowie sonstige Organisationen tummeln und damit auch zahlreiche Berufsmöglichkeiten für Sozialwissenschaftler bestehen, ist nicht immer bekannt. An diesem Abend stellt der Referent seine Tätigkeit als Geschäftsführer des europäischen Johanniternetzwerkes mit Sitz in Brüssel vor. Wie auch das Studium der Sozialwissenschaften umfasst dies viele verschiedenen Aufgaben, von der Zusammenarbeit in internationalen Teams, PR und Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement, Besuchen von (Abend)Veranstaltungen über Monitoring europäischer Gesetzgebungsprozesse bis zur Vertretung einzelner Verbandsmitglieder bei Institutionen in Brüssel. Thematisch stehen Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen im Vordergrund, aber auch humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Daneben werden die beruflichen und privaten Eigenarten des Brüsseler „Eurobubbles“ thematisiert sowie die Herausforderungen, als Berufseinsteiger ein Büro zu leiten. Auch auf Lobbying und die Bedeutung von EU-Fördergeldern wird eingegangen. Schließlich werden Einstiegsmöglichkeiten bei den Johannitern, eines der größten Hilfsorganisationen Europas, dargelegt. Anhand der Johanniter Auslandshilfe wird auch der Berufseinstieg in die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit aufgezeigt. Ein kurzer Exkurs in Einstiegsmöglichkeiten bei EU-Institutionen wird auch angeboten. Da der Referent vor zwei Jahren die Uni verlassen hat, dürfte die Veranstaltung besonders für Studierende interessant sein, die Erfahrungen über die unmittelbare Zeit nach dem Studium hören wollen.

Präsentation von Herrn McCormack


05.12.2013
Wunschberuf Journalist und Karriere als Redakteur / Social Media Manager

Referent: Björn Szostak (freier Journalist, Social Media Manager)

Die Medienwelt ist im Umbruch. Traditionelle Verlage kämpfen mit sinkenden Auflagen. Kleine wie große Medienhäuser hoffen auf ein Geschäft im Digitalen. Das Geld für guten Journalismus und interessante Medienprodukte ist knapp. Trotz Hiobsbotschaften und Schwarzmalerei sind Jobs in der Medienwelt attraktiv und äußerst begehrt. Das Volontariat gilt als Königsweg in den Journalismus, doch die Plätze bei attraktiven Verlagen, Sendern und Rundfunkanstalten sind rar. Im Wandel der Medienbranche und des Journalismus liegen aber auch viele Chancen. Redakteur zu sein, ist der schönste Beruf, den Medienmacher sich vorstellen können, sagt Björn Szostak . Die Uni Göttingen hat der 35-Jährige 2006 als Diplom-Sozialwirt absolviert. Nach einem Volontariat bei einer Regionalzeitung arbeitet der freie Journalist ausschließlich für die öffentlich-rechtlichen Medien von ARD bis WDR. Er zeigt Wege und Umwege in den Journalismus und die Medienbranche, von Radio, Fernsehen, Online-Medien bis hin zu Social Media.


12.12.2013
Organisationsberatung für Hochschulen

Referentin: Susanne In der Smitten (Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der HIS-Hochschulentwicklung im Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW))

In diesem Vortrag soll es schwerpunktmäßig um Organisations- und Prozessberatung im Hochschulbereich gehen. Die Veränderungen im Bildungssystem stellen die Hochschulen vor Herausforderungen in den Feldern Lehre und Forschung, zentrale und dezentrale Verwaltung sowie bei sämtlichen Serviceprozessen. Die steigende Autonomie der Hochschulen erfordert einen Zuwachs an Professionalität und Problemlösungskompetenz in vielen hochschulischen Tätigkeitsbereichen. Vor diesem Hintergrund haben Hochschulen einen erhöhten Bedarf bei der Umsetzung und Erweiterung ihrer Planungs-, Steuerungs- und Organisationskompetenz durch Fach- und Prozessberatung.
Der Referent arbeitet seit vielen Jahren als Organisationsberater und Projektleiter bei der HIS-Hochschulentwicklung im Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW). Die HIS-Hochschulentwicklung arbeitet unter anderem im Auftrag einer Vielzahl einzelner Hochschulen im deutschsprachigen Raum, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie einzelner Wissenschaftsministerien der Länder. Der Arbeitsbereich Hochschulmanagement bietet Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Ministerien seit 10 Jahren Untersuchungen und Beratung bei der Anpassung und Optimierung von Organisationsstrukturen und Abläufen an. Der Referent wird von seinem Beratungsansatz, den Aufgabenfeldern und den Berufsalltag berichten, Praxisbeispiele und eingesetzte Methoden skizzieren sowie auf erforderliche Kompetenzen und benötigte Fähigkeiten eingehen. Er wird seinen mit dem Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen beginnenden Werdegang nachzeichnen und dabei auch aufzeigen, wie Zusatzqualifikationen als systemischer Berater/Coach und Supervisor mit in die alltägliche Organisationsberatung einfließen.