Abstract: "Turns" und "Re-Turns" in den Kulturwissenschaften


Because the lecture was held in German the following abstract is not available in English. If you want a translation, please contact us via Mail.


(Vortrag von Doris Bachmann-Medick am 07.07.2010)


Die gegenwärtig durchaus kritische Diskussion der "cultural turns" wirft die Frage auf, ob und unter welchen Bedingungen die Entwicklungsdynamik der Kulturwissenschaften auch weiterhin in Theorie"wenden" ihre Hauptantriebskraft finden wird. In diesem Kontext diskutiert der Vortrag zunächst Entstehungsbedingungen und Abgrenzungskriterien der "turns" entlang der Frage: Wann wird eigentlich ein "turn" zum "turn". Mit einer zukunftsorientierten Perspektive werden die Kultur-wissenschaften ausdrücklich als Übersetzungswissenschaften aufgefasst. Damit können die kulturwissenschaftlichen Neuorientierungen als Gelenkstellen transkultureller Forschung in den Blick genommen werden. Bei aller horizonterweiternden Funktion der "turns" wird aber auch die Notwendigkeit betont, die disziplinenübergreifenden "turns" noch entschiedener als bisher in die Disziplinen hinein zu "übersetzen". Erst damit können sie ein neues, stärker methodisches Gewicht erhalten, das sie vor der Gefahr ihrer Verselbständigung zu bloßen Theoriefigurationen bewahrt. Im Vortrag werden derartige konzeptuelle Überlegungen vor allem am Beispiel des "Spatial Turn" durchgespielt und konkretisiert.