Charlotte Haffner

Titel der Masterarbeit: Genetic species identification of prehistoric bat bones from the Lichtenstein Cave

In der Lichtensteinhöhle im Harz wurden in den 1980er Jahren mehrere tausend prähistorische Knochen gefunden. Diese lassen sich auf die Bronzezeit datieren und sind dementsprechend rund 3000 Jahre alt. Neben vielen Menschenknochen wurden unter anderem auch eine große Menge an Fledermausknochen gefunden. Bei diesen wurde eine morphologische Artbestimmung durchgeführt. Drei der Arten gehören zum Myotis mystacinus Komplex (M. mystacinus, M. brandtii und M. alcathoe) und sind sich morphologisch so ähnlich, dass anhand der Überreste keine sichere Zuordnung möglich war. Die Humeri, die Grundlage der morphologisch basierten Artzuweisung waren, wurden der Brandtfledermaus (auch Große Bartfledermaus, Myotis brandtii, n= 23) und der Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe, n= 29) zugeordnet.

Ob sich unter den Humeri eventuell auch die Bartfledermaus (auch Kleine Bartfledermaus, M. mystacinus) befinden könnte, soll um Rahmen dieser Masterarbeit genetisch untersucht werden. Hierzu soll ein Analysesystem entwickelt werden, das speziell die drei in Frage stehenden Arten aus stark degradierter DNA trennen können soll. Die genetische Bestimmung wird anhand der COI Region (Cytochrome Oxidase Subunit I) der mitochondrialen DNA durchgeführt.