Neues Graduiertenkolleg „Nachhaltige Ernährungssysteme“ bewilligt


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab 2021 das neue Graduiertenkolleg (GRK) „Nachhaltige Ernährungssysteme“ an der Universität Göttingen. Für die erste Förderphase von viereinhalb Jahren wurden rund 5 Millionen Euro bewilligt. Ziel des GRK ist, exzellente Forschung und Ausbildung zu wichtigen Zukunftsthemen der Land- und Ernährungswirtschaft miteinander zu kombinieren. Sprecher des neuen Programms ist Prof. Dr. Matin Qaim vom Göttinger Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung.

Landwirtschaft und Ernährung spielen für viele der globalen Herausforderungen wie Armut, Hunger, Übergewicht, Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt eine zentrale Rolle. Es ist klar, dass ohne gravierende Veränderungen in der Produktion und im Konsum von Lebensmitteln die globalen Nachhaltigkeitsziele nicht zu erreichen sind. Welche Veränderungen hilfreich sind und wie diese politisch und gesellschaftlich umgesetzt werden können, sind offene Fragen, die im neuen GRK umfassend erforscht werden sollen, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Agrar- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Göttingen sind mehrere internationale Partner am GRK beteiligt, u.a. das International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington DC und die KU Leuven in Belgien. Das Programm zielt vor allem auch auf die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden ab. „Unsere Promovierenden werden zum Beispiel untersuchen, welche Auswirkungen globalisierte Lebensmittelmärkte auf Gesundheit und Umwelt haben und wie durch geeignete politische Maßnahmen nachhaltigere Produktions- und Konsummuster unterstützt werden können“, erläutert Qaim.

Start für das neue Programm ist im September 2021. Anfang 2021 werden die Stellen für 15 Promovierende und eine(n) Postdoc-Wissenschaftler(in) im GRK international ausgeschrieben.