In publica commoda

Die G-Reihe 2019


Auch im Wintersemester 18/19 findet unsere Veranstaltungsreihe als Gemeinschaftsproduktion der Gleichstellungsbeauftragten der Sozialwissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät wieder statt.

Vom 24. bis zum 31. Januar erwartet Euch also ein spannendes Programm, zu dem wir Euch herzlich einladen!

Für das Coaching am 25./26.01. bitten wir um Anmeldung.

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Mehr als die Hälfte des Wirtschaftens: Einführung in die Feministische Ökonomie
Vortrag am 24.01.19 von 18-20 Uhr im ZHG 004


Die Feministische Ökonomie beschäftigt sich mit jenem Teil des Wirtschaftens, der „der täglichen Sorge für und Versorgung von Menschen“ dient. Von seiner Größenordnung her umfasst dieser sogenannte Care-Sektor, die bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit zusammengerechnet, weit mehr als die Hälfte des Wirtschaftens. Der Vortrag geht der Frage nach, was Geschirrspülen, Kinder trösten und Gebrechlichen auf die Beine helfen mit den „großen“ Themen einer globalisierten Ökonomie zu tun haben und warum Roboter uns auch in Zukunft diese Arbeit nicht abnehmen werden. Wirtschaftstheoretisch betrachtet ist es nicht so, dass der Care-Sektor Kosten verursacht. Umgekehrt müssen wir davon ausgehen, dass die darin meist von Frauen verrichtete unbezahlt oder schlecht bezahlte Arbeit den Rest der Wirtschaft subventioniert.

Tove Soiland studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Zürich. Sie ist Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und bietet bei der Gewerkschaft VPOD in Zürich seit Jahren Seminare für Frauen zu feministischer Ökonomie und politischer Theorie an. 2008 promovierte sie an der Universität Zürich zu Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. 2009 schrieb sie für das Stadttheater Bern die szenische Lesung »Nehmen Sie Ihr Gender selbst in die Hand, Madam!«.
Ihre heutigen Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Feministische Theorie, französische Psychoanalyse und Marxismus. 2003 initiierte sie den »Gender-Streit«, eine Kontroverse um die theoretischen Grundlagen des Gender-Begriffs. Im WS 2016/17 hat sie die Klara-Marie-Faßbinder Gastprofessur an der Hochschule Ludwigshafen inne. 2016 erhielt sie für ihr feministisches Engagement den Ida Somazzi-Preis.

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Einzelcoaching: Vereinbarkeit und work-life-balance
Termine für das Einzelcoaching werden für den 25. und 26.1. zwischen 9 und 16 Uhr vergeben


Studium, Erwerbsarbeit, Familie, Partnerschaft, Freizeit? Diese verschiedenen Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen ist zumeist anstrengend. Oftmals sind Studien- oder Erwerbsbedingungen sowohl für Frauen als auch für Männer nicht vereinbarkeitsorientiert. Anforderungen, die das Studium oder das Erwerbsleben stellen und oft auch der eigene Perfektionismus bringen das Leben zeitweise aus dem Gleichgewicht. Damit Studium, Familie und Freizeit alle gleichermaßen zu ihrem Recht kommen können, ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Der Tag muss dafür nicht mehr Stunden haben. Mit den richtigenStrategien und Einstellungen lassen sich universitäre Anforderungen, familiäre Erwartungen und die eigenen persönlichen Wünsche durchaus miteinander vereinbaren. Dieses Einzelcoaching bietet einen Rahmen, das eigene individuelle Modell zur Vereinbarkeit von Studium und Familie zu erarbeiten.
Ziel des Coachings ist es, Klarheit über die individuellen beruflichen und persönlichen Wünsche und Ziele zu erlangen sowie erste Umsetzungsschritte zum Herstellen der Vereinbarkeit und einer besseren work-life-balance zu formulieren.

Für das Coaching werden Einzeltermine zwischen 9 und 16 Uhr vergeben, der Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Anmeldungen bitte an: a.heuck_richter@yahoo.de

Arite Heuck-Richter ist systemische Coachin und Beraterin zum Thema Karriere und Bewältigung von Herausforderungen.

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Vortrag: Wie politisch ist feministische Spiritualität
31.01.19 von 16-18 Uhr, Ort: KWZ 1.610


Als in den 1970er Jahren in den etablierten wie alternativen Religionen der Feminismus Einzug hielt, wurde dies von der politischen Frauen*bewegung kritisch beäugt. Enpolitisierte sich damit nicht die Forderung nach Gleichstellung, nach einem Ende patriarchaler Strukturen und Unterdrückungsmechanismen? Die soziale Befreiung von Frauen* und allen marginalisierten Gruppen schien sich hier auf ein individuelles Wohlgefühl und Harmoniebestreben zu reduzieren. Womöglich wurde der Feminismus esoterisch verwässert?
In dem Vortrag soll genauer geschaut werden: Welche feministisch-spirituellen Ideen haben sich in den letzten 50 Jahren sowohl in monotheistischen dominanten Religionen als auch in den alternativen – den neuen – Religiositäten entwickelt? Welche gesellschaftsverändernden – eben politische – Vorstellungen, die über Fragen von religiösen Identifizierungen hinausgehen, wurden dabei entwickelt? Wie und wo wurden sie öffentlich. Aus Gründen der Zeitbegrenzung wird beispielhaft auf die Jewish Renewal Bewegung und im Vergleich die Göttinnenspiritualität geblickt.

Dr. Victoria Hegner lehrt Kulturanthropologie an der Georg-August-Universität Göttingen und ist hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der dortigen Philosophischen Fakultät. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Stadtethnologie an der Schnittstelle zur Religions- und Genderforschung sowie in der sinnlichen Ethnografie.



Kontakt:
Gleichstellungsbüro der Philosophischen Fakultät

PD Dr.in Victoria Hegner

E-Mail: victoria.hegner@phil.uni-goettingen.de



Gleichstellungsbüro der Sozialwissenschaftlichen Fakultät

Christina Klöckner, M.A.

Tel: +49 (0)551 39-4798
E-Mail: gleichstellung@sowi.uni-goettingen.de