Juristische Begleitung der DFG-Forschungsgruppe 2591 „Severtiy Assessment in Animal Based Research“, DFG, seit 01.01.2020 – 31.12.2021

Mit der Implementierung der EU Direktive 2010/63 wurden die 3R Prinzipien und eine stringente Belastungsbewertung, ein wichtige Voraussetzung für Refinement-Maßnahmen, rechtlich bindende Vorschriften in der tierexperimentellen Forschung. Alle Eingriffe, die zu Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Schäden führen, müssen hinsichtlich des Schweregrads als „gering“, „mittel“ oder „schwer“ eingestuft werden, was evidenzbasierte Methoden und praktische Empfehlungen erfordert. Um dies zu ermöglichen, startete FOR 2591 im April 2017 mit 15 Gruppen aus 7 Institutionen in Deutschland und einer in der Schweiz. Das Ziel der ersten Förderperiode war die Evaluation von Parametern und die Entwicklung neuer, innovativer Techniken, mit denen eine Belastungsbewertung in ausgewählten Tiermodellen vorgenommen werden kann. Die Auswahl der Parameter orientierte sich an der Objektivität, Skalierbarkeit, Anwendbarkeit sowie der Invasivität und Sensitivität. Die Untersuchung von mehr als 65 Methoden bei 55 Modellen ergab eine Auswahl an anwendbaren Kernparametern.
Prof. Dr. Martinez ist externes Mitglied der Forschungsgruppe und berät diese in den rechtlichen Rahmenbedingungen zum Tierschutzrecht sowie in der Transkription der Ergebnisse in rechtlich umsetzbare Kriterien. Das Projekt wird voraussichtlich in eine zweite Förderperiode überführt, in der die juristische Beratung fortgesetzt wird. Die Mitarbeit von Prof. Martinez wird von der DFG in begrenztem Umfang finanziert.
Website der DFG-Forschungsgruppe