Zerstörerische Naturgeschichte und unheimliche Wiederkehr. W.G. Sebald zum Gedenken.
Die an der Universität Göttingen stattfindende internationale Tagung Zerstörerische Naturgeschichte und unheimliche Wiederkehr. W.G. Sebald zum Gedenken (19.-20.1.2024) soll den bedeutenden Autor ehren, indem Nachwuchswissen-schaftler*innen und ausgewiesene Expert*innen gemeinsam zentrale Fragestellungen seines literarischen wie literaturkritischen Werks diskutieren. Neben den Vorträgen wird ein Hauptakzent der Tagung auf Diskussions- und Arbeitsrunden liegen, die sich der Reflexion der Wirkung seines Schreibens annehmen, die weit über die literarische Öffentlichkeit und die Literaturwissenschaft im engeren Sinne hinausreicht; zudem sollen die Diskussionen der philologischen Aufarbeitung seines literarischen Nachlasses gewidmet sein.
Die von Uwe Schütte und Katerina Kroucheva organisierte Tagung versteht sich nicht nur als Bestandsaufnahme von zwei Jahrzehnten Sebald-Forschung, sondern dient in erster Linie der Vernetzung von in Deutschland, Großbritannien und Japan arbeitenden Literaturwissenschaftler*innen.
Freitag, 19. Januar 2024
9:15 Uhr | Uwe Schütte:
Begrüßung / Einführung
9:30 Uhr | Rüdiger Görner (London):
Der lange Atem des W.G. Sebald. Eine Anmutung
10:15 Uhr | Lothar Müller (Berlin):
Punkt, Punkt, Komma, Strich. W.G. Sebald, der Satzbau und die Geschichte
der deutschen Erzählprosa
11:00 Uhr | Reinhard Pabst (Montabaur):
Halberstadt revisited. Sebald und Kluge
11:45 Uhr | Diskussion
12:30 Uhr | Mittagessen
13:30 Uhr | Iain Galbraith (Wiesbaden):
On W.G. Sebaldʼs Poetry
14:15 Uhr | Angus Sutherland (Edinburgh):
Sebalds „Emblematik“
15:00 Uhr | Teresa Stella Sarah Geisler (Berlin):
Zu Sebalds Übergriffigkeit
15:45 Uhr | Diskussion
16:30 Uhr | Pause
16:45 Uhr | Podiumsdiskussion
Gordon Turner (Norwich), Rüdiger Görner (London), Uwe Schütte (Chair):
Sebald – ein „UK academic“?
18:00 Uhr |
Empfang des De Gruyter Wissenschaftsverlags und der Cambridge University Press;
Präsentation von W.G. Sebald in Context (CUP) und weiteren Titeln über Sebald (De Gruyter)
20:00 Uhr | Abendessen
Samstag, 20. Januar 2024
9:30 Uhr | Uwe Schütte (Berlin):
Sebald, Arbeiterkind
10:15 Uhr | Lisa Kunze (Göttingen):
Mitleiden, Mitsein: Sebalds ökologisches Schreiben
11:00 Uhr | Melissa Etzler (Butler):
„Die Resenrose“. The Presence of Ernst Herbeck in Sebald’s Juvenilia
11:45 Uhr | Diskussion
12:30 Uhr | Mittagessen
13:30 Uhr | Markus Joch (Tokio):
Polemik als Kunst. Sebald Between the Devil and the Deep Blue Sea
14:15 Uhr | Schlussdiskussion
Zwischen Polemik & Empathie:
Wer war W.G. Sebald?