Fakultät für Chemie

Museum der Göttinger Chemie

Nachdem bereits seit der Gründung der Georg-August-Universität im Jahr 1737 Professoren in privatem Rahmen chemische Vorlesungen hielten, wurde 1783 das erste chemische Institut der Universität offiziell gegründet. Für den Lehrbetrieb wurden 1805 eigene Laboratorien eingerichtet. Bekannte Persönlichkeiten aus der Anfangszeit der chemischen Institute sind Johann Friedrich Gmelin und Friedrich Stromeyer. Berühmte Nachfolger waren Friedrich Wöhler sowie Otto Wallach, der als erster Göttinger Chemiker 1910 den Nobelpreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Terpene erhielt. Mehrere Göttinger Chemiker wurden in der nachfolgenden Zeit mit diesem renommierten Preis für ihre Forschung ausgezeichnet, unter ihnen Walther Nernst, Richard Zsigmondy und Adolf Windaus. Zsigmondy hat für Göttingen eine besondere Bedeutung, da die Sparte Membranfilter-Separationstechnik der Sartorius AG direkt auf seine Arbeiten und die von ihm gegründete "Membranfiltergesellschaft" zurückgeht. Mit der Zeit wurde das Forschungsspektrum der Göttinger Chemie so breit, dass es in mehrere Bereiche unterteilt wurde. So entstanden neben dem Institut für Organische Chemie die Institute für Anorganische und Physikalische Chemie. In der Nachkriegszeit gelang es den Leitern dieser Institute, Hans Brockmann, Oskar Glemser und Wilhelm Jost, den Weltruf der Göttinger Chemie wiederzubeleben. 1973/1974 erfolgte ein Ortswechsel. Die Gebäude der Chemie in der Göttinger Innenstadt reichten nicht mehr aus, so dass man die jetzigen Räumlichkeiten im Universitäts-Nordbereich bezog.


















Chemie Museum


Weitere Informationen über die Geschichte der Göttinger Chemie finden Sie auf den Webseiten des Museums der Göttinger Chemie.