Seminar für Arabistik / Islamwissenschaft
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Irene Schneider

Prof. Dr. Irene Schneider



Seminar für Arabistik / Islamwissenschaft
Heinrich-Düker-Weg 14
R. 2.835
37073 Göttingen
Tel. +49 (0)551/ 39-2 9493
Fax. +49 (0)551/ 39-2 9898

E-Mail:
ischnei@gwdg.de

Sprechstunde im Semester:

Mo 10-12 Uhr









Prof. Dr. Irene Schneider



Irene Schneider ist seit 2003 Professorin am Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft der Georg-August-Universität und Nachfolgerin von Prof. Dr. P. Bachmann. 1989 wurde sie mit der Arbeit "Das Bild des Richters in der adab al-qadi-Literatur" an der Universität Tübingen promoviert und habilitierte sich 1996 an der Universität zu Köln mit der Arbeit "Kinderverkauf und Schuldknechtschaft. Untersuchungen zur frühen Phase des islamischen Rechts", durch die sie die Venia Legendi für das Fach Islamwissenschaft erhielt. Von 1990 bis 1997 war sie Assistentin am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln. 2008 lehnte sie einen Ruf der Universität Zürich auf eine C 4-Professur "Islamwissenschaften/Genderwissenschaften" ab, ebenso wie 2014 einen Ruf an die University of Exeter/UK als Sharja Professor of Islamic Studies.

Ihre Forschungsgebiete sind


  • Kritische Hadith-Forschung

  • Rekonstruktion der formativen Periode des Islams, methodische Fragen der Quelleninterpretation

  • Islamisches Recht und Rechtsgeschichte mit den Schwerpunkten Familien-, Straf- und öffentliches Recht

  • Staat und Gesellschaft in zeitgenössischen muslimischen Staaten: Marokko, Ägypten, Palästina, Iran, Afghanistan

  • Geschlechterforschung

  • Ideengeschichtliche Konzepte der Gegenwart: Zivilgesellschaft, Menschenrechte, Translational Turn

  • Islam in Europa (besonders in Deutschland)



Ihre Arbeitssprachen sind Arabisch und Persisch


2010-2013 war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Geschlechterforschung an der Universität Göttingen
2011 richtete sie den Studienschwerpunkt "Islamisches Recht" im Master (78C / 42C) ein. Dieser ermöglicht es Masterstudierenden, einen intensiven Einblick in die islamische Rechtssprache als Fachsprache zu erhalten und zugleich Module der Juristischen Fakultät zu belegen (z.B. Menschenrechtsschutz, Staatslehre)
2014 etablierte Prof. Schneider den Forschungs- und Lehrschwerpunkt "Palästina und der Nahostkonflikt"
Seit 2015 ist sie 1. Vorsitzende der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht

Forschungsprojekte, laufend: Recht und Geschlecht: Debatten zur Geschlechterstellung in Palästina 2012-2014 (Monographie, Fertigstellung geplant 2017)
Geschlechtervorstellungen prägen rechtliche Normen, Recht seinerseits beeinflusst die Rollenverständnisse der Geschlechter einer Gesellschaft. Dies gilt in islamischen wie auch anderen Gesellschaften vor allem im Bereich des Familien-, aber auch des Strafrechts. Ziel des Projekts ist die Analyse der (Re)konstruktion von und Diskurse um Geschlechterrollen und die Geschlechterstellung anhand zweier empirischer Beispiele. Diese beziehen sich auf eine Neuregelung der sog. Loskaufscheidung einerseits und der Abschaffung der Strafminderung im Fall von Ehrenmorden andererseits. Das Material wurde auf einem Forschungsaufenthalt in der West Bank von Oktober bis Dezember 2013 und Oktober-November 2014 gesammelt.





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