Konferenz "Migration - Frieden - Human Security"

Konferenz zu Konferenz "Migration - Frieden - Human Security"

FREITAG, 20. NOVEMBER 2015


Eröffnet wurde die Konferenz am Freitagabend durch Frau Dr. Prof. Beisiegel. In ihrer Begrüßungsansprache machte sie auf den Aspekt des "Friedens" als Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz aufmerksam. Prof. Dr. Ulrich Bartosch stellte im Namen des VDW die "Forderung nach einer Weltinnenpolitik in globaler Verantwortung" in den Raum. Frau Prof. Dr. Ayelet Shachar verdeutlichte die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den Gründen für Migration und Flucht. Stefan Wenzel hält nicht zuletzt auch die Überwindung des eurozentrischen Blicks für entscheidend. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hofft, dass auf der Konferenz Ideen reifen, die später in ein konkretes Umsetzen überführt werden können. Woran sich Dr. Willhelm Krull mit der Bemerkung anschloss, dass sich wissenschaftliche Konzepte jedoch nicht immer in Handlungskonzepte transformieren ließen, sondern auch die Politik ansetzen und übernehmen müsse. Prof. Dr. Andreas Pott betrachtet die Friedensperspektive der Konferenz als konstitutiv und hofft, dass die die Konferenz Impulse für die Stärkung der Migrationsforschung gebe. Frau Prof. Dr. Gabriele Gien sieht das Potential der Konferenz vor allem im gemeinsamen Erarbeiten der verschiedenen Akteure. Fritz Güntzler wünscht sich Ergebnisse, die zum einen Handlungsorientierung bezüglich Fluchtursachen bieten, zum anderen hilfreich für die Realisierung von Integration sind. Frau Prof. Dr. Casper-Hehne stellte die Universität Göttingen mit ihren Initiativen und Projekte in ihrem Selbstverständnis als "engaged univeristiy" vor. Höhepunkte der Eröffnung bildeten ein Vortrag von Prof. Dr. Ranabir aus post-kolonialer Sicht, in dem unter anderem "disassociation of power and responsibility" sowie "statelessness" thematisiert wurden. Sowie ein Vortrag von Thomas Gebauer, gemäß dem das Konzept der Menschenrechte dem Konzept der "human security" vorzuziehen sei , da Frieden nicht ein Ergebnis von Sicherheit, sondern von Gerechtigkeit sei .

(Text: Julia Janka)
Videos vom Freitag

Grußworte










Impulsrunde








Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne über Initiativen und Projekte im Rahmen der Flüchtlingshilfe an der Universität Göttingen








Prof. Dr. Ranabir Samaddar, Calcutta Research Group, spricht zum Konferenzthema aus der Perspektive des globalen Südens unter dem Titel: "Post-colonial view on the current European migration crisis"








Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international e.V., thematisiert das Verhältnis von Menschenrechten und Human Security und weist pointiert darauf hin, dass Frieden nicht ein Ergebnis von Sicherheit, sondern von Gerechtigkeit ist.