Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften (GGG)

Im September 2018 ist ein neues Projekt zur Verbesserung der Inklusion von Promovendinnen an der Universität Göttingen gestartet, das campusweit Promovendinnen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflegeaufgaben adressieren wird.
Wir möchten dabei die Promovendinnen besser vernetzen und durch Austausch in sog. „Biographiezirkeln“ stärken. Zugleich wollen wir mit diesen Promovendinnen in einen Dialog treten, wie die Inklusion verbessert werden kann. Darüber hinaus sind campusweite Expert*innengespräche und Fachvorträge geplant, um Verbesserungsmöglichkeiten zur Inklusion auszuloten. So wird es unter anderem ein Podium zur Promotionsbetreuung von und mit Promovendinnen mit Behinderungen geben. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise sowohl Ideen zur Verbesserung der Inklusion von Promovend*innen stärken als auch die Promovendinnen selbst dauerhaft vernetzen und zur Mitgestaltung einladen können.
Die Maßnahme wird durchgeführt von den beiden Göttinger Graduiertenschulen für Gesellschafts- und für Geisteswissenschaften gemeinsam mit der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität und gefördert durch den Gleichstellungs-Innovations-Fonds der Universität.

Veranstaltungen

  • 22.01.2019 (16:00-18:00, Ort: Alte Mensa, Hannah-Vogt-Saal)
    Einsicht und Sehen sind nicht dasselbe: Ein Erfahrungsbericht zur Promotion aus zwei Perspektiven
    Dr. Christina Ernst, Prof. Dr. Jan Hermelink
    Das Projekt "Gendergerechte Inklusion für Promovendinnen" lädt herzlich zur ersten Veranstaltung ein. In diesem Tandemvortrag werden Dr. Christina Ernst (Theologin und Alumna der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen GSGG) und Prof. Dr. Jan Hermelink (Praktische Theologie) gemeinsam von ihren Erfahrungen als Doktorandin und als Promotionsbetreuer berichten, die keineswegs nur, aber auch von dem Umstand geprägt waren, dass Christina Ernst blind ist. Im Anschluss werden wir gemeinsam diskutieren, was sich im Bereich Inklusion eigentlich seit 2014 (als Christina Ernst ihre Dissertation verteidigte) getan hat und was wir gerne erreichen würden.
    Sollten Sie Assistenzbedarf haben, geben Sie bitte zeitnah Bescheid.
  • Biographiezirkel: Das Projekt „gendergerechte Inklusion für Promovendinnen“ lädt zu einem ersten Biographiezirkel ein. Das campusweite Angebot richtet sich an Promovendinnen, die sich während ihrer Qualifikationsphase aufgrund einer Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankung mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert sehen. Masterstudentinnen und weibliche Postdocs sind ebenfalls willkommen teilzunehmen. Die Biographiezirkel bieten zum einen Raum für einen streng vertraulichen Erfahrungsaustausch und Reflexion; zum anderen können die hier versammelten Expertinnen wichtige Hinweise geben, wie Inklusion im Wissenschaftsbetrieb verbessert werden kann.
    Die Biographiezirkel fördern den Austausch weiblicher Promovierender, weil sich die weiterhin bestehende gläserne Decke während und nach der Promotion für Frauen mit Behinderungen verschärfend auswirkt. Die Biographiezirkel sind daher Women* only.
    Jede, die sich jetzt angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen, an einem oder mehreren Treffen teilzunehmen und ihre Erfahrungen in einer Gesprächsrunde gemeinsam zu reflektieren.
    Der Biographiezirkel wird auf März verschoben. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter ggg@uni-goettingen.de. Eine anonymisierte Teilnahme ist selbstverständlich möglich. Bitte melden Sie sich dann telefonisch vorab. Sollten Sie Assistenzbedarf haben, geben Sie bitte zeitnah Bescheid.