Im September 2018 ist ein neues Projekt zur Verbesserung der Inklusion von Promovendinnen an der Universität Göttingen gestartet, das campusweit Promovendinnen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflegeaufgaben adressieren wird.
Wir möchten dabei die Promovendinnen besser vernetzen und durch Austausch in sog. „Biographiezirkeln“ stärken. Zugleich wollen wir mit diesen Promovendinnen in einen Dialog treten, wie die Inklusion verbessert werden kann. Darüber hinaus sind campusweite Expert*innengespräche und Fachvorträge geplant, um Verbesserungsmöglichkeiten zur Inklusion auszuloten. So wird es unter anderem ein Podium zur Promotionsbetreuung von und mit Promovendinnen mit Behinderungen geben. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise sowohl Ideen zur Verbesserung der Inklusion von Promovend*innen stärken als auch die Promovendinnen selbst dauerhaft vernetzen und zur Mitgestaltung einladen können.
Die Maßnahme wird durchgeführt von den beiden Göttinger Graduiertenschulen für Gesellschafts- und für Geisteswissenschaften gemeinsam mit der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität und gefördert durch den Gleichstellungs-Innovations-Fonds der Universität.

  • Wenn SIe sich selbst zur Zielgruppe zählen sind wir sehr interessiert daran, mehr über Ihre Situation zu erfahren, um als Einrichtung besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Wir freuen uns, wenn Sie sich unter dem angegebenen Kontakt melden. Gespräche sind selbstverständlich streng vertraulich.



aktuelle Veranstaltungen

  • Vortrag: "Promotion inklusive? Chancen, Risiken und Nebenwirkungen des Promovierens mit Behinderung" (Susanne Groth, Uni Köln), 16.05.2019 (18:15-19:45, VG 1.103)
    Wie erleben Promovierende mit Behinderungen den Alltag an der Hochschule? Mit welchen Herausforderungen werden sie konfrontiert? Wen informieren sie wann über ihre Beeinträchtigung? Wie reagieren Promotionsbetreuer*innen? Welche Lösungen haben sie für eventuelle Probleme? Welche Unterstützungsmöglichkeiten findet man an den Hochschulen? Werden Behinderungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen eigentlich in Promotionsordnungen berücksichtigt?
    In ihrem Beitrag wird Susanne Groth von Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Projekt PROMI – Promotion inklusive berichten. Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projektes erhalten 45 Hochschulabsolvent*innen mit Behinderung an insgesamt 21 Hochschulen in ganz Deutschland die Möglichkeit zur Promotion. Fragen und Diskussion sind erwünscht.
  • Biographiezirkel: Das Projekt „gendergerechte Inklusion für Promovendinnen“ lädt zu einem Biographiezirkel ein. Das campusweite Angebot richtet sich an Promovendinnen, die sich während ihrer Qualifikationsphase aufgrund einer Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankung mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert sehen. Masterstudentinnen und weibliche Postdocs sind ebenfalls willkommen teilzunehmen. Die Biographiezirkel bieten zum einen Raum für einen streng vertraulichen Erfahrungsaustausch und Reflexion; zum anderen können die hier versammelten Expertinnen wichtige Hinweise geben, wie Inklusion im Wissenschaftsbetrieb verbessert werden kann.
    Die Biographiezirkel fördern den Austausch weiblicher Promovierender, weil sich die weiterhin bestehende gläserne Decke während und nach der Promotion für Frauen mit Behinderungen verschärfend auswirkt. Die Biographiezirkel sind daher Women* only.
    Jede, die sich jetzt angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen, an einem oder mehreren Treffen teilzunehmen und ihre Erfahrungen in einer Gesprächsrunde gemeinsam zu reflektieren.
    Der nächste Termin wird zeitnah hier bekannt gegeben. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter ggg@uni-goettingen.de. Eine anonymisierte Teilnahme ist selbstverständlich möglich. Bitte melden Sie sich dann telefonisch vorab. Sollten Sie Assistenzbedarf haben, geben Sie bitte zeitnah Bescheid.