Juristische Fakultät
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Wahl von Prof. Kai Ambos zum Berater (amicus curiae) der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden

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Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos, juristische Fakultät, wurde am 6.12.2017 nach einem kompetitiven Auswahlverfahren zum Berater (amicus curiae) der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz - JEP) ausgewählt. Die JEP ist die gerichtliche Komponente des sog. „Integralen Systems der Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung“ (Sistema Integral de Verdad, Justicia, Reparación y No-Repetición), das aufgrund des Friedensvertrags zwischen der Guerillagruppe FARC-EP (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia-Ejército del Pueblo) und der kolumbianischen Regierung vom 24.11.2016 etabliert wurde. Die amici wurden – neben den kolumbianischen Richtern u.a. wichtigen Funktionsträgern – von einem international besetzten Auswahlausschuss (Comité de Escogencia) aus einer Liste von 77 Bewerber/-innen für die zwei Rechtsprechungsorgane der JEP – „Tribunal para la Paz“ (Friedenstribunal) und „Salas de Justicia“ (Justizkammern) – ausgewählt. 22 Personen wurden zum Interview eingeladen, davon wurden 10 (4 für das Tribunal und 6 für die Salas) ausgewählt; ferner wurden vier Ersatzpersonen nominiert. Herr Ambos ist einer der vier amici des Friedenstribunals.
Die Wahl von Prof. Ambos wird auch das gerade eröffnete kolumbianisch-deutsche Friedensinstitut (Instituto CAPAZ), an dem die Universität Göttingen beteiligt ist, stärken.

Die Presseerklärung des KSC


9. Berufsrechtstagung 2017

PM Berufstagung

Bereits zum neunten Mal richtete Prof. Dr. Mann im November in seiner Funktion als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Berufsrecht beim DWS-Institut in Berlin eine Tagung zu Rechtsfragen des Rechts der Freien Berufe aus. In diesem Jahr ging es unter dem Titel "Der Steuerberater als Rechtsdienstleister" um die Frage, inwieweit Steuerberater im Rahmen ihres Mandats als Nebenleistung auch zur außergerichtlichen Rechtsberatung (z.B. zur steueroptimierten gesellschaftsrechtlichen Gestaltung) befugt sind. Ein Überschreiten der insoweit strittigen Abgrenzungslinie zwischen Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) und Steuerberatungsgesetz (StBerG) birgt einerseits die Gefahr einer Verletzung des Rechtsberatungsmonopols der Anwälte, andererseits (bei unterbliebener Beratung) aber auch Haftungsrisiken für die Steuerberater.

Mitwirkende an der im Hotel Maritim Pro Arte (Berlin, Friedrichstraße) veranstalteten Tagung waren u.a. Dr. Raoul Riedlinger, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe, Dr. Frank Johnigk, Geschäftsführer der Bundesrechtsanwaltskammer, Dr. Holger Stein, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer, Prof. Dr. Gerhard Ring, LS für Bürgerliches Recht der Universität Freiberg u. Mitglied im Arbeitskreis Berufsrecht, Dr. Christian Deckenbrock, Institut für Anwaltsrecht der Universität Köln. Weitere Informationen, Fotos und ein Video der kompletten Veranstaltung unter:
https://www.dws-institut.de/arbeitskreise/berufsrecht


EDVMC-Finale in Leipzig: Göttinger Team gewinnt ELSA Moot Court im Verwaltungsrecht

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Zum ersten Mal fand in diesem Jahr der ELSA Deutschland Verwaltungsrechts Moot Court (EDVMC) statt. Nach einer erfolgreichen mündlichen Verhandlung vor Richterinnen und Richtern des Bundesverwaltungsgerichts belegten Maurice Feckler und Carsten Fricke vom Göttinger Team den ersten Platz. Beratend unterstützt wurden die beiden Gewinner durch Dr. Sina Fontana vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Thomas Mann.
Im Rahmen des EDVMC bot sich Studierenden der Rechtswissenschaften die Möglichkeit, in Zweierteams ein verwaltungsgerichtliches Verfahren zu durchlaufen und ihr erlerntes Wissen praktisch zu erproben. Ein fiktiver Sachverhalt aus dem Baurecht war zunächst aus Klägerperspektive zu beurteilen und ein entsprechender Schriftsatz an den – eigens für den Moot Court kreierten – EDVMC-Senat des Bundesverwaltungsgerichts zu entwerfen. Auf der Grundlage der Klageschrift eines zugelosten anderen Teams hatte jedes Team sodann eine Klageerwiderung zu verfassen. Im Finale verhandelten die vier besten Teams, darunter die beiden Göttinger Teilnehmer, in zwei Etappen vor Richterinnen und Richtern des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig über den Fall. Herr Feckler und Herr Fricke konnten jeweils als EDVMC als Bestplatzierte überzeugen und holten so den Sieg nach Göttingen.

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