Leitung des Tracks:
Inhalt:
Das Lern-Service-Engineering nimmt Bezug auf das im Dienstleistungsmanagement etablierte „Service Engineering“ sowie das in der Wirtschaftsinformatik etablierte „Software Engineering“ und kann dementsprechend charakterisiert werden als interdisziplinäre Bereitstellung und systematische Verwendung von Prinzipien, Methoden und Werkzeugen für die zielorientierte (arbeitsteilige, ingenieurgleiche) Gestaltung und Entwicklung von hybriden Lehr-Lern-Leistungsangeboten, die als Services interpretiert werden können. Die gegenwärtigen Veränderungen im Bildungswesen begründen insbesondere aufgrund der Wettbewerbsintensivierung und der veränderten Rahmenbedingungen die Notwendigkeit einer sowohl didaktisch als auch technisch und ökonomisch überzeugenden, qualitätsorientierten Gestaltung der Leistungserstellungs- sowie zukünftiger Nutzungsprozesse (Lehr-/Lernprozesse). Bisher werden dabei nur unzureichend die Erfahrungen anderer Branchen bei der erfolgreichen Erstellung und Vermarktung von Dienstleistungen berücksichtigt. Daher ist – neben der Erarbeitung spezifischer Konzepte – die Übertragung, Adaption und Integration von Konzepten und Ansätzen aus der Wirtschaftsinformatik und dem Dienstleistungsmanagement ein wichtiger Aspekt des Lern-Service-Engineering, da hier bereits überzeugende und nachweislich erfolgreiche Ansätze für vergleichbare Herausforderungen in anderen Branchen geschaffen wurden. Der Track widmet sich vor diesem Hintergrund insbesondere den Möglichkeiten und Grenzen einer prozessorientierten Planung, Gestaltung und Realisierung von Lehr-/Lernarrangements, der Konzeption und Umsetzung komplexer, offener Systemarchitekturen, sowie der Überprüfung und Diskussion von Adaptionsmöglichkeiten und -voraussetzungen in Bezug auf die in der Wirtschaftsinformatik verfügbaren Ansätze. Diese können für die zentralen Herausforderungen im Bildungswesen von großem Wert sein.
Mögliche Themen für Beiträge:
Programmkomitee:
Begutachtungsprozess, Dokumentation und Veröffentlichung:
Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache verfasst werden und sollen exakt der Formatvorlage entsprechen.
Sämtliche Beiträge werden durch ein Programmkomitee mindestens 2-fach-blind begutachtet. Die Autoren werden gebeten, ihre Beiträge zu anonymisieren, indem Namen, Anschrift etc. auf dem Deckblatt weggelassen werden und die Metadaten in den Word- bzw. den PDF-Dokumenten gelöscht werden.
Bei der Dokumentation dieses Tracks sowie der Pfadgestaltung einer sukzessiven Themenentwicklung und -behandlung sollen neue Wege beschritten werden. Dies bezieht sich so-wohl auf die Organisation und Darstellung der Track-Beiträge im Rahmen der MKWI als auch auf die anschließende Veröffentlichung eines multimedialen Herausgeberbandes zu den erreichten inhaltlichen Ergebnissen.
Dazu werden die Präsentationen während der MKWI 2010 per Video aufgezeichnet und multimedial dokumentiert. Gemeinsam mit den Beiträgen kann so ein eigener angereicherter Tagungsband der akzeptierten Beiträge realisiert werden. Im Rahmen des Reviewprozesses ist darüber hinaus neben der Präsentationsannahme eine reine Beitragsannahme für die nach dem Reviewprozess als grds. geeignet, aber nicht zur Präsentation eingeladenen Beiträge vorgesehen. Diese Beiträge sollen mit Einverständnis der Autoren gemeinsam mit zur Präsentation akzeptierten Beiträgen auf einer Open Content-Plattform zur Verfügung gestellt werden. So kann das große Potenzial auch der Beiträge genutzt werden, die angesichts beschränkter Slots nicht zur Präsentation ausgewählt werden konnten, aber grds. eine positive Resonanz im Reviewprozess gefunden haben. Sie sind für die weitere wissenschaftliche Diskussion ebenfalls verfügbar.
Die zur Präsentation akzeptierten Beiträge im multimedial aufbereiteten Herausgeberband weisen dennoch den klaren Mehrwert der ergänzenden Präsentationsaufzeichnungen und des Qualitätssiegels einer „vollen“ MKWI-Akzeptanz auf. Der multimediale Herausgeberband kann gleichzeitig als Basis themenspezifischer Wiki- und Blog-geführter Diskussionen vor, während und nach der Trackdurchführung genutzt werden. Darüber hinaus kann er Bestandteil einer umfassenderen Themenbehandlung auch mit anderen Disziplinen zum „Lern-Service-Engineering“ werden.
Mit dieser Vorgehensweise folgt der Track einerseits der aktuell intensiven und nach Auffassung der Trackverantwortlichen berechtigten Diskussion um den Wert von Open Content im wissenschaftlichen Bereich, zeigt aber gleichzeitig Mehrwertoptionen für einen redigierten multimedialen Herausgeberband auf.
Einreichung:
Die Einreichung kann nur für einen Track bzw. eine Teilkonferenz erfolgen. Die Autoren werden gebeten, ihre Beiträge online über das ConfTool auf dieser Seite einzureichen.
Termine:
Koordinator des Tracks:
Prof. Dr. Roland Gabriel
Ruhr-Universität Bochum
Link:
Hinweis:
Einreichungsfrist verlängert bis 04.10.2009