Lehren und Prüfen in Zeiten von KI (D)


Termine und Arbeitseinheiten: 16 AE

  • Mo, 22.04.2024, 9:00-17:00 Uhr
  • Mo, 29.04.2024, 9:00-17:00 Uhr



Anmeldung:
Derzeit ist die Anmeldung für diesen Workshop nur noch auf die Warteliste möglich. Auf Grund des großen Interesses am Thema, bieten wir für Personen, die in diesem Workshop keinen Platz bekommen haben, einen Zusatzworkshop am Die, 04.06.2024 (9:00-17:00 Uhr) und Do, 13.06.2024 (9:00-17:00 Uhr) an. Bitte melden Sich bei Interesse am Zusatzworkshop über unser Anmeldeformular an.


Inhalt:
“Erst gestalten wir unsere Werkzeuge, dann gestalten sie uns.”, so John Culkin (Medienkritiker und Pädagoge). Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) wirft neue Herausforderungen für Lehren und Prüfen an Hochschulen auf. In einer Zeit, in der Studierende die Möglichkeiten der KI nutzen können, ist es von entscheidender Bedeutung, sicherzustellen, dass sie die KI nicht nur als Werkzeug einsetzen, sondern auch das Verständnis und die Kontrolle über ihre Ergebnisse haben, und dass sie einen verantwortungsbewussten und gezielten Umgang mit diesen Medien erlernen.
Wie kann man also sicherstellen, dass Studierende die KI bewusst und gezielt nutzen, anstatt sie als Black-Box zu betrachten? Welche Aufgabenstellungen eignen sich, um das Verständnis und die Steuerung der KI durch die Studierenden zu fördern und später auch zu überprüfen? Wie können wir Lehre und Prüfungen so gestalten, dass Studierende ihre Ergebnisse in eigenen Worten formulieren und ihre Denk- und Arbeitsprozesse reflektieren und veranschaulichen? Wie können wir vielleicht auch die Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen direkt in die Prüfungssituation integrieren?
Solche und ähnliche Fragen stehen im Zentrum dieses Seminars. Wir beschäftigen uns damit, wie man die Möglichkeiten der KI sinnvoll in die Lehre integrieren und entsprechende Prüfungen gestalten kann, welche Formate für welche Ziele vielleicht besonders geeignet sind, oder wie man vorgegebene Prüfungsformate gut nutzen kann, um schließlich verlässlich und gleichzeitig prüfungsökonomisch vertretbar zum Ziel zu kommen.
Bringen Sie gerne Materialien ihrer Lehrveranstaltung mit.

Themen

  • KI und Mensch
  • Wissen – Kompetenz – Transfer
  • Kognitive Niveaus und Niveaus kognitiver Reflexionsfähigkeit
  • Medienkompetenz und Medienreflexion
  • Kompetenz-Performanz-Problematik beim Prüfen
  • Möglichkeiten und Grenzen von Prüfungsformen



Lernziele:

  • Die Teilnehmer*innen entwickeln Lernumgebungen, die geeignet sind, bei ihren Studierenden einen verantwortungsvollen, reflektierten (medienkompetenten) Umgang mit den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu fördern;
  • Dabei unterscheiden sie Kompetenz von Performanz und legen ihrem Konzept ein klares Verständnis von Medienkompetenz, selbstgesteuertem Lernen und Metakognitionen zugrunde;
  • Sie nutzen unterschiedliche kognitive Verstehens- und Reflexionsniveaus;
  • Sie formulieren Aufgabenstellungen für Lern- und Prüfungsformate, mit denen sie sicherstellen können, dass die Studierenden bei der Bewältigung dieser Aufgaben die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz steuernd, bewusst und gezielt benutzen;
  • Sie haben eine klare Vorstellung davon, wie die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz in ihrem eigenen Fachgebiet verantwortungsvoll genutzt werden sollten;
  • Sie formulieren Lernziele im Bereich der Medienkompetenzen und kritischen Reflexionsfähigkeit, die sie fördern und auch zum Gegenstand ihrer Prüfungen machen.



Veranstaltungsort
Digital: Details werden vorab bekannt gegeben

Arbeitsformen:

  • Inputs und Diskussionen
  • Übungen
  • Erfahrungsaustausch
  • Moderierte kollegiale Beratung



Kurssprache: Deutsch

Workshopleitung:
Dr. Sebastian Walzik hat Wirtschaftspädagogik in Nürnberg, Galway (Irland) und St. Gallen (Schweiz) studiert. Seine Doktorarbeit schrieb er am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen über die Förderung sozialer Kompetenzen. Er hat eine kommunikationspsychologische Ausbildung bei Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, eine Ausbildung zur Systemischen Strukturaufstellung nach Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd (SySt®) und eine Hypnotherapeutische Grundausbildung nach Milton Erickson.
Hochschuldidaktische Seminare gibt er an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter anderem am Berliner Zentrum für Hochschullehre, am Hochschuldidaktischen Zentrum der Universität St. Gallen und an der Universität Wien.