Lehre

Sinnvollerweise stellt die Landesgeschichte keinen eigenen Studiengang dar. Sie ist vielmehr in die vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte angebotenen Studiengänge integriert. Im Rahmen des Lehrangebots des Seminars können landesgeschichtliche Themenbereiche studiert und zum Gegenstand der Abschlußprüfung gewählt werden. Insbesondere dient dazu das von Prof. Dr. Arnd Reitemeier und weiteren Mitarbeitern des Instituts angebotene Lehrprogramm.


Es empfiehlt sich, zusätzlich die Eintragungen im UniVZ zu beachten.


  • Sprechstunden im Wintersemester 2019/20


  • Prof. Dr. Arnd Reitemeier

    Mittwoch, 14.30 Uhr

    Donnerstag, 12.00 Uhr

    sowie nach Vereinbarung per eMail.

    Sprechstunde entfällt am Mi. den 20.11.19 und am Mi. den 27.11.19

    Sprechstunden in der volesungsfreien Zeit

    folgt demnächst


    Dr. Niels Petersen

    Nach Vereinbarung per eMail.

    Um Voranmeldung per eMail wird gebeten.


  • Veranstaltungen im Wintersemester 2019-20


  • Einführung in die Geschichte des Mittelalters

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Vorlesung (Nr. 4507015)
    Donnerstag 10-12 Uhr
    Raum PH20

    Das Mittelalter ist (zeitlich gesehen) die erste ferne Fremde, in der wesentliche Strukturen geschaffen wurden, die Kultur, Gesellschaft und Politik bis heute prägen. In vielen Schulen wird diese Epoche leider nur sehr verkürzt unterrichtet, obwohl sie weiterhin Bestandteil der Lehrpläne von Mittel- und Oberstufe ist. Die Vorlesung will helfen, einen Überblick über diese Epoche zu gewinnen und möchte diesen (so weit in der Kürze der Zeit möglich) mit aktuellen Fragen der Forschung verknüpfen. Auch wenn die Vorlesung chronologisch aufgebaut ist, so werden doch ausführlich Themen der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte integriert. Studierende erhalten eine ausführliche Literaturliste zum Selbststudium. Die Vorlesung richtet sich zum einen an alle Studierenden im Studiengang Bachelor, die diese Vorlesung mit den Pro-, Aufbau- und Vertiefungsseminaren zum Mittelalter kombinieren können. Studierende im Master, besonders im Master of Education, haben die Möglichkeit, ihre Überblickskenntnisse zu vertiefen.




    Niedersächsische Erinnerungsorte

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier / Prof. Dr. Dirk Schumann
    Masterseminar (Nr. 4507061)
    Dienstag 16-18 Uhr
    Raum KWZ 1.707




    Im Wald sind da die Räuber? - Der Mensch und der Wald im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier / Mareike Beulshausen M.A.
    Vertiefungsseminar (Nr. 4507039)
    Dienstag 16-18 Uhr
    Raum KWZ 1.701

    Für die vorindustrielle Agrargesellschaft war der Wald die bedeutende Rohstoffquelle. Gleichzeitig galt er bis weit ins 18. Jahrhundert hinein sowohl als unheimlicher und unsicherer Ort, bewohnt von Räubern und allerlei Abweichlern, als auch als Rückzugsort bei Gefahr oder zur Suche von Einsamkeit. Ziel des Seminars ist es, den Wald als Lebensraum unterschiedlicher Gruppen und Objekt unterschiedlicher Interessen kennen zu lernen und die insbesondere seit dem Ausbau der Landesherrschaft einsetzenden Konflikte aus wirtschafts-, sozial- und kriminalhistorischer Perspektive zu analysieren. Dabei wird anhand ausgewählter Fallbeispiele an die Arbeit mit handschriftlichen und gedruckten Quellen (Gerichtsakten, landesherrlichen Verordnungen, zeitgenössischer Literatur usw.) aus dem 16. bis 18. Jahrhundert herangeführt. Im Rahmen des Seminars werden zwei eintägige Exkursionen stattfinden.




    Saxones - Das erste Jahrtausend in Niedersachsen (Landesausstellung Braunschweig)

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Exkursion (Nr. 4507423)
    23.10.2019, 18-19 Uhr Blockveranstaltung, Raum KWZ 2.636
    25.10.2019, 09-18 Uhr Exkursion, Landesmuseum Braunschweig

    Teilnahme auf Anmeldung, 15 Plätze, für Studierende der
    Geschichtswissenschaft KEINE Kosten für Bahnfahrt, Eintritt und Führung

    Norddeutschland war im ersten Jahrtausend nach Christi Geburt ein kulturell wie politisch höchst umstrittener Raum - die Erzählungen von Tacitus über die angeblich wilden sog. Germanen sind Teil der hiermit einhergehenden Deutungen. Schriftliche Quellen stehen in nennenswertem Maß erst nach der sog. Christianisierung durch Karl den Großen zur Verfügung. Erkenntnisse aber liefert die Archäologie, die auf eine Vielzahl spektakulärer Grabungen zurückblicken kann. Entsprechende Funde aber sind schwer zu verstehen - umso wichtiger ist die wissenschaftlich präzise Deutung.
    Die Niedersächsische Landesausstellung "Saxones" erzählt die Geschichte zwischen Harz und Nordsee im 1. Jahrtausend neu: Der Aufstieg und Fall des Römischen Reiches haben auch hier ihre Wirkung entfaltet. Die Angehörigen der Oberschicht sind hochmobil und sehr weit vernetzt. Sie werden selbst zu Impulsgebern im europäischen Geschehen. Zugleich ringen fremde Könige um die Vorherrschaft im Land, verschiedene Kulturen treffen aufeinander. Das Ringen um Macht, Einfluss und Wohlstand in den Regionen wird nicht mit den Mitteln der Diplomatie geführt: Gewalttätige Auseinandersetzungen, politische Ehen oder erkaufte Loyalitäten sind übliche Instrumente der Politik (https://www.landesmuseum-hannover.de/ausstellungen/saxones/).




    Kaufleute zwischen Ostsee und Adria (14.-16.Jahrhundert)

    Dr. Niels Petersen
    Aufbauseminar (Nr. 4507025)
    Dienstag 14-16 Uhr
    Raum KWZ 0.610

    Nachdem die Urbanisierung nördlich der Alpen seit dem späten 12. Jahrhundert an Fahrt gewonnen hatte, expandierte der Fernhandel spürbar. Man spricht von einer kommerziellen Revolution; der Kaufmann, welcher zuvor noch seine Waren selbst in die Absatzorte gebracht hatte, wurde sesshaft. Dies hatte gravierende Folgen für die Organisation des Handels: Die Bedeutung von Kredit, Wechsel und Giro wuchs ebenso wie die Notwendigkeit der Kommunikation mit Personen an den Orten des Warenaustauschs. Das Reich scheint als Folge in zwei Wirtschaftsregionen zerfallen zu sein: den nordeuropäischen Hanseraum und das oberdeutsche, nach Süden orientierte Gebiet mit starken Reichsstädten und Verbindungen nach Genua und Venedig. Beide Regionen brachten unterschiedliche Handelstechniken hervor. Zugleich entstanden transkontinentale Wirtschaftsnetze, welche die Europäische Expansion des 16. Jahrhunderts vorbereiteten.

    Ziel des Seminars ist das Kennenlernen sowohl von prominenten historischen Personen wie bspw. Veckinchusen und Fugger, als auch der einschlägigen Handelstechniken und den daraus entstandenen Quellen wie Wirtschaftsbüchern, Verträgen, Privilegien und Korrespondenz. An Prüfungsvorleistungen sind Kurzreferate zu Begriffen, Personen und Quelleneditionen vorgesehen. Lektüre von mittelniederdeutschen und frühneuhochdeutschen Quellen in Sitzung und Hausaufgabe.