Die Romanische Sprachwissenschaft befasst sich mit den historischen und gegenwärtigen Strukturen der romanischen Sprachen (z. B. der Beschreibung von Lautstruktur, Wortschatz und Grammatik). Dabei werden sowohl die Einzelsprachen in ihren unterschiedlichen Kontexten (regional, sozial, funktional) betrachtet als auch Vergleiche untereinander (kontrastiv) und auf der historischen Ebene (diachron) gezogen.

In der Lehre vermitteln wir die wichtigen Grundlagen, Kernbereiche und Methoden der jeweiligen Sprachwissenschaft (Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch). Dabei legen wir Wert darauf, ein breit gefächertes Angebot an Veranstaltungen sowohl aus den traditionellen, romanistischen Bereichen wie der Historischen Linguistik, der Generativen Syntax und der Dialektologie zu gewährleisten als auch modernen Fragestellungen der Diskurslinguistik und der Kognitiven Semantik gerecht zu werden. Dabei ist es uns stets ein besonderes Anliegen nicht nur die großen romanischen Sprachen (Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch) abzudecken, sondern uns in unseren Kursen und unserer Forschung auch immer wieder den weniger häufig gebrauchten Varietäten, wie dem Katalanischen, Galicischen, Sardischen und Rumänischen zuzuwenden. Ziel ist es, einen Einblick in die Gesamtheit der Romania und der romanistischen Sprachwissenschaft zu geben, sowohl auf der theoretischen Ebene als auch in Bezug auf die Einzelsprachen und Kulturen selbst.

Ein ähnlich weit gefächertes Bild zeigt unsere Forschungsarbeit. Die Forschungsschwerpunkte des Lehrgebiets beinhalten:


  • Generative Syntax der Romanischen Sprachen
  • Iberoromanisch-Arabisch in hebräischer Graphie
  • Quantifikation im Altitalienischen
  • Historische Sprachwissenschaft: Editionsphilologie, Historische Lexikologie, Syntaktischer Wandel
  • Sprachliche Variation, Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt und Sprachnorm
  • Fach- und Sondersprachen, romanische Texte in hebräischer Graphie, Judenspanisch, amerikanisches Spanisch
  • Diskursanalyse
  • Phonologie
  • u.a.



Prof. Dr. Guido Mensching (Lehrstuhl Romanische Sprachwissenschaft) gibt die ZFSL Zeitschrift für französische Sprache und Literatur heraus.