Institut für Regionalforschung e.V.

MINIJOBS:




10/01/2013:
Kaum noch Zuwachs bei Minijobs in der ersten Jahreshälfte 2012

Nachdem die Zahl der Minijobs Ende 2011 mit mehr als 7,50 Millionen einen neuen Höchststand erreicht hatte (siehe 10.07.2012), ist die Entwicklung bei den geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen bis zur Jahresmitte 2012 nur noch sehr verhalten verlaufen. Nach den heute von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgelegten Quartalszahlen (Stichtag 30. Juni 2012) lag die Zahl der Minijobber/innen Ende Juni 2012 bei insgesamt 7,407 Millionen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein nur noch geringes Plus von 0,3 Prozent.

Erneut leicht zurückgegangen ist die Zahl der Beschäftigten, die ausschließlich einen Minijob ausüben. Mit 4,834 Millionen waren es etwa 60.000 weniger (-1,2 %) als im Juni 2011. Die Zahl der Personen, die einer geringfügig entlohnten Beschäftigung als Nebenjob nachgehen, ist dagegen weiter gestiegen von 2,493 Millionen Ende Juni 2011 auf 2,573 Millionen Ende Juni 2012 (+3,2 %).

Die größten Rückgänge hat es im Vergleichszeitraum mit einem Minus von 5,5 Prozent in der Leiharbeitsbranche gegeben. 3,7 Prozent weniger Minijobber gab es im Wirtschaftszweig „Herstellung von chem. u. pharmaz. Erzeugn., Gummi- u. Kunststoffw., …“. Mit einem Plus von 6,4 Prozent haben Minijobs in Privathaushalten am stärksten zugelegt. Zuwächse hat es zudem sowohl in der Primärindustrie (+2,6 %) als auch in den Dienstleistungsbereichen „Erziehung und Unterricht“ (+2,8 %), „Heime und Sozialwesen“ (+2,3 %) sowie im Gastgewerbe (+ 2,1 %) gegeben.

Die Bundesarbeitsagentur veröffentlicht die Zahlen erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten, um verspätet abgegebene Meldungen und Stornierungen in die Beschäftigungsstatistik mit aufnehmen zu können.

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2013): Beschäftigungsstatistik, Länderreport - Deutschland, Nürnberg, Januar 2013.

Weiterlesen:
Krüsemann, M. (2013): Die Entwicklung der geringfügig entlohnten Beschäftigung von 2003 bis 2012, Göttingen.