Institut für Regionalforschung e.V.

AUFSTOCKER:




10/06/2013:
Aufstocker in Rheinland-Pfalz benötigen 350 Mio. Euro pro Jahr zusätzlich

Einer Pressemeldung des DGB-Bezirks West zufolge müssten der Bund und die Kommunen jährlich dreistellige Millionenbeträge an Steuermitteln aufwenden, um Geringverdienern in Rheinland-Pfalz das Existenzminimum zu sichern.

Im Durchschnitt des Jahres 2010 seien in Rheinland-Pfalz insgesamt 17.628 Haushalte gezählt worden, die von der Arbeit mindestens eines sozialversichert Beschäftigten nicht hätten leben können. Nach Berechnungen des DGB müssten allein die Löhne von vollzeitbeschäftigten Geringverdienern jährlich mit mehr als 82,5 Millionen Euro an Steuermitteln aufgestockt werden. Rechne man die Betroffenen mit sozialversicherten Teilzeitjobs hinzu, so seien es bereits 137,2 Millionen Euro.

Neben den Aufstockern mit sozialversichertem Job habe es 2010 auch 3.288 Hartz IV-Haushalte von selbständig Tätigen und weitere 17.246 Haushalte gegeben, in denen mindestens eine Person einen Minijob habe. Unter Einbeziehung dieser Bedarfsgemeinschaften hätten in Rheinland-Pfalz für alle Erwerbstätigen mit Niedrigeinkommen insgesamt sogar rund 352 Millionen Euro ergänzend zum Lohn gezahlt werden müssen.

Quelle: Pressemitteilung des DGB-Bezirks West vom 08.06.2013