Institut für Regionalforschung e.V.

29/05/2013:
Zahlen zur atypischen Beschäftigung in Berlin

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat gemeinsam mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg den „Gender Daten Report Berlin 2012“ veröffentlicht. Der Bericht, der die wichtigsten Grundlagendaten zur Situation von Frauen und Männern in Berlin bereitstellen will, gibt u.a. auch einen Überblick über die Entwicklung der Erwerbsstrukturen und Beschäftigungsformen bis zum Jahr 2011:

•  Wandel der Erwerbsformen:
Seit Beginn der 2000er Jahre zeichnet sich in Berlin ein Wandel in der Struktur der Erwerbsverhältnisse ab. Zum einen haben sich atypische Beschäftigungsformen ausgebreitet, während zum anderen die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse insgesamt rückläufig gewesen ist. Erst in den letzten Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gegenüber den Vorjahren wieder angestiegen, wobei die Verschiebung von der Vollzeit- zur Teilzeitbeschäftigung weiter anhielt.

•  Befristung:
Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge für abhängig Erwerbstätige ist bis 2010 kräftig gestiegen. 2011 war zum ersten Mal ein leichter Rückgang zu verzeichnen. In diesem Jahr hatten 14,9 Prozent der abhängig erwerbstätigen Männer und 13,5 Prozent der abhängig erwerbstätigen Frauen befristete Arbeitsverträge.

•  Minijobs:
Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten ist bis zum Jahr 2011 weiter angestiegen. Einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes zufolge waren 2011 gut 133.000 Personen in Berlin geringfügig beschäftigt, 54,2 Prozent davon waren Frauen.

•  Teilzeitarbeit:
Von 2000 bis 2011 stieg unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Anteil Teilzeitbeschäftigter an: bei den Männern von 7,5 auf 13,2 Prozent, bei den Frauen von 25,2 auf 31,6 Prozent. Insgesamt gingen 2011 knapp 261.000 Personen (2000: 185.500) einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung nach.

Quelle: Gender Daten Report Berlin 2012, Kapitel 3.1: „Erwerbsbeteiligung“

Weiterlesen:
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen (Hg.) (2013): Gender Daten Report Berlin 2012, Berlin.