Stundenplan erstellen

Die ersten Schritte sind immer die schwierigsten – selbst an einer Universität. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen darüber, wie das Studium in Göttingen organisiert ist.

Academischer Kalendar

Das Studienjahr besteht aus einem Winterund einem Sommersemester, das jeweils sechs Monate dauert. Während dieser Semester gibt es Vorlesungszeiten und Prüfungszeiten sowie Semesterferien und gesetzliche Feiertage. Die Kurse dauern im Winter normalerweise vier Monate und im Sommer drei Monate, jeweils gefolgt von einer zweiwöchigen Prüfungsphase. Es wird von den Studierenden erwartet, dass sie die Zeit zwischen diesen Phasen zum Lernen nutzen. Viele Studierende gehen in den Semesterferien jedoch auch arbeiten, absolvieren Praktika oder reisen ins Ausland.

Studienaufbau

Ihr Studium ist in Module unterteilt, bei denen es sich um Studieneinheiten handelt, die aus themenbezogenen Kursen bestehen. Module bestehen normalerweise aus mehreren Kursen unterschiedlicher Art während des Vorlesungszeitraums (z. B. Vorlesungen und Seminare). Jedes Modul umfasst einen Arbeitsaufwand von zehn Stunden pro Woche. Der Arbeitsaufwand für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls wird in Anrechnungspunkten gemäß dem Europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) berechnet. Studierende erhalten Anrechnungspunkte für Module, die sie erfolgreich abgeschlossen haben.

Einige Module werden als Blockkurse angeboten.

Kursarten

Die Universität Göttingen bietet verschiedene Kursarten an. Jeder dieser Kurse konzentriert sich auf andere Fertigkeiten und verfolgt eine bestimmte Art des Lernens und der Informationsvermittlung.

Vorlesungen

In Vorlesungen sprechen Professorinnen und Professoren der Universität im Allgemeinen über ein bestimmtes Thema. Sie vermitteln einen umfassenden Überblick oder Fachwissen über ein Thema. Dieser Frontalunterricht ist die häufigste Vermittlungsart in der Lehre. Die Studierenden erhalten Anrechnungspunkte für die Anwesenheit bei Vorlesungen und müssen das Gelernte oftmals in den schriftlichen Prüfungen am Ende des Semesters wiedergeben.

Seminare

Seminare sind eine interaktive Form des Lernens und verlangen die aktive Mitarbeit der Studierenden. Normalerweise halten Studierende Vorträge und/oder Referate, gefolgt von einer Diskussion mit Kommilitonen und der Begutachtung durch den Lehrenden.

Im Rahmen Ihres Seminares halten Sie entweder ein Referat, geben eine Studienarbeit ab und/oder schreiben eine schriftliche Pfüfung. Zur Gewährleistung der Teilnahme an einem bestimmten Seminar müssen Sie sich eventuell schon vor Beginn des Vorlesungszeitraums dafür anmelden, da die Anzahl der Studierenden pro Seminar begrenzt ist. Bitte wenden Sie sich im Hinblick auf das Einschreibungsverfahren für Ihr Fach an den/die Studienberater/in Ihres Fachgebiets.

Tutorien

Tutorien werden von fortgeschrittenen Studierenden (Tutoren) gehalten und vertiefen das in den Vorlesungen und Seminaren vermittelte Wissen. Die Gruppen in Tutorien sind oftmals klein und die Atmosphäre ist persönlich.

Übungen

Übungen werden von Dozentinnen und Dozenten, Lehrbeauftragten oder wissenschaftlichen Hilfskräften abgehalten und sind ähnlich wie Tutorien aufgebaut. In den Naturwissenschaften sind sie sehr verbreitet.

Kolloquium

In Kolloquien präsentieren Studierende ihre aktuellen wissenschaftlichen Forschungen (z. B. Bachelor-, Master- und Doktorarbeit) und besprechen sie mit ihren Kommilitonen und interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Exkursionen

Exkursionen sind Ausflüge, die zu Forschungszwecken von einer Studierendengruppe organisiert werden. Sie werden oftmals mit einer längeren Reise oder einem längeren Besuch eines Ortes verbunden, z. B. um natürliche oder geographische Phänomene oder Merkmale zu beobachten. Kurzexkursionen meistens als Tagesausflug.

Laborpraktikum

Besonders in den Naturwissenschaften arbeiten Studierende in Laboratorien, wenden dabei geeignete Verfahren an und nutzen die erforderliche Ausrüstung. Auf diese Weise erlernen sie die Durchführung wissenschaftlicher Methoden (z. B. die Analyse chemischer Substanzen oder die Anwendung von Tests).

Online-Lehrmodule

Online-Unterricht – auch E-Learning oder Electronic Learning – ist eine Kursart, in welcher der webbasierte oder Online-Unterricht eine große Rolle spielt. Sie kann jedoch auch die persönliche Interaktion beinhalten. Studierende nehmen oftmals über das Internet an Vorlesungen oder Seminaren teil und arbeiten im Unterricht durch Blogs, E-Mails und Chats mit.

Prüfungsarten

Die Prüfungen erfolgen normalerweise innerhalb der ersten beiden Wochen nach dem letzten Vorlesungstag. Nicht bestandene Prüfungen können zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden. An der Universität Göttingen können nicht bestandene Prüfungen zweimal wiederholt werden. Masterarbeiten, die als „nicht ausreichend“ benotet oder bewertet werden, können einmal wiederholt werden.

Der Rahmen und die Einzelheiten der Bewertung sowie die Prüfungsarten werden zu Semesterbeginn von den zuständigen Dozentinnen und Dozenten vorgestellt und erläutert.

Mündliche Prüfungen

Während einer mündlichen Prüfung stellt Ihnen ein Prüfer mündliche Fragen. Um die Prüfung zu bestehen, müssen die Studierenden durch die Beantwortung der Fragen zeigen, dass Sie über ausreichend Wissen in diesem Fach verfügen. Mündliche Prüfungen reichen vom direkten Frage-Antwort-Szenario bis zu eher problembasierten oder hypothetischen Szenarien, durch welche ggf. nicht nur Ihr akademischen Wissen, sondern auch Ihre persönlichen Kommunikations-, diagnostischen und/oder kreativen Fähigkeiten bewertet werden.

Schriftliche Prüfungen

Die Prüfungen dauern oftmals zwischen 30 min. und mehreren Stunden und sollen die Fähigkeit der Studierenden prüfen, das in einem Seminar- oder Vorlesungskurs erlangte Wissen abzurufen, zu verarbeiten und anzuwenden. Viele Prüfer prüfen die Studierenden durch die Forderung kurzer und langer Antworten und/oder Mulitple-Choice-Fragen.

Einen Vortrag/ein Referat halten

Während einer mündlichen oder schriftlichen Präsentation tragen Studierende einen Bericht über ein Projekt oder ein bestimmtes Thema vor und fassen wissenschaftliche Publikationen zusammen. Sie bewerten oftmals die Vorgehensweise anderer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und klassifizieren diese nach dem neuesten Stand des Wissens in einem bestimmten Gebiet. Die Richtigkeit und Sachgemäßheit des Inhalts, des Aufbaus und der Gestaltung werden beurteilt ebenso wie die Art und Weise, in welcher eine Diskussion im Anschluss an eine Präsentation geführt wird.

Projektarbeit

Mit einer Projektarbeit kann man tatsächliche und praktische Probleme aufzeigen und unabhängige Studien in die Lehre einbringen. Zwei oder mehrere Studierende arbeiten zusammen und identifizieren ein Problem oder eine Frage, das/die sie lösen oder erforschen möchten. Der Arbeitsaufwand wird dann innerhalb der Gruppe aufgeteilt und unabhängig ausgeführt. Das Resultat ist jedoch das Ergebnis der Zusammenarbeit und wird als Projektbericht und/oder Referat präsentiert.

Täuschung

Die Allgemeine Prüfungsordnung (APO) der Universität Göttingen besagt, dass die Prüfungsergebnisse von Studierenden, die versuchen, diese durch Täuschung oder die Verwendung nicht zulässiger Materialien zu ihrem eigenen Vorteil oder dem eines anderen zu beeinflussen, als „nicht ausreichend“ (5,0) bzw. „nicht bestanden“ angesehen werden. Entsprechend werden 0 Credits vergeben. In schwerwiegenden Fällen kann die Prüfungskommission die zu prüfende Person von der Erbringung weiterer Prüfungs- oder Studienleistungen ausschließen.

Studierendenportal eCampus

Portal für Studierende in Göttingen und der zentrale Zugangspunkt für Online-Dienste, die für das Studium relevant sind. Mit dem Einloggen in das eCampus-Portal loggt man sich automatisch in das System ein, so dass die meisten Dienste (Selbstbedienungsfunktionen; FlexNow; Stud.IP; UniVZ) sofort genutzt werden können.

UniVZ

UniVZ – das Kurs- und Personenverzeichnis – beantwortet unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche Kurse werden angeboten?
  • Wer unterrichtet den Kurs?
  • Wo und wann wird der Kurs abgehalten?

Stud.IP

Stud.IP ist ein Open Source Lernmanagement-System, das Sie bei der Verwaltung und Teilnahme an Ihren Kursen unterstützt. Stud.IP dokumentiert auch alle Kurse, die im aktuellen Kurskatalog verfügbar sind (Ausnahme: Universitätsmedizin). Über diese Plattform können Sie Lernmaterial herunterladen und teilen, Kursinhalte diskutieren und Ihren eigenen Inhalt erstellen.

Damit Sie alle Funktionen von Stud.IP nutzen können, müssen Sie sich beim System anmelden und einloggen. Hierfür stellt die Universität allen Studierenden einen Benutzernamen und ein Passwort zur Verfügung. Dieser Benutzername und dieses Passwort sind die gleichen, die Sie auch für Ihren Studierenden-E-Mail-Account nutzen oder wenn Sie sich über FlexNow zu Prüfungen anmelden.

FlexNow Prüfungsverwaltung

Mit FlexNow werden die Prüfungsleistungen aller Bachelor- und Masterstudiengänge verwaltet. Hierüber können Sie sich für Prüfungen an- und abmelden, Ihre Noten und Anrechnungspunkte einsehen und eine Zusammenfassung (pdf-Datei) Ihrer bisherigen Leistungen erstellen, ohne dass Sie das Prüfungsamt aufsuchen müssen. Sie erhalten per E-Mail eine Bestätigung über Ihre Anmeldung. Sie erhalten auch eine E-Mail, sobald die Prüfungsergebnisse vom Prüfungsamt freigegeben worden sind.