Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Pflege- Präventionsprogramm für pflegende Angehörige (ab Herbst 2019)

Die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen erfordert neben einer mentalen Auseinandersetzung mit dem Thema einen hohen Grad an Informiertheit, zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Aufwendungen. Um Beschäftigte zu unterstützen, die neben Ihrer Forschung/Berufstätigkeit pflegebedürftige Angehörige betreuen müssen oder möchten, startet die Universität ab Herbst 2019 ein Präventionsprogramm. Die Konzeption und Durchführung erfolgt durch den FamilienService und wird mit Mitteln des Betrieblichen Gesundheitsmanagements finanziert.

I. Welche Dienste kann ich in Anspruch nehmen? Unterstützungsangebote rund um die Pflege eines Angehörigen
12. November 2019, 14.00-15.30 Uhr, Alte Mensa (Taberna), Am Wilhelmsplatz 3
Referent: Mirko Hönig, Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt Göttingen
Inhalt des Vortrags:

  • Professionelle Hilfs- und Entlastungsangebote (ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Ergotherapie im häuslichen Umfeld, etc.)


II. Wie kann die Arbeitszeit den Erfordernissen der Pflegesituation angepasst werden?
21. November 2019, 13.00-14.00 Uhr, Verfügungsgebäude, Gerichtslabor, Platz der Göttinger Sieben 7
Referent_innen: Anika Werkmeister und Mirko Dreesmann, Personalabteilung
Inhalt des Vortrags:

  • Gesetzliche Arbeitszeitregelungen, Möglichkeiten der Arbeitsreduktion, kurzfristige Freistellung und Familienpflegezeitgesetz


III. Wie organisiere ich die konkrete Pflegesituation und wie sorge ich für mich selbst?
Bereich Personalentwicklung, Raum 2.110, Heinrich-Düker-Weg 5
Referent_innen: Dr. med. Silke von der Heide (Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin) und Team (Therapeut_innen mit entsprechender Qualifikation)
Vier aufeinander aufbauende Workshops mit begrenzter Teilnahmezahl

  • Die Pflegesituation einschätzen (Erkrankung, Alter, häusliche Umgebung, Finanzierung, Unterstützung durch weitere Angehörige, eigene Haltung)
  • Hilfsmittel und deren Einsatz
  • Überforderung und Unzufriedenheit erkennen und vermeiden

  • Möglichkeiten der Arbeits- und Pflegeorganisation entwickeln
  • Zeitressourcen schaffen


  • Hilfreiche Handgriffe, rückenschonendes Pflegen, gezielte praktische Übungen in Korrespondenz zu typischen Beschwerden, die aus der Pflege resultieren
  • Die Pflegebedürftige/den Pflegebedürftigen aktivieren


  • Entspannungsübungen erlernen, die sich in den Alltag integrieren lassen
  • Hilfe holen – Unterstützung durch Nutzen sozialer Netzwerke und Strukturen


Anmeldung unter: familienservice@zvw.uni-goettingen.de
Die Teilnahme an den Workshops wird als Arbeitszeit angerechnet.