Abteilung Pflanzenbau
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Hafer

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Rolf Rauber
0551-39-4351
rrauber(at)uni-goettingen.de

Dr. Catharina Meinen
0551-39-4367
cmeinen2(at)uni-goettingen.de

Dr. Rüdiger Jung
0551-39-4354
rjung(at)uni-goettingen.de






Themen für Bachelorarbeiten (Stand: 1. Februar 2012)

Experimentelle Arbeiten:


  • 1.Identifizierung von Wurzeln im Gemenge. – Gefäßversuch: Die Unterscheidung der Wurzeln erfolgt mit Hilfe des spektroskopischen FTIR-ATR-Verfahrens. Es sollen verschiedene, in der Praxis relevante Gemengepartner untersucht werden, z.B. Landsberger Gemenge, Ackerbohne-Hafer, Wick-Roggen, Erbsen-Triticale, Ackerbohne-Weizen. Betreuung durch Dr. Catharina Meinen. Frühjahr 2012.

  • 2.Pflanzenbauliche Lösungsansätze zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Anbaus von Winterackerbohnen. – Ab März 2012. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber.

  • 3. Bestimmung der Samenbank in ackerbaulich genutzten Böden mit der Keimmethode. Versuchsfrage: Einfluss von Untersaaten in Mais auf die Unkraut-Samenbank. Aufgabe: Beobachtung und Bestimmung auflaufender Unkraut-Keimlinge im Gefäßversuch (Gewächshaus). Betreuung durch Dr. Rüdiger Jung. Ab sofort. Auch als M.Sc.-Arbeit möglich.



Auswertung eines Datensatzes:


  • Unkrautunterdrückung in Mais durch Untersaaten. – Kooperation mit der KWS AG, Einbeck – Auswertung vorliegender Rohdaten.
    Im Jahr 2011 wurden Feldversuche im Rahmen des Forschungs¬projektes „Entwicklung von Maissorten für den Ökologischen Landbau“ durchgeführt. Unter anderem sollte untersucht werden, inwiefern Unkräuter durch bestimmte Untersaaten im Mais unterdrückt wer¬den. Regelmäßig wurde mit dem sogenannten „Göttinger Schätzrahmen“ Teilflächenbewuchs erfasst. Die Auswertung und Interpretation dieser Aufnahmen ist die zentrale Aufgabe bei dieser Arbeit. Beginn ab sofort oder später möglich. Betreuung durch Dr. Rüdiger Jung.




Literaturarbeiten:


  • 1. Stevia (Stevia rebaudiana) – Möglichkeiten und Grenzen für die Nutzung einer neuen Süßstoffpflanze.
    Stevia gehört zu den Korbblütlern und stammt aus Südamerika (Paraguay). Hier wird Stevia von der einheimischen Bevölkerung schon seit Langem als Süßstoff verwendet. Insofern ist Stevia keine „neue“ Süßstoffpflanze, sie ist aber für Mitteleuropa neu. Vor Kurzem wurde Stevia durch die EU als Süßstoffpflanze offiziell zugelassen. Stevia ist dreihundertmal süßer als Zucker, hat nur sehr wenige Kalorien und kann auch von Diabetikern verzehrt werden. Der Geschmack soll aber nicht ganz genau dem des Zuckers entsprechen. Dennoch experimentieren einige Firmen, z.B. Danone (Joghurt) mit dem Süßstoff Stevia. In der Türkei gibt es staatliche Unterstützungsprogramme für Landwirte, die den Tabakanbau aufgeben und auf Steviaanbau umschwenken. Über die Anbaumöglichkeiten unter mitteleuropäischen Bedingungen ist noch wenig bekannt. In der Bachelorarbeit sollen die internationale Literatur zu Stevia zusammengetragen und auch mögliche Anbaubedingungen herausgearbeitet werden. Eine Kontaktaufnahme mit Firmen, die Stevia einsetzen wollen, erscheint möglich. Bei Interesse kann auch ein kleiner Klimakammer- oder Gewächshausversuch in die Arbeit integriert werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber

  • 2. Die generative Vermehrung der Acker-Kratzdistel [Cirsium arvense (L.) Scop.].
    Bekanntlich bildet die Acker-Kratzdistel unterirdische Wurzelausläufer (vegetative Vermehrung), aus denen immer wieder neue Distelsprosse auflaufen können. Deshalb zählt die Acker-Kratzdistel zu den perennen Unkräutern. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch die generative Vermehrung der Acker-Kratzdistel (Samenbildung) für die Verbreitung, insbesondere für die Neubesiedelung von Ackerflächen, eine sehr wichtige Rolle spielt. Die Blütenbiologie der Acker-Kratzdistel ist allerdings nicht ganz einfach. Die Bedeutung der generativen Vermehrung der Acker-Kratzdistel im Vergleich zu ihrer vegetativen Vermehrung, soll hier herausgearbeitet werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber.




Themen für Masterarbeiten (Stand: 1. Februar 2012)

A. Experimentelle Masterarbeiten (Feldversuche):


  • 1. Einfluss einer Schwefel- und Bordüngung auf die symbiotische Stickstofffixierung, Wurzelbildung und Ertragsleistung von Winter- und Sommerackerbohnen. Dieses Thema bietet Stoff für zwei Masterarbeiten, wobei sich eine Masterarbeit mit der Wurzelbildung befassen könnte. Ab März 2012. Konventioneller Landbau.

  • 2. Wachstum, Entwicklung und Ertragsbildung von Hybridgerste (Sorte Hobbit) nach Ackerbohnen und Weizen. Konventioneller Landbau. Ab Sommer 2012.

  • 3. Nutzung von Kleegras durch Legehennen im Bereich eines Mobilstalles.
    Kooperation mit der Abteilung Graslandwissenschaft (Prof. Isselstein und Frau Laura Breitsameter). Diese Arbeit soll bei einem Landwirt in Moringen unter Praxisbedingungen laufen. Ab Frühjahr 2012. Ökologischer Landbau.

  • 4. Unkrautunterdrückung in Mais durch Untersaaten. Kooperation mit der KWS AG, Einbeck. Zwei Standorte: Öko-Versuchsgut Wiebrechtshausen der KWS und Versuchsgut Reinshof der Universität Göttingen. Dieses Thema bietet Stoff für zwei Masterarbeiten, je Standort eine Masterarbeit. Beginn im Frühjahr 2012. Ökologischer Landbau.

  • 5. Wachstum und Ertragsbildung von Winterackerbohnen in Reinsaat und im Gemenge mit Winterraps. Ab Februar / März 2012. Ökologischer Landbau.



B. Literaturarbeiten:


  • 1. Stevia (Stevia rebaudiana) – Möglichkeiten und Grenzen für die Nutzung einer neuen Süßstoffpflanze.
    Stevia gehört zu den Korbblütlern und stammt aus Südamerika (Paraguay). Hier wird Stevia von der einheimischen Bevölkerung schon seit Langem als Süßstoff verwendet. Insofern ist Stevia keine „neue“ Süßstoffpflanze, sie ist aber für Mitteleuropa neu. Vor Kurzem wurde Stevia durch die EU als Süßstoffpflanze offiziell zugelassen. Stevia ist dreihundertmal süßer als Zucker, hat nur sehr wenige Kalorien und kann auch von Diabetikern verzehrt werden. Der Geschmack soll aber nicht ganz genau dem des Zuckers entsprechen. Dennoch experimentieren einige Firmen, z.B. Danone (Joghurt) mit dem Süßstoff Stevia. In der Türkei gibt es staatliche Unterstützungsprogramme für Landwirte, die den Tabakanbau aufgeben und auf Steviaanbau umschwenken. Über die Anbaumöglichkeiten unter mitteleuropäischen Bedingungen ist noch wenig bekannt. In der Bachelorarbeit sollen die internationale Literatur zu Stevia zusammengetragen und auch mögliche Anbaubedingungen herausgearbeitet werden. Eine Kontaktaufnahme mit Firmen, die Stevia einsetzen wollen, erscheint möglich. Bei Interesse kann auch ein Klimakammer- oder Gewächshausversuch in die Arbeit integriert werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber.

  • 2. Methoden zur Unterscheidung von Wurzeln in Mischbeständen.
    Unter „Mischbeständen“ werden hier Bestände verstanden, die aus Kulturpflanze/Unkraut oder aus verschiedenen Kulturpflanzen, z.B. in Futtergemengen („Landsberger Gemenge“), oder aus Deckfrucht und Untersaat, bestehen. Solche Gemenge werden auch für den Anbau zur Methangewinnung zunehmend interessant. Die internationale Literatur zum Thema soll gesichtet und bewertet werden. Betreuung durch Dr. Catharina Meinen.

  • 3.„Strip till“ – Boden nur streifenweise bearbeiten.
    Im Rahmen dieser Masterarbeit soll ausgelotet werden, welche Ziele durch streifenweise Bodenbearbeitung, „Strip-till“, erreicht werden und wo es eventuell Begrenzungen gibt. Die nationale und internationale Literatur dazu soll gesichtet werden. Diese Arbeit soll ferner in Kooperation laufen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) in Bernburg (Saale), wo bereits aktuelle Erfahrungen mit Strip-till vorliegen. Die Gespräche mit der LLFG Bernburg sollen in den nächsten Tagen weiter geführt werden. Es ist somit geplant, den Bogen der Masterarbeit weiter zu spannen als dies für eine reine Literaturarbeit üblich ist. Die Möglichkeiten dazu werden sich demnächst klären. Betreuung der Masterarbeit durch Prof. Rauber und gegebenenfalls eine Mitarbeiterin / einen Mitarbeiter der LLFG Bernburg.




Wenn Interesse an einem Thema besteht, bitte rechtzeitig Kontakt aufnehmen um Näheres zu besprechen, evtl. Akzente im Thema zu verschieben usw.
Sie können eigene Vorschläge einbringen soweit die Thematik in den Arbeitsbereich Pflanzenbau passt.

Rolf Rauber