Ausschreibung von Stellen für die Leitung neuer Forschergruppen: Hochqualifizierte Nachwuchwissenschaftler aus dem In- und Ausland bewerben sich
Mehrere Hunderte junge Spitzenforscher haben sich auf Stellen beworben, die die Georgia Augusta im Rahmen ihres „Zukunftskonzepts“ ausgeschrieben hat. Diese Juniorprofessuren sind Teil des Projekts Brain Gain, mit der die Universität herausragende Nachwuchswissenschaftler fördern und ihnen einen sicheren Karriereweg eröffnen will. Sie bieten die Möglichkeit zur Leitung eigener Forschergruppen. Göttinger Wissenschafter, die am derzeit laufenden Auswahlverfahren mitwirken, sprechen von einer „außerordentlich großen Anzahl hochqualifizierter Bewerber aus dem In- und Ausland“.
Ausgeschrieben waren in einer ersten Bewerbungsrunde 18 Juniorprofessuren zum Aufbau unabhängiger Nachwuchsforschergruppen. Bis zu 13 davon sollen in den fünf neu eingerichteten Courant Forschungszentren der Universität angesiedelt werden. Weitere fünf werden als uanabhängige Forschergruppen eingerichtet und als sogenannte Free Floater gefördert. Beworben haben sich 540 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, rund 60 Prozent der Bewerbungen kamen aus dem Ausland. Unter den Bewerbern sind dabei auch Forscher, die derzeit an Spitzenuniversitäten wie Oxford, Harvard oder Stanford tätig sind. Gut ein Drittel der Bewerber sind Nachwuchwissenschaftler aus Deutschland, die zur Zeit im Ausland arbeiten.
„Wir setzen mit unserem Zukunftskonzeptes sehr bewusst auf die chancenreiche Option der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern mit herausragendem Potential, weil viele wegweisende Leistungen in vergleichsweise frühen Karrierestadien erbracht werden. Dabei wollen wir jungen Spitzenforschern einen sicheren Karriereweg bieten, um sie mit nachhaltigem Nutzen langfristig an unsere Hochschule zu binden“, betont der Präsident der Universität Göttingen, Prof. Dr. Kurt von Figura. Die hervorragende Resonanz auf die Ausschreibung der Stellen zur Leitung eigener Forschergruppen sei zugleich ein Beleg für die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Göttingen, der mit dem Erfolg in der Exzellenzinitiative verstärkt im europäischen und außereuropäischen Ausland wahrgenommen werde.
Um die besten unter den Bewerbern zu identifizieren, haben im Januar Auswahlsymposien in den jeweiligen Courant Forschungszentren stattgefunden. Dazu eingeladene Bewerberinnen und Bewerber konnten hier ihre Forschungsvorhaben vorstellen und mit Göttinger Wissenschaftlern diskutieren. Ein weiteres Symposium zur Auswahl der Nachwuchsforscher für die Free Floater-Gruppen wurde am 22. und 23. Februar durchgeführt.
Das Projekt Brain Gain ist – neben Brain Sustain, LichtenbergKolleg und Göttingen International – eines von vier zentralen Elementen im Zukunftskonzept der Georg-August-Universität und beschreitet einen neuen Weg zur Gewinnung hochkarätiger Nachwuchswissenschaftler.
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