Institut für Historische Landesforschung
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Das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB)


Das Niedersächsische Ortsnamenbuch ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Das Ziel des NOB ist es, auf der Grundlage der heutigen Landkreise und kreisfreien Städte flächendeckend sämtliche niedersächsischen Ortsnamen zu erfassen und zu deuten.
In jedem Band werden neben den bestehenden Orten auch die Wüstungen aufgeführt und lokalisiert, die historischen Belegformen aus den Urkunden nach den maßgeblichen Editionen wiedergegeben, Belegzuordnungen kritisch diskutiert, die sprachliche Entwicklung der Ortsnamen dargestellt, bisherige Äußerungen zu den Ortsnamen wiedergegeben und auf der Grundlage all dessen eine eigene Deutung der jeweiligen Ortsnamen entwickelt. Darüber hinaus enthalten die Bände Kapitel zu den in den betreffenden Kreisen vorkommenden Ortsnamengrundwörtern, ausführliche Literaturverzeichnisse, Register und Karten.
Wegen der zu bewältigenden Aufgaben sowohl im historischen als auch im sprachwissenschaftlichen Bereich ist eine Zusammenarbeit beider Forschungs- disziplinen im Namenbuch in einer Forschergruppe angestrebt und realisiert worden. Darüber hinaus ist es wegen der Komplexität vor allem der altertümlichen Orts- namentypen bei vielen der Ortsnamen nicht möglich, sie mit allein germanistischen Kenntnissen zu deuten, so daß hier insbesondere die Kenntnisse der Indogermanistik innerhalb der Mitarbeitergruppe von Bedeutung sind.
Das Niedersächsische Ortsnamenbuch versteht sich nicht nur als Beitrag zur Namen- forschung (Onomastik) in Niedersachsen und über seine Grenzen hinaus, sondern zugleich auch als Hilfsmittel für die Historische Landesforschung, die Siedlungs- forschung, die Wüstungsforschung, die Heimat- und Ortsgeschichte, die Mundart- forschung und die Sprachgeschichte.
Seit 1. Januar 2005 wurde von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ein Langzeitforschungsunternehmen „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im europäischen Raum“ etabliert, das nicht unwesentlich auf die im Rahmen des NOB geleisteten Arbeiten zurückgeht. Sitz der Forschungsstelle ist Münster, wo zunächst das Westfälische Ortsnamenbuch (WOB) nach dem Vorbild des NOB erstellt wird. Durch enge personelle Verbindungen zwischen beiden Ortsnamenbüchern und den im Projektrahmen zu bearbeitenden Raum erfährt das NOB eine gewisse Einbettung in einen größeren Kontext. Gleichwohl wird das NOB – wie bisher – die folgenden Bände auch zukünftig mit jeweils unterschiedlichen Kooperationspartnern und Sponsoren vor Ort realisieren.
Herausgegeben werden die Bände im Auftrag des Instituts für Historische Landesforschung zur Zeit von Prof. Dr. Jürgen Udolph, Sieboldshausen, und Dr. Kirstin Casemir, Göttingen/Münster.






Bisher sind folgenden Bände erschienen:


Band I: Uwe Ohainski und Jürgen Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises und der Stadt Hannover. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 37). Bielefeld 1998. XXIV + 594 Seiten; vergriffen


Band II: Uwe Ohainski und Jürgen Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises Osterode am Harz. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 40). Bielefeld 2000. XVIII + 254 Seiten mit einer Übersichtskarte; Geb. 24,- Euro.


Band III: Kirstin Casemir, Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 43). Bielefeld 2003. 640 Seiten mit einer Übersichtskarte und mehreren Karten im Text; Geb. 34,- Euro.


Band IV: Kirstin Casemir, Uwe Ohainski und Jürgen Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 44). Bielefeld 2003. 536 Seiten mit einer Übersichtskarte; Geb. 34,- Euro.


Band V: Kirstin Casemir, Franziska Menzel und Uwe Ohainski, Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 47). Bielefeld 2005. 528 Seiten mit einer Übersichtskarte und einer Karte im Text; Geb. 34,- Euro.


Bd. VI: Kirstin Casemir und Uwe Ohainski, Die Ortsnamen des Landkreises Holzminden. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 51). Bielefeld 2007. 312 Seiten mit einer Übersichtskarte und einer Karte im Text; Geb. 34,- Euro.


Bd. VII: Kirstin Casemir, Franziska Menzel und Uwe Ohainski, Die Ortsnamen des Landkreises Helmstedt und der Stadt Wolfsburg. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen 53). Bielefeld 2011. 304 Seiten mit einer Übersichtskarte und einer Karte im Text; Geb. 29,00 €.


In Vorbereitung befinden sich: Die Bände zu den Ortsnamen des Landkreises Goslar, der Stadt Braunschweig und des Landkreises Hildesheim.










UniSiegel

Ansprechpartner im Institut:


Uwe Ohainski


eMail: uohains [at] gwdg.de




Für weitere Auskünfte:


Kirstin Casemir
eMail: kirstin.casemir [at] ortsnamen.net