Institut für Historische Landesforschung

Lehre

Sinnvollerweise stellt die Landesgeschichte keinen eigenen Studiengang dar. Sie ist vielmehr in die vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte angebotenen Studiengänge integriert. Im Rahmen des Lehrangebots des Seminars können landesgeschichtliche Themenbereiche studiert und zum Gegenstand der Abschlußprüfung gewählt werden. Insbesondere dient dazu das von Prof. Dr. Arnd Reitemeier und weiteren Mitarbeitern des Instituts angebotene Lehrprogramm.


Es empfiehlt sich, zusätzlich die Eintragungen im UniVZ zu beachten.


  • Sprechstunden im Wintersenester 2017/18


  • Prof. Dr. Arnd Reitemeier

    Mittwochs, 14.30 Uhr
    Donnerstags, 14.00 Uhr

    Am Donnerstag, den 21.12.2017 findet die Sprechstunde bereits um 12.00 Uhr statt.


    Dr. Niels Petersen
    Mittwochs (ab 09.08.), 13.00-15.00 Uhr
    sowie nach Vereinbarung per mail.

    Um Voranmeldung per mail wird gebeten.




  • Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18


  • Das Mittelalter im Überblick

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Donnerstag, 10-12 Uhr
    Raum: PH 20
    Vorlesung (4504497)

    Das Mittelalter ist (zeitlich gesehen) die erste ferne Fremde, in der wesentliche Strukturen geschaffen wurden, die Kultur, Gesellschaft und Politik bis heute prägen. In vielen Schulen wird diese Epoche leider nur sehr verkürzt unterrichtet, obwohl sie weiterhin Bestandteil der Lehrpläne von Mittel- und Oberstufe ist. Die Vorlesung will helfen, einen Überblick über diese Epoche zu gewinnen und möchte diesen (so weit in der Kürze der Zeit möglich) mit aktuellen Fragen der Forschung verknüpfen. Weitgehend chronologisch vorgehend baut jede Sitzung auf ein oder zwei Quellen auf. Studierende erhalten eine ausführliche Literaturliste zum Selbststudium. Die Vorlesung richtet sich an alle Studierenden im Studiengang Bachelor, die diese Vorlesung mit den Pro-, Aufbau- und Vertiefungsseminaren zum Mittelalter kombinieren können. Studierende im Master, besonders im Master of Education, haben die Möglichkeit, ihre Überblickskenntnisse zu vertiefen.



    450 Jahre Braunschweigische Kirchenordnung (Erstellung einer Broschüre)

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Dienstag, 16-18 Uhr (auch Blocktermine)
    Raum: ZESS AP 26
    Projektseminar Praxis (4504529)

    Im Zentrum des Seminars steht die Kirchenordnung von Herzog Julius aus dem Jahr 1568/1569, die gleichsam prototypisch für alle vergleichbaren Ordnungen des späten 16. Jahrhunderts zu sehen ist. Gemeinsam mit den Studierenden wird der Text gelesen und analysiert, was durch weitere Quellen besonders aus dem Landeskirchlichen Archiv ergänzt wird. Die Ergebnisse werden anschließend in Form einer Broschüre umgesetzt, die zur Begleitung des Jubiläums der Braunschweigischen Landeskirche 2018 publiziert wird. Im Sinn der ?public history? erhalten Studierende damit die Möglichkeit, eine im Umfang begrenzte Quelle zu analysieren und unmittelbar für die breite Öffentlichkeit aufzuarbeiten.
    Ein Teil der Sitzungen erfolgt in Form von Blockveranstaltungen im Landeskirchlichen Archiv Wolfenbüttel. Mittel für die Fahrten nach Wolfenbüttel stehen zur Verfügung.



    Stellvertreterherrschaft an der Peripherie. Das Bergamt in Clausthal-Zellerfeld im 17. Jahrhundert

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Donnerstag, 16-18 Uhr (auch Blocktermine)
    Raum: VG 1.102
    Masterseminar (4504561)

    Weite Teile des Harz standen bis weit in die Neuzeit unter der Verwaltung des sog. Bergamts - eine einzigartige Einrichtung, die zum einen für sämtliche Bergwerke und alle verarbeitenden Betriebe verantwortlich war, der zum anderen auch die Rechtsprechung, die Wohlfahrt, der Unterhalt der Infrastruktur und vieles mehr in den diversen Ortschaften des Harz unterstand. Die verschiedenen Behördenleiter kamen regelmäßig zusammen, um über alle relevanten Angelegenheiten zu beraten. Hierüber wurden Protokolle angefertigt, die überliefert sind und eine enorme Bandbreite von Aspekten der Sozial-, Wirtschafts-, Verwaltungsgeschichte etc. enthalten. Die Akten des Bergamts unterstehen bis heute der Nachfolgeeinrichtung, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Sie lagern in einem Archiv in Clausthal und sind rudimentär erschlossen, werden von der Wissenschaft aber nicht genutzt.
    Das Masterseminar wird sich auf einen begrenzten Quellenbestand konzentrieren, um exemplarisch mit den Quellen zu arbeiten. Studierende haben die Möglichkeit, einen in der Wissenschaft nahezu unbekannten Quellenbestand kennenzulernen und zu erarbeiten. In den ersten Sitzungen werden die notwendigen paläographischen Kenntnisse erworben, um anschließend größere Textmengen zu bewältigen. Damit bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Seminar- und Abschlussarbeiten an.
    Ein Teil der Sitzungen erfolgt in Form von Blockveranstaltungen im Bergarchiv Clausthal. Mittel für Fahrten ins Archiv stehen zur Verfügung.



    Schuh, Pferd, Weißbrot, Botenlohn: Rechnungen als Quelle für den Alltag im Mittelalter

    Dr. Niels Petersen
    Dienstag, 14-16 Uhr
    Raum: KWZ 0.606
    Bachelorseminar (4504544)

    Rechnungen gehören zu den bedeutendsten Quellen für den Alltag in der Vormoderne. Als klassische Überreste beinhalten sie alltägliche Einnahmen und Ausgaben vom Nagel bis zum Rathausbau, als serielle Quellen können sie Aufschlüsse über Konjunkturen und Krisen, Preise, Löhne, Währungen und Moden geben. Dabei kommt es auf Aussteller und Kontext an, was in den jeweiligen Rechnungen zu finden ist. Neben Stadtrechnungen treten herrschaftliche Amts-, Zoll- und Burgrechnungen sowie die seltener private Rechnungsüberlieferung, schließlich finden sich in den Archiven eine Unzahl von Kladden, Spesen-, Vor- und Sonderrechnungen und Quittungen, die sog. Zettelwirtschaft. Ziel des Seminars ist es, anhand von einigen Beispielen die Quellengattung Rechnung in ihren typischen Erscheinungsformen und Auswertungsmöglichkeiten kennenzulernen und selbst Rechnungen anhand von bisher unbearbeiteten Originalen und Digitalisaten auszuwerten - auch im Hinblick auf Themen für Bachelorarbeiten.