Institut für Historische Landesforschung

Lehre

Sinnvollerweise stellt die Landesgeschichte keinen eigenen Studiengang dar. Sie ist vielmehr in die vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte angebotenen Studiengänge integriert. Im Rahmen des Lehrangebots des Seminars können landesgeschichtliche Themenbereiche studiert und zum Gegenstand der Abschlußprüfung gewählt werden. Insbesondere dient dazu das von Prof. Dr. Arnd Reitemeier und weiteren Mitarbeitern des Instituts angebotene Lehrprogramm.


Es empfiehlt sich, zusätzlich die Eintragungen im UniVZ zu beachten.


  • Sprechstunden im Sommersemester 2018


  • Prof. Dr. Arnd Reitemeier

    Mittwoch, 14.30 Uhr
    Donnerstag, 12.15 Uhr

    sowie nach Vereinbarung per mail.

    Bitte tragen Sie sich in die Liste am Raum KWZ 1.807 ein.


    Dr. Niels Petersen

    Mittwoch, 13.00-15.00 Uhr

    sowie nach Vereinbarung per mail.

    Um Voranmeldung per mail wird gebeten.




  • Veranstaltungen im Sommersemester 2018


  • Umweltgeschichte Norddeutschlands im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Donnerstag, 10-12 Uhr
    Raum: ZHG 004
    Vorlesung (4505271)

    Seit Jahrtausenden gestaltet der Mensch die Natur (nicht nur) in Norddeutschland zur Umwelt um, doch weiterhin bestimmen (unvorhersehbare) Faktoren wie Klima oder Wetter die Lebensbedingungen. Die Vorlesung versucht nun anhand einer systematischen Gliederung die Veränderungen im Verhältnis zwischen Mensch und Natur, die Umgestaltung der Natur zu Umwelt und Kultur nachzugehen.



    Braunschweig im späten Mittelalter

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Dienstag, 14-16 Uhr
    Raum: KWZ 1.701
    Masterseminar (4505325)

    Braunschweig gehört zu denjenigen Städten in Norddeutschland, die über eine besonders reiche Überlieferung verfügen, sodass zahlreiche Themen anhand gedruckter wie archivalischer Quellen verfolgt werden können. Das Seminar führt zunächst in die Geschichte Braunschweigs im späten Mittelalter ein. Anschließend werden verschiedene Quellenarten und Überlieferungswege betrachtet, bevor dann wiederholt das Stadtarchiv aufgesucht wird, um anhand von Originalen zu arbeiten. Insgesamt verfolgt das Seminar das Ziel, Studierende anhand begrenzter Aufgabenstellungen zur selbstständigen Arbeit mit originalen Quellen zu befähigen.



    Tiere im Mittelalter

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Donnerstag, 14-16 Uhr
    Raum: VG 4.105
    Vertiefungsseminar (4505321)

    Von frühen Zeiten an nutzte der Mensch Tiere, was im Verlauf des Mittelalters einer immer stärkeren Reglementierung unterworfen wurde. Bären wurden zum Schutz der Siedlungen gejagt, während der Mensch weitere Tiere nutzbar zu machen versuchte, um von ihrer Kraft oder von ihren Produkten zu profitieren. Doch diverse Tiere entzogen sich dieser Intention: Mäuse und Ratten profitierten von der Vorratshaltung der Menschen, Wölfe rissen bei Hungernöten Schafe und Ziegen auch in der Nähe menschlicher Siedlungen. Entsprechend will das Seminar der Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Mittelalter nachspüren.



    "Die Heiden sind schlimm, aber ihr Land ist sehr gut!" Die deutsche Ostexpansion im 12. und 13. Jahrhundert

    Dr. Niels Petersen
    Dienstag, 13-16 Uhr
    Raum: KWZ 0.607
    Proseminar mit Übung (4505256)

    Der zitierte Aufruf zum Kreuzzug gegen die Wenden, der 1108 an die ostsächsischen Adligen erging, spricht von Milch und Honig einerseits und gottlosen, brutalen Slaven andererseits. In diesem ideologischen Feld bewegte sich die Expansion westeuropäischer Gruppen in die slawischen Gebiete von der Elbe bis zur Oder und darüber hinaus bis ins Baltikum. Gewalt, Mission und Handelsinteressen fanden sich in einer Gemengelage, die das Gefüge der Region auf Dauer verändern sollte. Im Proseminar werden die verschiedenen Aspekte der Ostsiedlung betrachtet, anhand derer die klassischen Fragen der historischen Mediaevistik thematisiert werden. Dazu werden in der Übung grundwissenschaftliche Techniken vermittelt, u.a. Epochenmerkmale, Chronologie und Diplomatik sowie ein Einstieg in das Bibliographieren und Verfassen wissenschaftlicher Texte gegeben. Die Veranstaltung ist dreistündig mit einer Pause.
    Lektürehinweis zur Orientierung: Wolfgang Stürner, Dreizehntes Jahrhundert 1198-1273 (Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, 10. Auflage, Bd. 6), Stuttgart 2007, S. 20-58 (Kapitel Bäuerliches Leben. Neusiedlung und Landeserschließung im Osten)