Lehre

Sinnvollerweise stellt die Landesgeschichte keinen eigenen Studiengang dar. Sie ist vielmehr in die vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte angebotenen Studiengänge integriert. Im Rahmen des Lehrangebots des Seminars können landesgeschichtliche Themenbereiche studiert und zum Gegenstand der Abschlußprüfung gewählt werden. Insbesondere dient dazu das von Prof. Dr. Arnd Reitemeier und weiteren Mitarbeitern des Instituts angebotene Lehrprogramm.


Es empfiehlt sich, zusätzlich die Eintragungen im UniVZ zu beachten.


  • Sprechstunden im Sommersemester 2019


  • Prof. Dr. Arnd Reitemeier

    Mittwoch, 14.30 Uhr

    Donnerstag, 12.00 Uhr

    sowie nach Vereinbarung per eMail.



    Dr. Niels Petersen

    Nach Vereinbarung per eMail.

    Um Voranmeldung per eMail wird gebeten.


  • Veranstaltungen im Sommersemester 2019


  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Vorlesung (Nr. 1000015)
    Mittwoch 10-12 Uhr
    Raum PH20

    Die Vorlesung will einen Überblick über zentrale Entwicklungen im ökonomischen und sozialen Zusammenleben vom frühen Mittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit geben. Zu den zentralen Themen gehören die soziale Differenzierung und ihre Mechanismen, Landwirtschaft und Agrartechnik, die Entwicklung der Gewerbe, der Dienstleistungen einschließlich dem Bankenwesen, des Handels und Transports, der Sozialpolitik von Kirche, Fürsten und Städten sowie schließlich die Entwicklung des Konsums. Die Vorlesung richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die bereits über einen gewissen Überblick über die Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit verfügen, denn im Rahmen der Vorlesung wird nicht auf bspw. die politischen, territorialen und kirchlichen Veränderungen eingegangen.




    Norddeutsche Klöster im Mittelalter

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier
    Masterseminar (Nr. 4506389)
    Donnerstag 10-12 Uhr
    Raum KWZ 2.738

    Klöstern kam im Mittelalter eine kaum zu überschätzende Funktion zu, denn sie gehörten zu den größten Landbesitzern, sie waren Stätten des Adels und der Bildung und sie waren Zentralorte der Memoria. Zugleich wurde die Entwicklung der Klöster von fortlaufenden Reformbemühungen geprägt, die zu großer Vielfalt bei den Orden und Lebensformen führten.
    Im Rahmen des Seminars will den verschiedenen Entwicklungen und Elementen anhand der sehr guten Quellenlage bis einschließlich dem 16. Jahrhundert nachgehen, bevor viele Konvente dann verlassen oder geschlossen wurden. In die Lehrveranstaltung fließen die zahlreichen Forschungsmöglichkeiten ein, so dass sich das Seminar gut für die Erarbeitung von Themen für eine Masterarbeit eignet. Das Seminar soll von zwei eintägigen Exkursionen u.a. in noch heute existierende Konvente und ihre Archive und Bibliothek begleitet werden.




    Braunschweig - vom späten Mittelalter zur Frühen Neuzeit

    Prof. Dr. Arnd Reitemeier / Malte de Vries M.Ed.
    Vertiefungsseminar (Nr. 4506373)
    Dienstag 16-18 Uhr
    Raum KWZ 1.701

    Kaum ein Bereich aus dem Spätmittelalter und dem 16. Jahrhundert ist uns so umfassend überliefert wie das Leben in den Städten. Anhand des dichten Quellenmaterials lässt sich ein lebendiges Bild des städtischen Alltags an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit zeichnen. Als beispielhaftes Untersuchungsobjekt bietet sich dabei für den nordwestdeutschen Raum insbesondere die ehemalige Hansestadt Braunschweig an. Mit ihren 16-18.000 Einwohnern war sie um 1500 die größte Stadt im heutigen Niedersachsen und liefert folglich - auch aufgrund geringer Bestandsverluste - eine besonders reiche Quellenüberlieferung. Das Seminar möchte daher mit den Studierenden das Leben im städtischen Braunschweig des 15./16. Jahrhunderts mittels Quellen und Literatur näher untersuchen. Dabei sollen die verschiedenen Facetten der spätmittelalterlichen Stadt anhand unterschiedlicher Perspektiven analysiert werden: Politik-, Verfassungsund Militärgeschichte werden dabei ebenso Berücksichtigung finden, wie Kirchen- und Sozialgeschichte. Im Zuge des Seminars wird mehrfach das Stadtarchiv Braunschweig besucht.
    Das Seminar eignet sich in besonderer Weise für Studierende, die eine Bachelorarbeit anhand von ausgewählten Originalquellen verfassen möchten.




    Quasi autonom! Städtische Diplomatie im Spätmittelalter

    Dr. Niels Petersen
    Aufbauseminar (Nr. 4506354)
    Dienstag 14-16 Uhr
    Raum KWZ 0.606

    In der Frühphase der Urbanisierung ab dem 12. Jahrhundert wurden städtische Siedlungen im Reich durch die Herrschaftsträger oft gefördert oder auf deren Initiative hin gegründet und mit Marktprivilegien ausgestattet. Die wachsende finanzielle Stärke der städtischen Eliten ermöglichte den Stadträten seit dem späten 14. Jahrhundert oft eine weitgehende Autonomie vom Eingriff der Stadtherren. Räte der größeren Städte, unabhängig von ihrem Status als Reichs- oder Landstadt, entwickelten ein differenziertes Instrumentarium interurbaner Interessenwahrung. Dazu gehörte auch die Organisation in Städtebünden oder der Hanse. Im Seminar werden Ratshandeln und konkreter Ablauf städtischer Kommunikation und Diplomatie anhand von Briefen, Rechnungen, Rezessen und Urkunden betrachtet.
    Eine zum Seminar passende Exkursion (Veranstaltungs-Nr. 4506659) nach Lübeck zu einem Hansetag-Planspiel wird vom 06.-08. Mai 2019 angeboten.