Themen für Bachelorarbeiten (Stand: 15. Mai 2012)
A. Experimentelle Arbeiten:
- 1. Untersuchungen zur Keimung und zum Feldaufgang von Szarvasi-Gras.
– Szarvasi-Gras ist eine in Deutschland neue Grasart für Biogasfruchtfolgen. Trockenmasse- und Methanerträge dieser auch Riesenweizengras (Thinopyrum ponticum) genannten Art sind außerordentlich hoch. Überhaupt scheint dieses Gras sehr viele Vorteile in sich zu vereinen. Der Schwachpunkt ist die Etablierung der Szavasi-Bestände: Keimung und Feldaufgang sind kritisch zu bewerten. Hierzu sollen Untersuchungen durchgeführt werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber, evtl. in Zusammenarbeit mit der Firma Deutsche Saatveredelung AG, Lippstadt (DSV).
- 2. Identifizierung von Wurzeln im Gemenge.
– Gefäßversuch: Die Unterscheidung der Wurzeln erfolgt mit Hilfe des spektroskopischen FTIR-ATR-Verfahrens. Es sollen verschiedene, in der Praxis relevante Gemengepartner untersucht werden, z.B. Landsberger Gemenge, Ackerbohne-Hafer, Wick-Roggen, Erbsen-Triticale, Ackerbohne-Weizen. Betreuung durch Dr. Catharina Meinen. Beginn ab sofort möglich.
B. Literaturarbeiten:
- 1. Die generative Vermehrung der Acker-Kratzdistel [Cirsium arvense (L.) Scop.].
Bekanntlich bildet die Acker-Kratzdistel unterirdische Wurzelausläufer (vegetative Vermehrung), aus denen immer wieder neue Distelsprosse auflaufen können. Deshalb zählt die Acker-Kratzdistel zu den perennen Unkräutern. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch die generative Vermehrung der Acker-Kratzdistel (Samenbildung) für die Verbreitung, insbesondere für die Neubesiedelung von Ackerflächen, eine sehr wichtige Rolle spielt. Die Blütenbiologie der Acker-Kratzdistel ist allerdings nicht ganz einfach. Die Bedeutung der generativen Vermehrung der Acker-Kratzdistel im Vergleich zu ihrer vegetativen Vermehrung, soll hier herausgearbeitet werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber.
- 2. Einfluss steigender CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre auf das Spross-Wurzel-Verhältnis bei Feldfrüchten.
Das Thema ist nicht ganz einfach und es gibt verschiedene, auch widersprüchliche Aussagen. Sichtung der internationalen Literatur zum Thema und abschließende Bewertung. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber.
Themen für Masterarbeiten (Stand: 15. Mai 2012)
A. Experimentelle Masterarbeiten:
- 1. Untersuchungen zur Keimung und zum Feldaufgang von Szarvasi-Gras.
– Szarvasi-Gras ist eine in Deutschland neue Grasart für Biogasfruchtfolgen. Trockenmasse- und Methanerträge dieser auch Riesenweizengras (Thinopyrum ponticum) genannten Art sind außerordentlich hoch. Überhaupt scheint dieses Gras sehr viele Vorteile in sich zu vereinen. Der Schwachpunkt ist die Etablierung der Szavasi-Bestände: Keimung und Feldaufgang sind kritisch zu bewerten. Hierzu sollen Untersuchungen durchgeführt werden. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber, evtl. in Zusammenarbeit mit der Firma Deutsche Saatveredelung AG, Lippstadt (DSV).
- 2. Wachstum, Entwicklung und Ertragsbildung von Hybridgerste nach Ackerbohnen und Weizen.
Die Vorfrüchte (Ackerbohnen und Weizen) wurden unterschiedlich mit Schwefel und Bor gedüngt. Konventioneller Landbau. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber. Ab Sommer 2012.
- 3. Nutzung von Kleegras durch Legehennen im Bereich eines Mobilstalles.
Kooperation mit der Abteilung Graslandwissenschaft (Prof. Isselstein und Frau Laura Breitsameter). Diese Arbeit soll bei einem Landwirt in Moringen unter Praxisbedingungen laufen. Betreuung durch Prof. Rolf Rauber und Prof. Johannes Isselstein/Frau Breitsameter. Beginn jederzeit möglich. Ökologischer Landbau.
B. Literaturarbeiten:
- 1. Methoden zur Unterscheidung von Wurzeln in Mischbeständen.
Unter „Mischbeständen“ werden hier Bestände verstanden, die aus Kulturpflanze/Unkraut oder aus verschiedenen Kulturpflanzen, z.B. in Futtergemengen („Landsberger Gemenge“), oder aus Deckfrucht und Untersaat, bestehen. Solche Gemenge werden auch für den Anbau zur Methangewinnung zunehmend interessant. Die internationale Literatur zum Thema soll gesichtet und bewertet werden. Betreuung durch Dr. Catharina Meinen.
- 2. „Strip till“ – Boden nur streifenweise bearbeiten.
Im Rahmen dieser Masterarbeit soll ausgelotet werden, welche Ziele durch streifenweise Bodenbearbeitung, „Strip-till“, erreicht werden und wo es eventuell Begrenzungen gibt. Die nationale und internationale Literatur dazu soll gesichtet werden. Diese Arbeit soll ferner in Kooperation laufen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) in Bernburg (Saale), wo bereits aktuelle Erfahrungen mit Strip-till vorliegen. Es ist somit geplant, den Bogen der Masterarbeit weiter zu spannen als dies für eine reine Literaturarbeit üblich ist. Betreuung der Masterarbeit durch Prof. Rauber und gegebenenfalls eine Mitarbeiterin / einen Mitarbeiter der LLFG Bernburg.
Wenn Interesse an einem Thema besteht, bitte rechtzeitig Kontakt aufnehmen um Näheres zu besprechen, evtl. Akzente im Thema zu verschieben usw.
Sie können eigene Vorschläge einbringen soweit die Thematik in den Arbeitsbereich Pflanzenbau passt.
Rolf Rauber