Department für Volkswirtschaftslehre

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Prof. Stephan Klasen erhält Ehrendoktorwürde der spanischen Universität "Jaume I"

Klasen Ehrendoktor



Prof. Stephan Klasen, Ph.D. ist am 19. April 2018 die Ehrendoktorwürde der spanischen Universität „Jaume I“ in Castellón bei Valencia für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Entwicklungsökonomik in einer feierlichen Zeremonie verliehen worden. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Celestino Suárez-Burguet vom Institut für Internationale Ökonomik der Universität Jaume I. Er hob vor allem Prof. Klasens wissenschaftliche Beiträge zu Armut, Ungleichheit sowie insbesondere geschlechtsspezifischer Ungleichheit in Entwicklungsländern hervor. Darüber hinaus würdigte er Klasens Leistungen bei der Stärkung der entwicklungsökonomischen Forschung in Deutschland und seine Rolle als Mentor und Betreuer für über 50 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Klasens anschließender Vortrag stand unter dem Titel „Von #MeToo bis Boko Haram: Kommentare zum Stand von geschlechtsspezifischer Ungleichheit in der Welt“. Während der Zeremonie wurde darüber hinaus auch Prof. Alan Kirman, Ph.D., emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität Aix-Marseille III sowie der „École des Hautes Études en Sciences Sociales“, die Ehrendoktorwürde verliehen.

Professor Klasen ist seit 2003 Inhaber des Lehrstuhls für Entwicklungsökonomik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Fragen von Armut, Ungleichheit, Umwelt, und Gender in Entwicklungsländern. Er ist Mitglied des UN-Ausschusses für Entwicklungspolitik, Präsident des European Development Research Networks und war Mitglied im Weltklimarat für den 5. Sachstandsbericht.



Austausch zwischen Göttingen und Kolumbien - Entwicklung eines Schwerpunkts in nachhaltiger landwirtschaftlicher Entwicklung an der Universität EAFIT mit Göttinger Unterstützung

Entwicklungsökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen arbeiten zukünftig eng mit Volkswirten der kolumbianischen Universität EAFIT in Medellín zusammen. Gemeinsam wollen Sie einen neuen Schwerpunkt im Bereich nachhaltiger landwirtschaftlicher Entwicklung im Rahmen des Masterstudiengangs "Applied Economics" (Angewandte Volkswirtschaftslehre) an der kolumbianischen Universität aufbauen. Das Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert. Eingeworben hat die Fördermittel Prof. Marcela Ibañez Diaz, Ph.D., Professorin für Development Economics (Entwicklungsökonomik) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Die Universität EAFIT ist eine Partneruniversität der Fakultät.

"Im Verlauf der nächsten vier Jahre werden wir im Rahmen des Projektes ein konkretes Lehrprogramm mit entsprechenden Lehrveranstaltungen für den neuen Schwerpunktbereich entwickeln und uns dabei an den Strukturen der Göttinger Masterstudiengänge orientieren", sagt Prof. Ibañez Diaz. Zudem soll der Wissenstransfer zwischen Göttingen und Kolumbien durch den Austausch von Studierenden und Lehrenden vertieft werden. Einmal im Jahr wird beispielsweise ein gemeinsamer wissenschaftlicher Workshop organisiert. Schließlich sollen in Kolumbien Partnerschaften mit lokalen Unternehmen der Agrarindustrie geschlossen werden, um den Studierenden Einblicke in die Praxis zu ermöglichen bzw. Möglichkeiten für die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte zu schaffen.

Der Landwirtschaftssektor spielt in Kolumbien eine wichtige Rolle. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Bevölkerungswachstums und des Klimawandels steht der Landwirtschaftssektor vor großen Herausforderungen. Die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und Landnutzung ist ein wichtiges Ziel, um letztendlich Gefahren wie Armut und Hunger der (Land)Bevölkerung entgegen zu wirken. "Insbesondere im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft werden aber bislang noch zu wenige Fachkräfte in Kolumbien ausgebildet. Dem möchten wir mit der Etablierung des neuen Schwerpunktbereichs an der Universität EAFIT entgegen wirken", erklärt Ibañez Diaz.



Kontakt:
Prof. Marcela Ibañez Diaz, Ph.D.
Professur für Development Economics
marcela.ibanez@zentr.uni-goettingen.de



Göttinger Workshop "Internationale Wirtschaftsbeziehungen"

Workshop internationale Wirtschaftsbeziehungen

Volkswirte diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse

In turbulenten wirtschaftlichen Zeiten fand an der Universität Göttingen zum 20. Mal der Göttinger Workshop „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ statt. Rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern beschäftigten sich unter anderem mit den Abhängigkeiten internationaler Finanzmärkte, den Strategien multinationaler Unternehmen sowie Problemen der europäischen Integration und des weltweiten Abbaus von Protektionismus. Weitere Themen waren die Auswirkungen internationaler Handelsströme, die Abhängigkeiten nationaler Arbeitsmärkte und die Möglichkeiten der nationalen Geldpolitik. Der Workshop fand vom 21. bis 23. Februar im Oeconomicum am Platz der Göttinger Sieben 3 statt.

Organisator der Tagung ist die Professur für Internationale und Monetäre Ökonomik der Universität Göttingen in Kooperation mit dem Seminar für Außenwirtschaftstheorie und politik der LMU München und dem Centrum für Europa-, Governance- und Entwicklungsforschung Göttingen (cege). Der Workshop versteht sich als Plattform zur Förderung der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit und richtet sich auch an den hochkarätigen wissenschaftlichen Nachwuchs. „Die Veranstaltung bietet eine im deutschsprachigen Raum wohl einmalige Möglichkeit, die eigenen Forschungsergebnisse mit einer so großen Zahl von Wissenschaftlern aus dem eigenen Fachgebiet von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren und Kooperationen auszuloten“, betonen die Tagungsleiter Prof. Dr. Gerhard Rübel (Göttingen) und Prof. Dr. Carsten Eckel (München).


Der 20. Workshop 2018 fand vom 21. bis 23. Februar statt. Weitere Informationen sowie ein Programm finden Sie hier