Department für Volkswirtschaftslehre

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Handelsblatt-Ranking: Holger Strulik forschungsstärkster Ökonom im deutschsprachigen Raum - Göttinger VWL insgesamt auf Platz 6

Prof. Dr. Holger Strulik, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Inhaber der Professur für Makroökonomik und Entwicklungsökonomik, ist gemäß des aktuellen Handelsblatt-Rankings der forschungsstärkste Ökonom im deutschsprachigen Raum. Auf den Plätzen 35 und 44 folgen Prof. Dr. Helmut Herwartz (Professur für Ökonometrie) und Prof. Stephan Klasen, Ph.D. (Professur für Entwicklungsökonomik). Untersucht wurde die aktuelle Forschungsleistung, d.h. in erster Linie die wissenschaftlichen Publikationen in renommierten Fachzeitschriften, innerhalb der letzten fünf Jahre. Das Ranking umfasst 100 Personen.

Im Ranking der Gesamtforschungsleistung („Lebenswerk“) belegen die Göttinger Forscher die folgenden Plätze:

Platz 14: Holger Strulik
Platz 94: Stephan Klasen
Platz 106: Helmut Herwartz

Insgesamt werden 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Lebenswerk-Ranking aufgeführt.
Mehr Informationen zu den einzelnen Ranglisten finden Sie hier.

Im Ranking der forschungsstärksten VWL-Fakultäten belegt Göttingen Platz 6 und verbessert sich damit im Vergleich zur letzten Untersuchung in 2015 um drei Plätze. Diese Rangliste wird basierend auf den Veröffentlichungen der jeweiligen einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellt. 2017 werden insgesamt 100 Einrichtungen aufgeführt.

Zur Methodik:
Alle zwei Jahre erstellt die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Handelsblatt" Ranglisten forschungsstarker Volkswirtinnen und Volkswirte. Untersucht und ausgewertet werden dafür die Publikationen von mehr als 3.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die im deutschsprachigen Raum forschen oder aus diesem Gebiet stammen und im Ausland arbeiten. Die Konjunkturforschungsstelle berücksichtigt insgesamt mehr als 2.200 internationale Fachzeitschriften (sog. Journals), darunter sämtliche Publikationen, die in der "Econlit"-Datenbank der "American Economic Association" enthalten sind.

Zusätzlich wird die Qualität der Journals bewertet. Dem Renommee der jeweiligen Fachzeitschrift entsprechend werden die Publikationen unterschiedlich gewichtet, mit Punktwerten versehen und die Punkte anschließend addiert. Ausführliche Informationen zur Methodik des Rankings finden Sie hier.


Chinesische Delegation besucht Fakultät - Austausch über Forschung und Lehre insbesondere in der Entwicklungsökonomik

Chinesische Doktorandinnen und Doktoranden der Wirtschaftswissenschaften, insb. der Volkswirtschaftslehre, haben am 29. August 2017 die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät besucht, um sich über ihr Forschungs- und Lehrprogramm - mit Schwerpunkt auf Entwicklungsökonomik - zu informieren.

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nehmen an einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung in Peking organisierten einwöchigen Rundreise zu verschiedenen renommierten deutschen Universitäten teil. Die Rundreise schließt sich an die 6. Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften an, die vom 22.-26. August 2017 am Bodensee stattfand und den wissenschaftlichen Nachwuchs mit ehemaligen und aktuellen Nobelpreisträgern zusammenführte. Neben Göttingen besucht die Gruppe Universitäten und Forschungsinstitute in Mannheim, Kiel und Berlin.

Nach einer allgemeinen Vorstellung der Fakultät durch den Dekan Prof. Dr. Lutz M. Kolbe informierten sich die fünfzehn Doktorandinnen und Doktoranden über die Forschung und Lehre insbesondere im Bereich Entwicklungsökonomik. Neben Prof. Dr. Krisztina Kis-Katos (Professur für Internationale Wirtschaftspolitik), Prof. Dr. Stephan Klasen, Ph.D. (Professur für Entwicklungsökonomik) und Prof. Dr. Sebastian Vollmer (Professur für Entwicklungsökonomie/ Centre for Modern Indian Studies (CeMIS)) berichteten aber auch Prof. Dr. Dr. Fabian J. Froese (Professur für Personalmanagement mit dem Schwerpunkt China/ Asien) sowie Prof. Xiaohua Yu, PhD aus der Fakultät für Agrarwissenschaften (Professur für Agricultural Economics in Developing and Transition Countries (Agrarökonomie in Entwicklungs- und Schwellenländern)) über die Forschung an ihren Lehrstühlen. Das Treffen bot ausreichend Gelegenheit zu einer ersten Kontaktaufnahmen und zum gegenseiten Austausch. Das Nachmittagsprogramm, wie etwas eine Stadtführung, wurde von Dr. Frank Stiller, Direktor der Auslandsrepräsentanz der Georg-August-Universität Göttingen in Nanjing/China, organisiert.

Chinesische Delegation
Fünfzehn Doktorandinnen und Doktoranden aus China informierten sich über Forschung und Lehre an der Fakultät.
Hintere Reihe v.l.: Feicheng Wang, Raoul Wagner (DFG), Fabian Froese, Krisztina Kis-Katos, Sebastian Vollmer, Mohan Pyari Maharjan, Lena Kemper, Frank Stiller, Xiaohua Yu.
Vorne Mitte: Lutz Kolbe


Das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) gemeinsam gegründete Wissenschaftsförderorganisation mit Sitz in Peking.

Die NSFC ist eine Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in den Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften sowie den Management Sciences. Sie unterhält seit ihrer Gründung im Jahr 1986 eine intensive partnerschaftliche Beziehung zu der DFG. Das CDZ hat die Aufgabe, die bilaterale wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der natur-, lebens- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenforschung zu befördern. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den künftigen Trägern der bilateralen Beziehungen. Dafür verfügt das CDZ über verschiedene Förderinstrumente.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Rundreise sind mittels eines kompetitiven Auswahlverfahrens ausgewählt worden. Sie arbeiten an den forschungsstärksten Institutionen in China, wie z.B. der Peking University, Fudan University, einer Partneruniversität der Fakultät, sowie der Zhejiang University. Neben exzellenten Forschungsleistungen bildete eine internationale Ausrichtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl.


Ergebnisse in Spitzen- und Mittelgruppe beim aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät schneidet beim aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) von 2017 sehr gut ab und liegt mit den bewerteten Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik in der Spitzen- und Mittelgruppe.

Insbesondere die Studierenden sind mit ihrer Studiensituation insgesamt sehr zufrieden und beurteilen in der Studierendenbefragung die Fakultät überdurchschnittlich gut. Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) schafft es beispielsweise im Falle der Kriterien "Studiensituation insgesamt", "Studierbarkeit", "Unterstützung am Studienanfang" sowie "Berufsbezug" und "Wissenschaftsbezug" in die Spitzengruppe.

Die Kriterien "Lehrangebot" und "Unterstützung am Studienanfang" sowie "Unterstützung für Auslandsstudium" werden von den Studierenden der Volkswirtschaftslehre (VWL) beispielsweise ebenfalls in die Spitzengruppe gewählt. Darüber hinaus rangiert die VWL im Bereich "Internationale Ausrichtung Master" sowie bei den Forschungsindikatoren ganz vorne, d.h. zum Beispiel bei den wissenschaftlichen Veröffentlichungen pro Jahr und den Forschungsgeldern pro Wissenschaftler.

Die Wirtschaftsinformatik liegt etwa bei den Kriterien "Betreuung durch Lehrende", "Lehrangebot", "Unterstützung am Studienanfang" sowie "Berufsbezug" und "Veröffentlichungen pro Professor" an der Spitze.

Ins CHE Hochschulranking fließen sowohl Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung als auch Ergebnisse aus Befragungen von Studierenden sowie Professorinnen und Professoren der jeweiligen Hochschule ein. Es gibt keine endgültige Rangliste der teilnehmenden Hochschulen, sondern das CHE ordnet die Universitäten und Fachhochschulen nach selbstgebildeten "Indikatoren" in drei Gruppen (Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe) ein.

Das Ranking ist laut CHE das umfassendste und detaillierteste Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen. Jedes Jahr wird ein Drittel der insgesamt im Ranking vertretenen 37 Fächer neu bewertet: www.ranking.zeit.de.