DFG-Graduiertenkolleg 1703 "Ressourceneffizienz in Unternehmensnetzwerken"
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Studienprogramm


Das vorgeschlagene Forschungsprogramm wird durch ein maßgeschneidertes Qualifizierungsprogramm flankiert, um die Doktoranden auf den internationalen Arbeitsmarkt für Wissenschaftler vorzubereiten. Das Programm wird federführend durch den Vorstand des Graduiertenkollegs koordiniert und mit den Qualitätsstandards der GGG (Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften) abgestimmt. Das Graduiertenkolleg bietet ein attraktives Studienprogramm an, in dem sowohl die das Graduiertenkolleg tragenden Wissenschaftler als auch international etablierte Experten eingebunden sind. Schwerpunkte sind die Förderung von Methodenkompetenz, die Vermittlung interdisziplinären Wissens und der Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Durch verschiedene Kooperationsformen wird eine Grundlage geschaffen, die sicherstellt, dass die Doktoranden sowohl vertiefende Kenntnisse in ihrem eigenem Forschungsgebiet erwerben, als auch ein breites Verständnis der Forschungsmethoden der anderen beteiligten Disziplinen, die ebenfalls Fragestellungen der Ressourceneffizienz erforschen. Darüber hinaus sind die Doktoranden in die Teams der betreuenden Professuren eingebunden. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Fachkompetenz im Bereich der betrieblichen Steuerung nachwachsender Rohstoffe bereitet der interdisziplinäre Rahmen des Graduiertenkollegs die Doktoranden auf die Komplexität des Arbeitsmarktes in Wissenschaft und Industrie vor. Mögliche Tätigkeitsbereiche finden sich neben Universitäten im In- und Ausland in der öffentlichen Verwaltung und in Nichtregierungsorganisationen, in der Politik, in Verbänden und in vor- und nachgelagerten Bereichen der Land- und Forstwirtschaft. Ebenso wertvoll sind die erworbenen Kenntnisse für zukünftige Entscheidungsträger in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Ziel des Studienprogramms ist die systematische forschungsorientierte Qualifizierung der Doktoranden im Themengebiet der effizienten Nutzung erneuerbarer Ressourcen in allen Teilbereichen und -aspekten von Unternehmensnetzwerken. Insbesondere sollen qualitativ hochwertige Promotionen ermöglicht werden, die innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden, international vernetzt sind und wissenschaftlich herausragende Ergebnisse erzielen. Das Studienprogramm ist für eine Betreuungsdauer von drei Jahren konzipiert. Besonders qualifizierten Kandidaten wird die Promotion bereits nach zwei Jahren ermöglicht. Daher ist das Studienprogramm so ausgelegt, dass bereits innerhalb von vier Semestern die wesentlichen Inhalte vermittelt werden und die letzten beiden Semester zum Abrunden der Ergebnisse sowie zur persönlichen Weiterentwicklung, etwa durch Auslandsaufenthalte, vorgesehen sind. Ferner ist Flexibilität einzuplanen, falls durch Kinderbetreuungszeiten individuelle Verschiebungen im Studienprogramm notwendig sind.

Das Studienprogramm beinhaltet eine breite Auswahl an Vorlesungen, Seminare und Kolloquien. Es umfasst 28 Kreditpunkte (KP) (davon 12 Kreditpunkte in Pflichtveranstaltungen und 16 Kreditpunkte als Wahlbereich), entsprechend dem „European Credit Transfer and Accumulation System“ (ECTS). Damit werden die Anforderungen der derzeit im Entwurf vorliegenden Rahmenpromotionsordnung der GGG erfüllt. Alle Doktoranden belegen Kurse aus den sechs Modulen, die in Tabelle 1 aufgeführt sind und nachfolgend näher beschrieben werden.

Entsprechend der Vernetzung zwischen den Themen werden bereits im ersten Semester Promotionstandems oder Dreierteams gebildet, die sich gegenseitig über ihre Forschungsfortschritte informieren und deren Promotionsthemen in engem inhaltlichem Zusammenhang stehen. Die Personen sollen sich in ihrer fachlichen Vorbildung ergänzen. Durch den wissenschaftlichen Austausch mit den Mit-Doktoranden wird die Identifikation mit dem eigenen Themenfeld gestärkt.

Modul 1: Wissenschaftliche Kompetenzen
Alle Beteiligten erhalten im Rahmen der Einführungsveranstaltung, bei der die Themen und die Struktur des Graduiertenkollegs vorgestellt werden, die Gelegenheit, sich fachlich und persönlich kennenzulernen. Die Doktoranden knüpfen Kontakte zu den Dozenten und können so ihr Betreuungsgremium kennenlernen. Bereits bei dieser Gelegenheit werden sie durch eine Präsentation des DFG-Ombudsmanns mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis vertraut gemacht. Ferner besuchen sie eine Ringvorlesung, bei der sowohl Gastdozenten als auch die Antragsteller spezifische Forschungsschwerpunkte vorstellen.
Im zweiten Semester findet ein Grundlagenseminar mit allen am Graduiertenkolleg Beteiligten statt. Um die Zusammenarbeit und die Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Kommunikation komplexer Sachverhalte zu stärken, soll die Einführung in die Fragestellungen der Promotionstandems vom jeweiligen Promotionstandempartner präsentiert werden. Die fachspezifischen Forschungsfragen werden durch den Promovierenden selbst vorgestellt. Die Aktivitäten und Veranstaltungen im Modul 1 stellen sicher, dass die Doktoranden einen guten Start sowie eine intensive Betreuung in dieser ersten Qualifizierungsphase erhalten.

Modul 2: Reflexion und Optimierung der Forschung
Einmal jährlich findet ein mehrtägiger externer Doktorandenworkshop statt, der von sozialen Aktivitäten zum gegenseitigen Kennenlernen begleitet wird. Im Vorfeld werden die Forschungsresultate in interdisziplinären Arbeitsgruppen besprochen. Während des Seminars präsentiert jeder Doktorand seinen Arbeitsstand und erhält durch konstruktive Empfehlungen und Diskussionen Anregungen für die weitere Forschung. Zusätzlich findet monatlich ein Doktorandenkolloquium statt, bei dem Gastwissenschaftler aktuelle Themen aus ihrer Forschung präsentieren und diskutieren.

Modul 3: Forschung international vernetzen
In den ersten Semestern ist die Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen oder Summer Schools geplant, beispielsweise der Essex Summer School in Social Science Data Analysis, dem Doctoral Colloquium der EMAC (European Marketing Academy), der Gordon Conference der ISIE (International Society of Industrial Ecology), dem Advanced Course on the Foundations of Computer Science (ADFOCS) oder dem Euro Summer Institute (ESI). So können die Doktoranden wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise ihrer „Scientific Communities“ gewinnen. Die Module 2 und 3 dienen auch der Leistungskontrolle, weil sich der wissenschaftliche Fortschritt auch in einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit prüfen lässt, und stellen einen direkten Beitrag zur Qualitätssicherung dar. Alle drei Jahre wird in Göttingen eine internationale Konferenz zum Thema „Resource effiziency in corporate networks“ ausgerichtet, bei deren Organisation die Doktoranden mitwirken und so Verantwortung im Graduiertenkolleg übernehmen und ihre Fertigkeiten im Projektmanagement verbessern. Die internationale Sichtbarkeit der erzielten Ergebnisse wird durch die Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Workshops sowie Konferenzen und Publikationen in englischsprachigen wissenschaftlichen Zeitschriften gefördert.

Modul 4: Fachliche Vertiefung
Unterstützt durch das Betreuungsgremium wählt jeder Doktorand zwei bis drei Kurse aus, die dem Schließen der Lücken zwischen eigener Vorbildung und dem grundlegenden methodischen Anspruch des Themas dienen. Tabelle 2 listet ausgewählte Lehrveranstaltungen aus den grundständigen Studiengängen auf, in denen das Methodenwissen in den jeweiligen wissenschaftlichen Disziplinen vermittelt wird, mit denen die Doktoranden aufgrund ihres eigenen Studiums erst wenig vertraut sind. Der Workload für die Doktoranden ist geringer als der für Masterstudierende, weil die Doktoranden nur einzelne Vorlesungssequenzen, aber z.B. keine Übungsstunden, besuchen. Ferner wird der Prüfungsumfang entsprechend angepasst. In der Regel finden mündliche Prüfungen ohne Notenvergabe statt. Die Auswahl und Anrechenbarkeit der Kurse in KP wird mit dem Betreuungsgremium abgestimmt und in der Promotionsvereinbarung verbindlich festgehalten. Das Betreuungsgremium und der Vorstand des Graduiertenkollegs achten auf gleichmäßige Arbeitsauslastung der Doktoranden.

Modul 5: Erwerb interdisziplinären Expertenwissens
Zusätzlich bieten die Antragssteller speziell für die Doktorandenausbildung vier neu konzipierte Kurse an, die ebenfalls in Tabelle 1 dargestellt sind. Jeder Doktorand wählt drei Kurse aus, die in der Promotionsvereinbarung festgehalten werden.

Modul 6: Vertiefung von Methodenkompetenzen
Modul 6 dient der Vertiefung der Schlüsselqualifikationen der Doktoranden für ihren weiteren Karriereweg. Zahlreiche Kurse werden von der GGG, dem ZESS (Zentrale Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen) und der Hochschuldidaktik der Universität Göttingen angeboten. Der kollegspezifische Kurs „Projektmanagement“ unterstützt die Doktoranden bei der Auswahl geeigneter Instrumente sowohl zur Organisation des Promotionsprozesses als auch zur Planung von Fallstudien. Weiterhin wird speziell für das Graduiertenkolleg ein Konfliktmanagementworkshop angeboten, in dem ein lösungsorientierter Umgang mit schwierigen Situationen erlernt wird, die bei eng vernetzter Arbeit auftreten können. Den Doktoranden wird die Möglichkeit geboten, Schlüsselqualifikationen durch Übernahme von Aufgaben in der Lehre, etwa der Betreuung von Abschlussarbeiten oder Masterseminaren, zu erwerben. Dadurch werden Forschungsergebnisse unmittelbar in die Lehre eingebracht. In Absprache mit dem Betreuungsgremium kann die über den Besuch der Kurse in Modul 6 zu erwerbende Anzahl Kreditpunkte durch die Übernahme von Lehraufgaben reduziert werden.






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Sprecherin
Prof. Dr. Jutta Geldermann

Vize-Sprecher
Prof. Dr. Matthias Schumann

Koordinatorin
Dipl.-Wi.-Ing. Susanne Wiedenmann
Platz der Göttinger Sieben 3
Oeconomicum 2.158
37073 Göttingen

Tel. +49 (0)551/39-8415
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