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Press release: Impulse in den Geistes- und Sozialwissenschaften

No. 6 - 11.01.2019

Universität Göttingen mit vier Projekten im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ erfolgreich


(pug) Die Universität Göttingen ist mit vier Projekten im Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ erfolgreich. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert die Projekte maximal 15 Monate lang mit jeweils bis zu 100.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Mit dem Programm Zukunftsdiskurse möchte das Land Niedersachsen den gesellschaftspolitischen Diskurs in den Geistes- und Sozialwissenschaften fördern. Forscherinnen und Forscher waren aufgefordert worden, Konzepte zur Aufbereitung ihrer Forschungsergebnisse vorzulegen, die anschließend in öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden sollen. Die Projekte sollten aktuelle und zukunftsorientierte Themen behandeln. Insgesamt wurden in dieser Runde zwölf Projekte bewilligt.

 

Folgende Projekte der Universität Göttingen werden gefördert:

 

„www.handwerksstolz.de: Lebenszufriedenheit, Identität und Zukunftsperspektiven im Handwerk – ein inter- und transdisziplinäres Experiment“: Auf der Grundlage einer Umfrage zur Arbeits- und Lebenszufriedenheit im Handwerk in Deutschland wollen Wirtschaftswissenschaftler und Kulturanthropologen die Selbsteinschätzungen von Handwerkerinnen und Handwerkern in die Öffentlichkeit tragen und dadurch einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit dieses bedeutenden Wirtschaftsbereichs leisten. Verantwortlich: Dr. Ann-Kathrin Blankenberg, Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung, und Dr. Dorothee Hemme, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie

 

„Diversität, Teilhabe und Zusammenhalt in der Kommune: Wissenschaft und Praxis im Austausch für eine Zukunft in Vielfalt“: Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie Teilhabe und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft konkret vor Ort in den Kommunen gestaltet werden können. Die Frage soll in engem Austausch zwischen Wissenschaft, kommunaler Praxis und einer breiteren Öffentlichkeit bearbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Diversitätspolitiken in niedersächsischen Großstädten. Verantwortlich: Prof. Dr. Andrea D. Bührmann und Dr. Doreen Müller, Institut für Diversitätsforschung

 

„Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“: Die geplante Veranstaltungsreihe richtet den Blick darauf, wie Kommunen und lokale Initiativen der Stadtgesellschaft Migration, Willkommen und Integration in Europa und darüber hinaus gestaltet haben und fortlaufend zu gestalten versuchen. Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Dialog, der lösungsorientiert kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt und die gesellschaftliche Diskussion, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, versachlicht. An der Reihe beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neu gegründeten Centre for Global Migration Studies (CeMig) am Göttingen Campus, Kooperationspartner sind verschiedene Göttinger Kultureinrichtungen. Veranstaltungsorte sind unter anderem angemietete Ladenflächen, die als „Stadtlabor“ fungieren sollen. Verantwortlich: Prof. Dr. Sabine Hess, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie

 

„Verwandtschaft neu denken“: Das interdisziplinäre Projekt des Göttinger Centrums für Geschlechterforschung befasst sich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive mit aktuellen Verwandtschaftsdiskursen, zum einen vor dem Hintergrund moderner Reproduktionstechnologien, zum anderen angesichts der Tatsache, dass Bezugsgrößen wie Herkunft, Gruppenzugehörigkeit und verwandtschaftliche Gemeinsamkeiten im Kontext einer globalisierten Welt wieder wichtiger werden. Die Forscherinnen und Forscher nehmen historische, literarische und populärkulturelle Erzählungen und Normierungen von Abstammung und Verwandtschaft in den Blick und fragen nach den kulturellen Auswirkungen moderner Reproduktionstechniken auf das aktuelle Verhältnis von Biologie, Reproduktion und Genealogie. Verantwortlich: Prof. Dr. Barbara Schaff, Seminar für Englische Philologie, und Prof. Dr. Inge Kroppenberg und Dr. Nikolaus Linder, Abteilung für Römisches und Gemeines Recht