Theologische Fakultät
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Arbeitsgruppe Textual Criticism

Die Mitglieder des Forschungsprojekts (von links): Christian Seppänen, Raimund Wirth,
Prof. Dr. Anneli Aejmelaeus, Tuukka Kauhanen, Marketta Liljeström und Elina Perttilä


Das Projekt

Das Forschungsprojekt ”Textual Criticism of the Septuagint” befasst sich mit der Septuaginta in textkritischer und textgeschichtlicher Perspektive, insbesondere in den Samuelbüchern. Die Dissertationsprojekte der Gruppenmitglieder beschäftigen sich mit der Textgeschichte der Samuelbücher sowohl auf Griechisch wie auf Hebräisch, mit der Arbeitsweise des Septuaginta-Übersetzers sowie mit wichtigen, frühen Tochterübersetzungen. Die Forschungen ergänzen sich dabei gegenseitig und sind wichtige Bausteine, um die komplexe Textgeschichte der Samuelbücher zu erhellen und fundierte textkritische Arbeit an ihnen zu ermöglichen.

Die Gruppe wird geleitet von Prof. Dr. Anneli Aejmelaeus, der Herausgeberin der Göttinger kritischen Ausgabe der Septuaginta des ersten Samuelbuchs. Die Aufgabe der Herausgeberin besteht in der Herstellung des kritischen Textes, d.h. des möglichst ursprünglichen Wortlauts, sowie in der vollständigen Dokumentation der handschriftlichen Überlieferung, der frühen Tochterübersetzungen (Koptisch, Latein, Äthiopisch, Syrohexaplarisch, Armenisch, Georgisch) und der griechischen und lateinischen Väterzitate im Apparat der Textausgabe. In einem begleitenden Band wird die Textgeschichte der Samuel-Septuaginta erläutert und der kritische Text genauer begründet. (Zur Septuaginta Vetus Testamentum Graecum auctoritate Academiae Scientiarum Gottingensis editum s. http://www.septuaginta-unternehmen.gwdg.de/Startseite.htm)

Seit den Handschriftenfunden in Qumran am Toten Meer ist das Interesse an Textkritik und Textgeschichte der Bücher des Alten Testaments neu erwacht. Noch nie standen der Forschung so alte Handschriften zur Verfügung: Die biblischen Texte aus Qumran werden größtenteils ins 2. und 1. vorchristliche Jahrhundert datiert. Anders als die masoretischen Handschriften, bezeugen die Handschriften aus Qumran noch eine Vielfalt von Textformen.

Durch die Qumranfunde rückte auch die Septuaginta verstärkt in das Interesse der Forschung. Denn diese Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische aus dem 3./2. vorchristlichen Jahrhundert spiegelt ihre Vorlage wider, einen zeitgenössischen hebräischen Text aus dieser frühen Zeit. Neben dem später ausschließlich überlieferten masoretischen Text und den Qumran-Funden ist die Septuaginta die wichtigste Zeugin dafür, wie sich der alttestamentliche Text entwickelt hat.

Die Projektgruppe ”Textual Criticism of the Septuagint” arbeitet seit 2005 mit einer ähnlichen spanischen Forschergruppe, unter der Leitung von Prof. Dr. Julio Trebolle und Prof. Dr. Pablo Torijano, im „International Workshop on Textual Criticism of Samuel – Kings“ zusammen.

Mitglieder der Gruppe

Prof. Dr. Anneli Aejmelaeus (Leitung)
Tuukka Kauhanen
Marketta Liljeström
Elina Perttilä
Christian Seppänen
Raimund Wirth

Kontakt

■ per Post
Projektgruppe „Textual Criticism of the Septuagint“
c/o Prof. Dr. Anneli Aejmelaeus
Platz der Göttinger Sieben 2
37073 Göttingen

■per Email
Die Emailanschriften der Projektmitglieder bestehen aus Vorname.Nachname@helsinki.fi. Bitte Umlaute durch einfache Buchstaben ersetzen (ä = a, ö = o, ü = u).
Ausnahme: Bei Raimund Wirth lautet die Domain @theologie.uni-goettingen.de.