Masterarbeit Wildbienen auf Ackerwildkrautschutzflächen


Im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen werden im Landkreis Göttingen rund 50 ha Ackerland ackerwildkrautgerecht bewirtschaftet, um gefährdete Pflanzenarten zu schützen (Verzicht auf Dünger und Biozide). Die Segetalflora dieser Gebiete ist äußerst artenreich (z.T. mehr als 100 Blütenpflanzenarten pro Acker), viele dieser Arten sind wertvolle Nahrungspflanzen für spezialisierte Wildbienen, anders als viele in verbreiteten Blühmischungen enthaltene Arten wie Phacelia.

Im Rahmen dieser Masterarbeit soll im Sommer 2020 untersucht werden, welche Wildbienenarten durch den Schutz der Ackerwildkräuter und dem daraus folgenden natürlichen Blütenreichtum profitieren. Untersucht wird die Relevanz als Nahrungsraum, aber auch die Eignung als Nisthabitat, insbesondere der Ackerrandstrukturen. Viele der Ackerwildkrautschutzflächen weisen zudem einen Biotopverbund mit anderen wertvollen Wildbienenlebensräumen wie Magerrasen auf. Auch der Einfluss der Einbettung in eine strukturreiche Agrarlandschaft mit extensiv bewirtschafteten, mageren Grünländern ist Teil der Untersuchung.

Kontakt:
Dr. Annika Hass
Funktionelle Agrobiodiversität Tel.: 0551 / 39-22157
Email: ahass@gwdg.de