Digitales Lernen und Lehren

Urheberrecht

Vom Urheberrecht geschützt sind Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst (§1 UrhG). Dabei ist aber zu beachten, dass nur die konkrete Ausdrucksform geschützt ist, nicht die Idee an sich. Zum Beispiel sind damit bei Lehrmaterial der Stil, die Methode und die Beispiele gemeint. Geschützt ist die persönliche geistige Schöpfung (§2 Abs.2 UrhG). Bei Fotos und Filmen, liegt immer eine persönliche geistige Schöpfung vor, egal wie banal diese sind. Grundsätzlich ist die Schwelle urheberrechtlichen Schaffens mittlerweile sehr niedrig angesetzt, sodass man auch bei Texten (die nicht nur aus wenigen Worten oder Zeilen bestehen) generell von urheberrechtlichem Schutz ausgehen sollte.

Das Urheberrecht wird durch verschiedene Regelungen beschränkt und lässt damit in bestimmten Kontexten eine Nutzung geschützter Werke zu. Dafür ist allerdings ein enges Regelwerk einzuhalten.

Für die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Inhalten in der Lehre existieren drei Möglichkeiten:




Wichtig
Liegen die Bedingungen für die erwähnten Ausnahmen vom Urheberrechtsschutz – also der Zugriff nur für einen bestimmten abgrenzbaren Personenkreis i.S.d. § 60a Abs. 1 Nr. 1 UrhG, eine Einwilligung des Urhebers oder aber das Unterfallen unter das Zitatrecht des § 51 UrhG – nicht vor, ist eine Veröffentlichung von Materialien, die urheberrechtlich geschützt sind oder urheberrechtlich geschützte Teile enthalten, rechtlich gesehen unzulässig.

Dies gilt auch für Filmaufnahmen, die urheberrechtlich geschützte Materialen zeigen und solche enthalten z.B. Aufzeichnungen von Vorträgen, die solches Material enthalten.

Konsequenz hieraus ist, dass die Schöpfer der Werke, wenn sie hierauf aufmerksam werden, Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung und/oder Schadensersatz geltend machen können. Aus diesem Grund ist aus rechtlicher Sicht von einer solchen Veröffentlichung abzuraten.


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