Forstbotanischer Garten

Teilarboretum Nordamerika

Im Gegensatz zum Forstbotanischen Garten, in dem die Gehölze nach systematischen Gesichtspunkten sortiert gezeigt werden, sind die Baum- und Straucharten des Pflanzengeographischen Arboretums nach geographischen Sammelgebieten (China, Japan, Kaukasus-Kleinasien, Korea, Nordamerika) zusammengestellt.


Besonderheiten des Arboretums Nordamerika

Das Arboretum Nordamerika ist das flächenmäßig größte der Göttinger Sammlung und beherbergt ca. 200 verschiedene Baum- und Straucharten.

Das Pflanzengeographische Arboretum Nordamerika liegt unterhalb des Forstbotanischen Gartens. Es umfasst alle Außenanlagen der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, des Tierärztlichen Institutes, sowie der Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) (siehe Karte).

Das Arboretum Nordamerika ist das größte Sammelgebiet des Forstbotanischen Gartens. Im Vergleich zu den ostasiatischen Teilarboreten fehlen hier zwar die ganz spektakulären Frühlingsblüher, aber der aufmerksame Besucher findet auch hier ausgesprochen schöne Frühlingsblütenaspekte. Dafür sind mit den Trompetenbäumen oder aber der Robinie zwei der schönsten im Sommer blühenden großen Blütenbäume vorhanden. Die Gehölze sind im wesentlichen nach typischen nordamerikanischen Waldgesellschaften (z.B. Eichen-Tulpenbaum-Mischwälder, Schwarzbirken-Erlen-Auenwälder oder Weymouthskiefern-Mischwäldern) zusammengestellt.


Robinia pseudacacia
Blüte der Robinie (Robinia pseudacacia)



Wer aufmerksam durch die alten, oftmals großzügig angelegten Parkanlagen Mitteleuropas gegangen ist wird im Pflanzengeographischen Arboretum Nordamerika viele der prachtvollen Parkbäume wiedererkennen.


Indian Summer

Wer den Herbst in Göttingen verbringt und trotzdem den Indian Summer nicht verpassen möchte, sollte in dieser Zeit einen Spaziergang durch das Arboretum Nordamerika unternehmen. Fast alle am berühmten "Indianersommer" beteiligten nordamerikanischen Gehölze sind hier zu finden und zeigen ein leuchtendes Farbenspiel aus roten, orangefarbenen, gelben und braunen Herbstblättern.


Besondere Bäume im Arboretum Nordamerika

  • Gewürzstrauch
    Der aus Nordamerika stammende Gewürzstrauch oder Nelkenpfeffer (Calycanthus occidentalis) ist ein relativ seltenes Gehölz in unseren Gärten. Er gehört zur 4 Arten umfassenden Familie der Calycanthaceen, den Gewürzsträuchern. Die kleinen, rotbraunen, 5-7 cm großen Blüten erinnern an kleine Magnolienblüten und erscheinen in den Montaten Juni und Juli. Ihre Blütenblätter welken vom Rand her ein. Ihren intensiven Geruch entwickeln die Blüten vor allem beim Verblühen.

  • Trompetenbaum
    Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) stammt aus den südöstlichen USA und gehört seit 1726 zu den schönsten und wertvollsten Parkbäumen, die in Mitteleuropa noch ausreichend winterhart sind. Der Baum gilt oft als nicht ausreichend frosthart, Frostschäden treten in der Regel aber nur bei Jungpflanzen auf. Daher empfiehlt es sich, Jungpflanzen in den ersten Jahren etwas Winterschutz zu geben.
    Der Baum wird bei uns ca. 10 m hoch und hat schöne lindgrüne, sehr große und dekorative Blätter. Die in 15-20 cm langen Blütenrispen stehenden, trompetenartigen, reinweißen Blüten sind ca. 4-5 cm lang und haben einen gelb gestreiften und purpur gepunkteten Schlund. Die Blütezeit erstreckt sich über ca. vier Wochen von Juni bis Juli.


    Catalpa bignonioides Blüte
    Blüte des Gewöhnlichen Trompetenbaums (Catalpa bignonioides)



  • zurück zum Lageplan

  • zum Forstbotanischen Garten

  • zu den Teilarboreten:
  • Japan
  • China
  • Korea
  • Kaukasus-Kleinasien