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Wirtschafts- und Sozialgeschichte (M.A.)

Unternehmen – Globalisierung – Massenkonsum: Wie sind die moderne Wirtschaft und die modernen Gesellschaften entstanden? Am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte werden diese Fragen erforscht. Das interdisziplinäre, im Kern historische Fach nutzt vielfältige Erklärungsansätze aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.


Name des Studienfachs: Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: jedes Winter- und Sommersemester
Zulassung: zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei der Fakultät)
Bewerbungsfrist 1. April bis 15. Mai (Wintersemester)
1. Oktober bis 15. November (Sommersemester)
Bewerbung: Bewerbungs- und Zulassungsverfahren


Wirtschaft- und Sozialgeschichte fragt nach der Prägung unserer Gegenwart durch ökonomische und soziale Entwicklungen in der Vergangenheit und nimmt damit auch aktuelle Fragestellungen in den Blick. Der Studiengang bietet die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den wichtigsten Trends der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Analysiert werden Aspekte des ökonomischen, politischen und soziokulturellen Wandels vom Merkantilismus über die Industrialisierung bis hin zur Konstituierung unserer heutigen modernen Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft.

Dabei werden eine kombinierte geschichts- und wirtschaftswissenschaftliche Theorie- und Methodenkompetenz sowie die Fähigkeit zum selbständigen interdisziplinären Arbeiten vermittelt. Im Mittelpunkt von Lehre und Forschung stehen in Göttingen drei thematische Schwerpunkte: Unternehmensgeschichte, Konsumgeschichte und die Geschichte der Globalisierung, die zugleich die Interdisziplinarität und internationale Orientierung des Studiums unterstreichen.


Die Zielsetzung des Masterstudiums ist die wissenschaftliche Durchdringung des Fachgebiets Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Der Studiengang setzt sich zusammen aus einem Konvergenzbereich (18 Credits), einem Pflichtbereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte (30 Credits), einem Wahlpflichtbereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte (12 Credits) und einem Profilbereich (30 Credits). Darüber hinaus müssen die Studierenden innerhalb von 20 Wochen eine Masterarbeit schreiben. Die schriftliche Masterarbeit (30 Credits) wird durch die Teilnahme an dem Projektseminar (6 Credits, Teil des Pflichtbereichs) vorbereitet.

Im Konvergenzbereich werden die unterschiedlichen fachlichen Vorqualifikationen der Studierenden berücksichtigt und Lücken geschlossen: Absolventinnen und Absolventen historischer Bachelorstudiengänge besuchen ökonomische Grundlagenveranstaltungen. Absolventinnen und Absolventen ökonomischer Bachelorstudiengänge besuchen historische Grundlagenveranstaltungen.

Im Profilbereich erfolgt eine Spezialisierung durch den gezielten Aufbau von Kompetenzen in einer der theoretisch-methodisch mit der Wirtschafts- und Sozialgeschichte eng verbundenen Nachbardisziplinen. Studierende mit Profil „Historische Wirtschaftsforschung“ legen einen Schwerpunkt auf volkswirtschaftliche Module, Studierende mit Profil „Historische Unternehmensforschung“ auf betriebswirtschaftliche Module und Studierende mit Profil „Historische Gesellschaftswissenschaft“ auf geschichtswissenschaftliche und soziologische Module.


Deutschkenntnisse müssen nachgewiesen werden, gute Englischkenntnisse werden empfohlen.


Als Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs in Wirtschafts- und Sozialgeschichte eröffnen sich Ihnen zahlreiche Berufsfelder. Dazu gehören fachbezogene Tätigkeiten zum Beispiel in der (Historischen) Kommunikation von Unternehmen und Banken, im Wirtschaftsjournalismus, im (Geschichts-)Marketing und in Public Relations, in Wirtschaftsforschungsinstituten und Unternehmensberatungen, im Museums- und Ausstellungswesen sowie im Archivbereich (insbesondere Wirtschafts- und Unternehmensarchive).