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History of Global Markets (M.A.)

Unternehmen - Globalisierung - Massenkonsum: Wie sind die moderne Wirtschaft und die modernen Gesellschaften entstanden? Am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte werden diese Fragen erforscht. Das interdisziplinäre, im Kern historische, Fach nutzt vielfältige Erklärungsansätze aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.


Name des Studienfachs: History of Global Markets
Abschluss: Master of Arts (M.A.), Option für Joint Degree
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: jedes Winter- und Sommersemester
Zulassung: zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei der Fakultät)
Bewerbungsfrist 1. April bis 15. Mai (Wintersemester)
1. Oktober bis 15. November (Sommersemester)
Bewerbung: Bewerbungs- und Zulassungsverfahren


Der Studiengang History of Global Markets kann durchgehend sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch studiert werden. Grund hierfür ist die parallele Einrichtung des englischsprachigen Erasmus Mundus Joint Master Degree Programmes "Global Markets, Local Creativities" (GLOCAL), welches gemeinsam mit den Universitäten Glasgow, Barcelona und Rotterdam durchgeführt wird. Studierende haben jetzt also die Möglichkeit, das zweijährige Erasmus Mundus Joint Master Degree Programm zu absolvieren oder komplett in Göttingen den Masterstudiengang History of Global Markets zu studieren.

Der interdisziplinäre Masterstudiengang History of Global Markets widmet sich Fragen der historischen Genese global integrierter Märkte. Ob Kapital, Arbeit oder Wissen: Produktionsfaktoren werden zunehmend wettbewerbsförmig und über nationale Grenzen hinweg alloziert. Unternehmen und Konsumenten werden durch ein weltumspannendes Netz von Marktbeziehungen zueinander in Verbindung gesetzt. Woher rühren diese Entwicklungen und wie lassen sie sich verstehen?

Der Studiengang kombiniert die Vermittlung wirtschaftshistorischer Analysekompetenzen mit einer Profilbildung in wirtschafts-, sozial- oder geschichtswissenschaftlichen Feldern. Die wirtschaftshistorischen Schwerpunkte liegen dabei auf der Globalgeschichte, Unternehmensgeschichte und Konsumgeschichte.

Das Erasmus Mundus Programm Global Markets, Local Creativities (GLOCAL) beginnt in Glasgow. Interessierte bewerben sich direkt an der Universität Glasgow. Im zweiten Semester wechseln die Studierenden nach Barcelona. Die letzten beiden Semester können entweder in Göttingen oder in Rotterdam absolviert werden. GLOCAL wird als Erasmus Mundus Studiengang von der EU gefördert, nähere Informationen erhalten Sie hier: www.globallocal-erasmusmundus.eu

Die Zielsetzung des Masterstudiums ist die wissenschaftliche Durchdringung des Fachgebiets Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Der Studiengang setzt sich zusammen aus einem Konvergenzbereich (18 Credits), einem Pflichtbereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte (30 Credits), einem Wahlpflichtbereich History of Global Markets (12 Credits) und einem Profilbereich (30 Credits). Darüber hinaus müssen die Studierenden innerhalb von 20 Wochen eine Masterarbeit schreiben. Die schriftliche Masterarbeit (30 Credits) wird durch die Teilnahme an dem Projektseminar (6 Credits, Teil des Pflichtbereichs) vorbereitet.

Im Konvergenzbereich werden die unterschiedlichen fachlichen Vorqualifikationen der Studierenden berücksichtigt und Lücken geschlossen: Absolventinnen und Absolventen historischer Bachelorstudiengänge besuchen ökonomische Grundlagenveranstaltungen. Absolventinnen und Absolventen ökonomischer Bachelorstudiengänge besuchen historische Grundlagenveranstaltungen.

Im Profilbereich erfolgt eine Spezialisierung durch den gezielten Aufbau von Kompetenzen in einer der theoretisch-methodisch mit der Wirtschafts- und Sozialgeschichte eng verbundenen Nachbardisziplinen. Wählbar sind die Profile "Economy & Institutions", "Business & Management", "Society & Culture" sowie "Globalization". Studierende mit Profil "Economy & Institutions" legen einen Schwerpunkt auf volkswirtschaftliche Module, Studierende mit Profil "Business & Management" auf betriebswirtschaftliche Module. Studierende mit Profil "Society & Culture" konzentrieren sich auf geschichtswissenschaftliche und soziologische Module. Studierende mit Profil "Globalization" arbeiten schließlich mit Expertinnen und Experten für ökonomische Entwicklung in Asien und anderen Regionen außerhalb Europas zusammen.

Es müssen alternativ sehr gute Deutsch- oder Englischkenntnisse nachgewiesen werden. Gute Kenntnisse in der jeweils anderen Sprache werden dringend empfohlen.

Als Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs in Wirtschafts- und Sozialgeschichte eröffnen sich Ihnen zahlreiche Berufsfelder. Dazu gehören fachbezogene Tätigkeiten zum Beispiel in der (Historischen) Kommunikation von Unternehmen und Banken, im Wirtschaftsjournalismus, im (Geschichts-)Marketing und in Public Relations, in Wirtschaftsforschungsinstituten und Unternehmensberatungen, im Museums- und Ausstellungswesen sowie im Archivbereich (insbesondere Wirtschafts- und Unternehmensarchive).