Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung
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Forschung udn Lehre am Institut



Forschung und Lehre am Institut


Regionale und sachthematische Schwerpunkte

Die Göttinger Ethnologie sieht ihre vorrangige Aufgabe darin, die vielschichtigen Prozesse sozialen und kulturellen Wandels in der gegenwärtigen, global vernetzten Welt zu untersuchen und menschliches Handeln aus Sicht der Akteure verstehend zu erfassen. Sie teilt das moderne Selbstverständnis des Fachs, dank seiner speziellen, ganzheitlichen Herangehensweise einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Verständnis großer Herausforderungen und Konflikte unserer Zeit leisten zu können.

Südostasien und Ozeanien im asiatisch-pazifischen Raum und Afrika sind die regionalen Schwerpunkte des Instituts. Die Spezialisierung auf diese beiden Großregionen wird seit der Institutsgründung im Jahr 1935 gepflegt. Heute stehen dafür jeweils zwei Professuren und eine systematisch aufgebaute Fachbibliothek mit ca. 40.000 Bänden zur Verfügung. Diese Fachbibiothek, das Dokumentenarchiv, ein Bildmagazin sowie die Ethnologische Sammlung bilden zusammen das Kulturarchiv.



Hinzu kommt ein Komplex sachthematischer Forschungsschwer-punkte:


  • soziales und politisches Handeln in unterschiedlichen postkolonialen Gesellschaften (Staatsbildung, sozioökonomische Grundlagen und ökologisches Wissen)

  • Religionen in der Moderne

  • Differenz im Kontext von gender, Körper und Emotionen in verschiedenen kulturellen Artikulationen

  • Transformationsprozesse auch hinsichtlich Wertvorstellungen und Orientierungssystemen, Migration und Globalisierung

  • Themen der Historischen Anthropologie und Medizinethnologie

  • exemplarische Forschungen an Kulturdokumenten (Objekt-Kultur-Identität), die auf dem wissenschaftlichen Kulturarchiv des Instituts aufbauen. Die aus diesem Kulturarchiv resultierenden Forschungsergebnisse werden in Publikationen und Ausstellungen präsentiert.


Die Ergebnisse aus den oben skizzierten Forschungsschwer-punkten fließen kontinuierlich in die Lehre ein.




Wissenschaftliches Umfeld und internationale Kooperationen

Die Göttinger Ethnologie ist mit zahlreichen Projekten in überregionalen interdisziplinären Forschungsverbünden vertreten und profitiert von einem wissenschaftlich exzellenten Umfeld, das viele attraktive Vernetzungen ermöglicht und Göttingen zu einem der institutionell größten und vielfältigsten ethnologischen Standorte in Deutschland macht. Wichtige Partner des Instituts sind:



  • Methodenzentrum Sozialwissenschaften (MZS)

  • Zentrum für Theorie und Methodik der Kulturwissenschaften (ZTMK)

  • Centre for Modern Indian Studies (CeMIS)

  • Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS)

  • Graduiertenkolleg Genderstudies

  • Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften (MPI-MMG)

  • Göttingen Environmental Sciences – GoES



Auch international kooperiert die Göttinger Ethnologie mit vielen Forschungseinrichtungen und Universitäten in Asien- Pazifik und Afrika, auch im Hinblick auf den Austausch von Studierenden. Derzeit bestehen institutionelle bzw. universitäre Kontakte in den Ländern Tansania, Niger, Benin, Tschad, Indien, Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Philippinen, Singapur, Indonesien, Fidschi, Hawai’i.