Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung

Klimawandel, Zugehörigkeiten und Migration in Ozeanien

Im Zentrum dieses Forschungsprojekts steht die Frage danach, ob projektierte Folgen des Klimawandels die kulturelle Konstituierung von Zugehörigkeiten und Migrationsentscheidungen beeinflussen. Es ist erstens zu klären, wie die BewohnerInnen von Inseln und Küstengebieten Veränderungen von Natur, Umwelt und Klima wahrnehmen. Damit verbunden ist zweitens die Frage der kulturellen Konstituierung von Zugehörigkeiten: zu verschiedenen lokalen Gruppen, aber auch zum (Insel-)Land, zur Nation und möglicherweise zu transnationalen Gemeinschaften. Daran schließt sich drittens die Frage an, ob und wie PazifikinsulanerInnen mit der Option von Migration umgehen. Im Rahmen dieses Projekts richtet sich mein Fokus auch auf die Rolle, die Emotionen für Zugehörigkeiten und Migrationsentscheidungen spielen. Meine Forschung konzentriert sich bisher auf den im zentralen Pazifik gelegenen Atollstaat Kiribati, der neueren Projektionen des Weltklimarats (IPCC) zufolge besonderen Risiken ausgesetzt ist.



Publikationen

2017
  • Climate Change and Worries over Land: Articulations in the Atoll State of Kiribati. In: Eveline Dürr and Arno Pascht (eds.): Environmental Transformations and Cultural Responses: Ontologies, Discourses, and Practices in Oceania; pp. 49-73. New York: Palgrave Macmillan.

  • 2014
  • (Kempf, Wolfgang; Hermann, Elfriede): Epilogue. Uncertain Futures of Belonging. Consequences of Climate Change and Sea Level Rise in Oceania. In: Elfriede Hermann, Wolfgang Kempf and Toon van Meijl (eds.): Belonging in Oceania. Movement, Place-Making and Multiple Identifications. New York: Berghahn Books, pp. 189-213.