Philosophische Fakultät

North American Studies

Das Studium des Bachelor- und Masterstudiengangs "North American Studies" bietet den Studierenden eine solide geisteswissenschaftliche Ausbildung, die nicht nur fundierte Kenntnisse der Literatur, Kultur, Geschichte und Gesellschaft der USA und Kanadas sondern auch die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und der Persönlichkeitsentwicklung umfasst.

Die Absolventinnen und Absolventen der beiden Studiengänge kennen die literatur- und kulturhistorischen Entwicklungen - von der Zeit vor der europäischen Besiedlung des Kontinents bis zur Gegenwart - und können diese kritisch reflektieren. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig dominanten (geo)politischen und kulturellen Stellung der USA zeichnen sie sich durch ihr fundiertes und reflektiertes Verständnis eines multikulturellen Kulturraums sowie einer politischen Kultur aus, die nicht zuletzt aufgrund ihres historischen und politischen Einflusses oftmals mit Anfeindungen und Vorurteilen konfrontiert ist.

Nach Abschluss ihres Studiums verfügen Studierende über ein differenziertes Verständnis und Wissen, das sie dazu befähigt, gesellschaftliche Diskurse, historische Ereignisse, politische Entwicklungen und multiethnische Diversität in Relation zu setzen und in ihren komplexen Bezügen zu verstehen. Auf diese Weise erlangen sie nicht nur ein ausgeprägtes Feingespür für die vielfältige kulturelle Formation "Nordamerika", sondern für kulturell-gesellschaftliche Zusammenhänge allgemein.

Ein besonderer Schwerpunkt des Göttinger Studienprogramms liegt in der theoretisch fundierten Beschäftigung mit Medien wie Film, Fernsehen und digitaler Kultur sowie mit dem Feld der materiellen Kultur. Die Studierenden lernen, mit audiovisuellen Medien umzugehen und ein Bewusstsein für die Spezifität und Materialität unterschiedlicher medialer Darstellungs- und Rezeptionsformen zu entwickeln. Im Kontext der zunehmenden Bedeutung audiovisueller und digitaler Medien im gesellschaftlichen Raum befähigt das Studium sie, mediale Darstellungsformen zu analysieren und ihre Einflüsse auf gesellschaftliche Strukturen differenziert zu beleuchten. Dieses Verständnis medial-gesellschaftlicher Zusammenhänge bildet die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit medialen Ausdrucksformen und Akteuren und befähigt sie dazu, kritisch und kompetent an der medial-gesellschaftlichen Selbstreflektion zu partizipieren.

Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums verfügen die Absolventinnen und Absolventen über Kenntnisse in der amerikanischen Literatur, Kultur und Geschichte sowie der Medienwissenschaft und erfüllen somit wichtige Voraussetzungen für verschiedene Tätigkeiten mit kulturwissenschaftlichen Schwerpunkten. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Forschung und Bildung, als Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildnern im Presse- und Verlagswesen, aber auch als Führungskräfte in der internationalen politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit übernehmen sie soziale Verantwortung und gestalten gesellschaftliche Prozesse aktiv mit. Ihre Analysefertigkeiten, ihre Fähigkeit zu kritischer (Selbst-)Reflexion sowie ihre interkulturellen, sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen tragen in hohem Maße dazu bei, dass sie sich zu gesellschaftlich erfolgreichen und sozial engagierten Persönlichkeiten entwickeln.

Zur Unterstützung des zivilgesellschaftlichen Engagements und der Persönlichkeitsentwicklung erwerben die Studierenden während des amerikanistischen Studiums in sämtlichen amerikanistischen Pflicht-, Wahlpflicht- und Schlüsselkompetenzmodulen folgende Fähigkeiten:


  • Mehrsprachigkeit (Englischkenntnisse auf Level C1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen)
  • Medienkompetenzen (z.B. durch medienwissenschaftliche Pflichtmodule zur Medientheorie, Medienanalyse oder auch durch mediengestützte Präsentationen in den Kursen)
  • Selbst- und Sozialkompetenz (z.B. durch Gruppen- und Projektarbeiten in den Kursen und kritische Reflektion der eigenen Arbeiten und Leistungen)
  • Interkulturelle Kompetenz (z.B. durch Auslandsaufenthalte, zunehmend international geprägte Lehrveranstaltungen und Tätigkeit als Tutorin oder Tutor)
  • Kommunikative Fähigkeiten (z.B. durch Gruppendiskussionen und -präsentationen in den Kursen)
  • Sensibilität für verschiedene Formen von Diversität (z.B. durch die Lektüre von Literaturen, die sich mit den Lebenserfahrungen und -umständen ethnischer und/oder sozialer Gruppen, mit interkulturellem Austausch oder auch (kultur)historischen Ereignissen befassen)
  • Organisationserfahrung und Selbstorganisation (z.B. durch Konferenzerfahrung, Independent Study-Module und Tätigkeit als Tutorin oder Tutor)