Institut für Ethnologie
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Sammlung Sonderausstellungen Ölbiographien



Sonderausstellungen 2012


Aktuelle Sonderausstellung:


Ölbiographien -
eine Ausstellung für Rohstoffgerechtigkeit

11.01. – 05.02.2012
Galerie Alte Feuerwache, Glasbau, Ritterplan 4

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Freitag 10 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr

  • Samstag 15 - 18 Uhr


  • Die Ausstellung macht auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung in der Erdölregion Doba im Tschad aufmerksam. In Portraits wird auf die Folgen des dortigen Rohstoffabbaus hingewiesen. 11 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten hat sich die Erdölregion grundlegend verändert. Jeden Tag sehen sich die Menschen mit neuen Bauarbeiten konfrontiert. Wach- und Sicherheitsdienste sind überall präsent und schränken die Bewegungsfreiheit der ansässigen Bevölkerung ein. Eine Reihe von heiligen Stätten der Menschen wurde bereits mit der Installation des Erdölprojekts überbaut. Sie können somit in ihrer Funktion als religiöse Einrichtungen nicht mehr genutzt werden.

    Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (IfaK) und dem Institut für
    Ethnologie der Universität Göttingen.
    Sie wurde von der Arbeitsgruppe Tschad, Berlin, entwickelt.

  • Eröffnung: Mittwoch, 11.01., 18:15 Uhr

  • Begrüßung und Einführung:
    Prof. Dr. Nikolaus Schareika, Institut für Ethnologie der Universität Göttingen und Claudia Frank, Arbeitsgruppe Tschad, Berlin

    Begleitprogramm:

  • Mittwoch, 18.01., 18:15 Uhr
    Remadji Hoinaty, Halle/Saale:
    Erdöl und die soziale Transformation ländlicher Gesellschaften – Forschungsergebnisse aus dem südlichen Tschad.

  • Mittwoch, 25.01., 18:15 Uhr
    Dr. Andrea Behrends, Halle/Saale:
    Fluch aus der Ferne: Erdöl, Widerstand und Entwicklung im Osten des Tschad.

  • Mittwoch, 01.02., 18:15 Uhr
    Prof. Dr. Ulrich Braukämper, Göttingen:
    Trocknet der Tschadsee aus? Ökologische Bedrohung im afrikanischen Sahel.

    Das aktuelle Veranstaltungsprogramm der Sonderausstellung Ölbiographien kann hier heruntergeladen werden.


    Vorschau 2012:

    • Göttingen – Samoa: eine kolonialgeschichtliche Begegnung
      Eröffnung im Juni, SUB Göttingen

      Die Ausstellung entsteht aus Anlass der 50-jährigen Unabhängigkeit des südpazifischen Staates Samoa. Sie erinnert an Göttinger Wissenschaftler, die dort während der Kolonialzeit Anfang des 20. Jahrhunderts am Bau eines Observatoriums beteiligt waren. Dabei werden Beziehungen zu Samoanern sichtbar, denen die Deutschen in situ begegneten. Fotos aus jener Zeit werden in der Ausstellung zusammen mit Objekten gezeigt, die damals in Samoa gesammelt wurden und sich heute in der Ethnologischen Sammlung befinden.

      Sammlung Sonderausstellung Samoa kolonialgeschichtliche geschichte

      Meteorologische Station Samoa, Foto: Rolf Husmann


    • Tabu – verborgene Kräfte und geheimes Wissen
      Eröffnung am 27. September, Landesmuseum Hannover

      Im Fokus der Ausstellung stehen verschiedene kulturelle Vorstellungen über das "Verbotene" sowie unterschiedliche soziale Formen der Auseinandersetzung mit gemeinschaftlichen und individuellen Krisensituationen. Deren Bewältigung geht bis in die Gegenwart häufig mit Ritualen einher, die für den Erhalt einer Kultur oder die Schaffung politisch nutzbarer Identitäten von zentraler Bedeutung sind. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Landesmuseum Hannover, der Ethnologischen Sammlung in Göttingen und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim.


    • Arrangierte Liebe
      Eröffnung im Herbst, Ethnologische Sammlung Göttingen

      Die Liebe ist eine starke Emotion. Insbesondere die romantische Liebe bewegt die Menschen. Weltweit nehmen wir im Streben nach erfüllter Liebe allerhand auf uns. In der Ausstellung geht es um kulturelle Muster und menschliche Arrangements, Liebe zu gewinnen und zu erhalten.