Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung

Sonderausstellungen



Zu Gast bei Freunden: Ethnographica in der Kunstsammlung. Anthropomorphe Holzschnitzereien aus Afrika


Dauer der Ausstellung: 11. November 2018 - 22. Dezember 2019




Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der "Göttinger Sonntagsspaziergänge" immer Sonntags von 10 - 16 Uhr in den Räumen der Kunstsammlung (Weender Landstraße 2) zu besichtigen.






Göttinger ethnologische Forschungen 2:



Ethnologie ist eine Disziplin der Gegenwart. Neben ihren umfassenden und international berühmten historischen Schätzen, die in der Dauerausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich sind, präsentiert die Ethnologische Sammlung in einer Sonderausstellung zum zweiten Mal zwei aktuelle Forschungsprojekte von Mitarbeiterinnen aus dem eigenen Institut.


Respektvolle Nachbarschaft (Äthiopien)
Dr. Echi Gabbert arbeitet seit 25 Jahren in Südäthiopien mit der Hirtengesellschaft der Arbore zusammen. Die Objekte, die sie von dort mitgebracht hat, spiegeln sowohl soziale Aspekte als auch ästhetische Vorstellungen ihrer Herstellerinnen und Hersteller wider. So geben beispielsweise getragene Schmuckobjekte darüber Auskunft, ob eine Frau unverheiratet, verheiratet oder bereits Mutter ist. Neben materieller Kultur zählt vor allem die Landnutzung zu den gegenwärtigen Forschungsinteressen von Gabbert. In ihren Arbeiten analysiert die Ethnologin die Auseinandersetzung zwischen einheimischer Landbevölkerung und internationalen Investoren. Dabei zeigt sie Lösungswege aus Sicht der Arbore auf.




Geister anrufen (Papua-Neuguinea)
Christiane Falck setzt sich in ihren Forschungen mit religiösem Wandel bei den Nyaura in Papua-Neuguinea auseinander. Die Mehrzahl der Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Timbunmeli zählt heute zum Christentum. Das Leben nach dem Tod wie auch die Möglichkeit, mit den Toten zu kommunizieren, ist für sie ein selbstverständlicher Aspekt ihres Alltags und Teil des christlichen Glaubens. Missionierung sowie der Import neuer Waren und Technologien haben die Formen der Kontaktaufnahme mit der 'unsichtbaren Welt' in den letzten Jahrzehnten allerdings verändert. Statt mit Trommeln und Masken kommunizieren die Menschen aus Timbunmeli heute über Handy und Rosenkranz mit den Geistern.