Lebenslauf

Persönliche Angaben
Geboren am 19. Mai 1972 in Deutschland.


Derzeitige Position
Seit April 2007 Professor (W2) und seit April 2019 Inhaber der Professur für Isotopengeologie (W3) an der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie der Georg-August-Universität Göttingen.


Akademischer Werdegang



  • Oktober 1992 – Dezember 1997: Studium der Mineralogie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, einschließlich eines Studienaufenthalts an der damaligen Rand Afrikaans University in Johannesburg, Südafrika. Abschluss als Diplom-Mineraloge mit der Note 1,0.

  • April 1997 – Dezember 2000: Promotion am Mineralogisch-Petrologischen Institut der Universität Bonn über Oxideinschlüsse in Stahl.

  • 7. Dezember 2000: Promotion mit der Dissertation Tracing the origin of oxide inclusions in continuously cast steel using stable oxygen isotopes – an interdisciplinary approach; Abschluss mit Auszeichnung (summa cum laude).

  • Januar – April 2001: Postdoktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Zachary D. Sharp an der University of New Mexico, Albuquerque, USA; Arbeiten zu Sauerstoffisotopen in Eisen-Mangan-Erzen.

  • April 2001 – Juni 2003: Postdoktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Herbert Palme an der Universität zu Köln; Hochtemperaturexperimente und Untersuchungen zur Entstehung refraktärer Forsterite in Chondriten.

  • Juli 2003 – Juni 2005: DFG-Emmy-Noether-Forschungsstipendiat am Centre de Recherches Pétrographiques et Géochimiques des CNRS in Nancy, Frankreich; experimentelle Untersuchungen zur Verteilung von Fe, Co und Ni zwischen Metall und Olivin.

  • September 2005 – März 2007: Leiter einer DFG-Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Mineralogie der Universität Hannover; experimentelle und analytische Kosmochemie.

  • März 2007 – März 2019: Professor für Isotopengeologie (W2) an der Georg-August-Universität Göttingen.

  • Dezember 2018: Ruf auf eine W3-Professur an der Freien Universität Berlin, abgelehnt.

  • Seit April 2019: Professor für Isotopengeologie (W3) an der Georg-August-Universität Göttingen.


Akademische Selbstverwaltung



  • 2008 – 2019: Mitglied des E-Learning-Lenkungsausschusses der Georg-August-Universität Göttingen.

  • Mai 2009 – März 2012: Studiendekan der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie.

  • April 2015 – März 2019: Geschäftsführender Direktor des Geowissenschaftlichen Zentrums Göttingen.

  • April 2023 – März 2025: Geschäftsführender Direktor des Geowissenschaftlichen Zentrums Göttingen.

  • Seit April 2025: Forschungsdekan der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie.


Mitgliedschaften und Auszeichnungen



  • Mai 1995: DAAD-Stipendium für einen Aufenthalt in Johannesburg, Südafrika.

  • Juni 1997: Heinrich-Hörlein-Gedächtnispreis für die Diplomarbeit.

  • Januar 2001: DAAD-Stipendium für einen Forschungsaufenthalt in Albuquerque, USA.

  • Juni 2003: DFG-Forschungsstipendium für einen Forschungsaufenthalt in Nancy, Frankreich.

  • September 2004: Paul-Ramdohr-Preis für eine Posterpräsentation.

  • September 2005: Aufnahme in das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

  • Mai – Juli 2018: Gastprofessor am Department für Lithosphärenforschung der Universität Wien.

  • August – September 2024: Visiting Fellow an der University of Cape Town, Südafrika.

  • Seit Januar 2026: Korrespondierendes Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.


Nachwuchsförderung
Betreuung von bislang 13 abgeschlossenen Promotionen als Projektleiter sowie mehrerer weiterer Promotionen in gemeinsamer Betreuung. Ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter der Arbeitsgruppe bekleiden heute Professuren und leitende Positionen an Universitäten und Forschungseinrichtungen.


Forschungsgebiete
Meine Forschung verbindet Kosmochemie, Geochemie, Paläoklimatologie und angewandte Mineralogie mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Isotopengeochemie. In der Kosmochemie untersuche ich den zeitlichen Ablauf sowie die physikalischen und chemischen Bedingungen der Festkörperbildung im frühen Sonnensystem. Grundlage hierfür sind Untersuchungen an Meteoriten und Proben aus Weltraummissionen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entstehung des Mondes und der hochpräzisen Analyse der drei stabilen Sauerstoffisotope in irdischem und lunarem Material.


In der Geochemie untersuche ich die chemische und isotopische Zusammensetzung von Gesteinen und Mineralen, insbesondere kleine Variationen der drei Sauerstoffisotope in Silikaten und Karbonaten. Darüber hinaus entwickle ich neue isotopengeochemische Proxys zur Rekonstruktion früherer atmosphärischer CO2-Konzentrationen und physiologischer Parameter von Säugetieren anhand der Dreifach-Sauerstoffisotopenzusammensetzung von Bioapatit.


Ein weiterer Schwerpunkt ist die instrumentelle und analytische Methodenentwicklung. Dazu gehören die Weiterentwicklung der Laserfluorierung für hochpräzise und automatisierte Sauerstoff- und Siliziumisotopenanalysen sowie die Anwendung abstimmbarer Laserabsorptionsspektroskopie zur Messung von CO2-Isotopen. Gegenwärtig entwickle ich unter anderem neue Methoden zur Identifikation von aus fossilen Brennstoffen stammendem CO2 in atmosphärischen Proben.


Darüber hinaus arbeite ich an wissenschaftlichen Konzepten für die Rückführung und Untersuchung von Gesteins- und Atmosphärenproben vom Mars. Für experimentelle Untersuchungen bei hohen Temperaturen habe ich eine aerodynamische Levitationseinrichtung für behälterfreie Experimente entwickelt. In der angewandten Mineralogie kooperiere ich mit der Stahlindustrie, um mithilfe mineralogischer und isotopengeochemischer Methoden die Herkunft von Oxideinschlüssen in Stahl zu bestimmen.


Außerhalb der Universität
Wenn neben Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung Zeit bleibt, beschäftige ich mich mit analoger Schwarz-Weiß-Fotografie. Dabei arbeite ich mit klassischen Kleinbild-, Mittelformat- und Großformatkameras sowie traditionellen Dunkelkammer- und Vergrößerungsverfahren.