Attacks on Gender (Studies): Seeking Strategies

Diese Diskussionsrunde wird sich zum einen auf die Kontroversen um "Gender" konzentrieren, die in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern gleichermaßen erlebt und in verschiedenen Kontexten unterschiedlich benannt werden (z.B. Anti-Genderismus, Gender-Theorie, Gender-Ideologie etc.). Andererseits fordert sie Strategien, um mit den Angriffen von rechtsgerichteten, konservativen, nationalistischen und/oder christlich-sozialen Wahlkreisen, die sich gegen "Gender" als etwas angeblich ideologisches, irrelevantes, gefährliches oder unwissenschaftliches einsetzen, umzugehen und sich dagegen zu wehren. In dieser Perspektive werden die Teilnehmer*innen des Runden Tisches gebeten, die Akteur*innen und Netzwerke, die diese Kampagnen durchführen, herauszustellen und die spezifischen sozialen Fragen zu klären, die von ihnen angesprochen werden. Insbesondere werden wir über die Auswirkungen solcher Mobilisierungen auf die Geschlechterforschung als ein Forschungsfeld nachdenken, das, wenn auch ungleichmäßig, eine gewisse Institutionalisierung innerhalb (und außerhalb) Europas erfahren hat. Wie wirken sich die Angriffe auf "Gender", insbesondere in Form von feministischem und queerem Wissen, auf die Forschenden im Feld, auf das Ansehen von Abteilungen und Institutionen sowie auf die Arbeitsweise von Kollektiven und Verbänden aus? Wie können wir als Kollektive (am effektivsten) auf solche Stereotypisierungen und Verunglimpfungen reagieren?

Redner*innen

  • Paula Irene Villa, Ludwig-Maximilians Universität München, Deutschland

  • David Paternotte, Université libre de Bruxelles, Belgien

  • Barbara Gaweda, University of Edinburgh, Großbritannien

  • Sara Garbagnoli, Université Sorbonne Nouvelle Paris, Frankreich


  • Raum: ZHG 011

    Datum und Uhrzeit: 15.09, 13:30 – 15:00

    Organisator*innen: Elisabeth Tuider and Adriano J. Habed
    Zurück zu: Übersicht Programm