Masterschwerpunkt Holzbiologie und Holztechnologie


Einführung

Ein uralter Rohstoff mit Zukunftspotential


Holz ist ein einzigartiger nachwachsender Naturrohstoff aus den Wäldern der Erde mit einer langen Nutzungsgeschichte. Im Zeichen der Klimakrise und der Notwendigkeit zur Energie- und Ressourceneffizienz wird Holz weltweit zu einem der bedeutendsten nachhaltigen Rohstoffe.



Nachhaltiger Rohstoff


Die Speicherung von atmosphärischem Kohlenstoff im Holz leistet einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz. Dieser Effekt lässt sich durch die Erhöhung der Lebenszeit von Holzprodukten im Rahmen des Holzschutzes und Holzmodifizierung verstärken. In Kombination mit der Anwendung innovativer Technologien kann Holz zudem fossile und klimaschädliche Rohstoffe substituieren.



Vielfältiger Hightech-Werkstoff


Holz ist ein ausgesprochen umweltfreundlicher und gut zu verarbeitender Roh- und Werkstoff. Die vorteilhaften biologischen und technologischen Eigenschaften machen Holz als Träger- und Konstruktionswerkstoff im Innen- und Außenbereich (z. B. Bauholz, Möbel, Holzwerkstoffe) und als Zell- und Faserstoff (z. B. Papiere) vielseitig verwendbar. Holz kann ebenfalls in seine chemischen Bestandteile (z. B. Zellulose, Hemicellulose und Lignin) aufgeschlossen und als Grundstoff für vielfältige Anwendungen (z. B. Textilfasern, Folien, thermoplastische Kunststoffe) genutzt werden. Einen besonderen wirtschaftlichen Stellenwert in der stofflichen Verwendung von Holz hat die Herstellung von Schnittholz und Holzwerkstoffen (z. B. Faserplatten und Spanplatten).



Holz als Wirtschaftsfaktor


Als einer der bedeutendsten nachwachsenden Rohstoffe in Deutschland bildet Holz die Grundlage für den industriellen Cluster Forst- und Holzwirtschaft, der mit über 1 Million Beschäftigten und über 187 Milliarden Euro Jahresumsatz ein gesamtwirtschaftliches Schwergewicht darstellt. Holz liefert einen wertvollen bioökonomischen Beitrag zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit. Seit Jahren steigt die Marktnachfrage an umweltfreundlichen und nachhaltigen holzbasierten Produkten mit einem Ökoprofil kontinuierlich an. Eine angepasste Verwendung des natürlichen Roh- und Werkstoffes erfordert von Forschung und Wirtschaft umfassende Material- und Technologiekenntnisse, die im Masterstudienschwerpunkt „Holzbiologie und Holztechnologie“ vermittelt werden.



Inhalte und Ziele

Was? Der Masterstudienschwerpunkt „Holzbiologie und Holztechnologie“ bietet ein anwendungsorientiertes sowie interdisziplinäres Studium rund um das Thema Holz. Die Studierenden erwerben fundierte naturwissenschaftliche und technische Fachkenntnisse über die biologischen, chemischen und physikalischen-Eigenschaften des Holzes sowie über die Technologien und Verfahren zur Holzverarbeitung und -verwendung. Darüber hinaus werden den Studierenden sowohl biotechnologische und sozioökonomische Kenntnisse als auch umweltbezogene Aspekte der Nutzung von Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen vermittelt.

Studieninhalte
  • Holzchemie und -physik (Zellwandchemie, holzphysikalische Eigenschaften)
  • Holzbiologie (Synthese von Holzbestandteilen, Holzanatomie, mikrobieller Holzabbau)
  • Nachwachsende Rohstoffe (Wichtige Nutzhölzer und ihre Eigenschaften, Holzqualität, Faserstoffe und Biomassennutzung)
  • Holzbiotechnologie (Umweltbiotechnologie, enzymatische Holzvergütung)
  • Holzwirtschaft (Holzmärkte und -politik, betriebswirtschaftliche Entscheidungen)
  • Holztechnologie (Holzschutz, Holzmodifizierung, Sägewerkstechnologien)
  • Holz- und Papierindustrie (Umwelttechnik, Papierherstellung, Prozesse in der Holzindustrie)
  • Holzverbundwerkstoffe (Herstellung, Eigenschaften und Verwendung von Holzwerkstoffen)
  • Energetische Nutzung von Holz (thermische Verwertung, Umweltaspekte)

  • Neben den Lehrveranstaltungen vertiefen praxisorientierte Lehrpraktika und zahlreiche Werksexkursionen zu namenhaften Unternehmen der Holz- und Papierindustrie die vermittelten Fachkenntnisse

    Wer? Der Studienschwerpunkt bietet die Möglichkeit zur weiteren Qualifizierung für Bachelorabsolventen insbesondere der Fachrichtungen Forstwissenschaften / Forstwirtschaft, Holztechnik / Holzwirtschaft, Biotechnologie / Bioingenieurwesen, Materialwissenschaften, Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe.

    Wofür? Im Masterstudienschwerpunkt erwerben die Studierenden die Fähigkeiten, holzwissenschaftliche und holztechnologische Fachkenntnisse unter Einbeziehung wissenschaftlicher Methoden eigenständig anzuwenden. Den Studierenden wird die Kompetenz vermittelt, diese Fachkenntnisse in umweltbezogene und sozioökonomische Felder einzuordnen.

    Die Studierenden werden zu Fach- und Führungskräften für die Holzindustrie und ihre Zulieferer (Chemie, Maschinenbau, Biotechnologie) ausgebildet. Sie können Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in der holzverarbeitenden Industrie sowie der Chemie- und der Biotechnologiebranche wahrnehmen. Weitere Arbeitgeber sind auch Institutionen und Verbände des Umwelt- und Holzsektors und wissenschaftliche Einrichtungen/ Forschungsinstitute im In- und Ausland.

    Damit die Studierende des Schwerpunktes „Holzbiologie und Holztechnologie“ die Referendariatsfähigkeit erlangen, wird empfohlen, im Professionalisierungsbereich (Wahlveranstaltungen) die Module „Forstliche Betriebswirtschaft und Management“, „Forstpolitische Steuerung“ sowie die Vertiefungsveranstaltung „Waldwachstum und Forstplanung“ zu belegen.


    Das Masterstudium „Holzbiologie und Holztechnologie“ kann im Wintersemester und Sommersemester begonnen werden. Ein Einstieg zum Sommersemester ist möglich. Die Regelstudienzeit des deutschsprachigen Studienschwerpunktes beträgt vier Semester. Die zu erbringenden Leistungen umfassen insgesamt 120 Leistungspunkte (ECTS). Leistungspunkte werden durch die erfolgreiche Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Übungen sowie einer Projektarbeit und anschließend einer Abschlussarbeit erbracht. Als Abschluss wird der Master of Science (M. Sc.) vergeben. Eine Übersicht des Studienprogamms findet sich hier: Studienverlaufsplan

    Bewerbungsverfahren

    Holzbiologie und Holztechnologie ist ein Schwerpunkt im Masterstudiengang Forstwissenschaften und Waldökologie der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. Eine Bewerbung erfolgt auf den Studiengang, wobei gleichzeitig der gewünschte Studienschwerpunkt angegeben wird. Im Bewerbungsverfahren gibt es keine expliziten Studienplätze für die Studienschwerpunkte. Bei einem Zulassungsangebot bedeutet dies, dass der gewüsnchte Schwerpunkt sicher studiert werden kann. Weitere Infos zur Bewerbung finden sich hier.


    FAQ

    Damit die Studierende des Schwerpunktes „Holzbiologie und Holztechnologie“ die Referendariatsfähigkeit erlagen, wird empfohlen, im Professionalisierungsbereich (Wahlveranstaltungen) die Module „Forstliche Betriebswirtschaft und Management“, „Forstpolitische Steuerung“ sowie die Vertiefungsveranstaltung „Waldwachstum und Forstplanung“ zu belegen.
    Die Abteilungen, die maßgeblich die Lehrveranstaltungen des Schwerpunktes leiten, verfügen über eine Vielzahl von Kontakten zu Industriepartnern. Studierende können auf Nachfrage diese Kontakte für eine Zusammenarbeit in Form von Praktika oder im Rahmen von Projekte- und Abschlussarbeiten nutzen.
    Die Abteilungen, die maßgeblich die Lehrveranstaltungen des Schwerpunktes leiten, verfügen über eine Vielzahl von Kontakten zu nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen. Aufenthalte im Ausland oder bei anderen Forschungseinrichtungen können im Rahmen des Curriculums angerechnet werden. Außerdem sind gibt es vielfältige Möglichkeiten Projekt- und Abschlussarbeiten bei anderen Forschungseinrichtungen im In- oder Ausland durchzuführen.
    Der Schwerpunkt Holzbiologie und Holztechnologie ist ein Studienschwerpunkt im Masterprogramm der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. Alle detaillierten Infos zum Bewerbungsverfahren findet Ihr hier.
    Studierende können sich sowohl für einen Studienplatz zum Wintersemester als auch zum Sommersemester bewerben. Der Schwerpunkt kann also im Winter wie auch im Sommer begonnen werden.