Wahl der Promovierendenvertretung der GGG 2020/21

Vorstellung des Kandidaten

Florian Moritz:

Seit April 2017 promoviere ich am Lehrstuhl für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung. Ich forsche empirisch und beschäftige mich dabei mit den Auswirkungen der Regulierung von Unternehmensberichterstattung und deren Durchsetzung (Enforcement) auf Unternehmenspolitik (insb. kurzfristige Unternehmenspolitik und regulatory avoidance).

Meine akademische Laufbahn habe ich an der Goethe-Universität Frankfurt/Main begonnen, wo ich Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) und Politikwissenschaften (B.A.) studiert habe. Zwischenstationen waren die Universidad Nova de Lisboa und die Fudan University Shanghai. Mein Masterstudium in Finanzen, Rechnungslegung und Steuern (M.Sc.) hat mich dann an die Georg-August-Universität geführt, welches ich nach einem Aufenthalt an der Universität Gent im Januar 2017 abgeschlossen habe.

Ich kandidiere als Promovierendensprecher der GGG, weil ich in den drei Jahren als Promovierender erstaunlich wenige Kontaktpunkte zur GGG hatte und glaube, dass hier sehr viel Potential gehoben werden kann. Ich möchte mich nach einer erfolgreichen Wahl insbesondere für die folgenden Themen stark machen:

- Entwicklung und Kooperation im Seminarangebot: Insbesondere durch die Kooperation mit den anderen Graduiertenschulen und der Hochschuldidaktik hat sich das Kursangebot der GGG deutlich verbessert. Trotzdem fehlt es weiter an wichtigen Angeboten bspw. für Juristen (und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Juristen), aber insbesondere auch an Kursen zu Datamining und Visualisierung (R, Python, Tableau). Das Kursprogramm könnte darüber hinaus im Sinne eines „strukturierten“ Programms das Onboarding für neue Doktoranden unterstützen, indem - wie bereits für die regulären Studiengänge- ein [bspw. zweijähriges] empfohlenes Kursprogramm kommuniziert wird. Hierdurch wird einerseits ein frühes Kennenlernen der GGG ermöglicht und es kann eine sinnvolle und frühe Unterstützung der neuen Promovierenden (durch GGG, Hochschuldidaktik und ggf. GWDG) erreicht werden.
- Interdisziplinarität und Netzwerken: Trotz der GGG fällt es bis heute schwer einen interdisziplinären Austausch unter den Doktoranden des GGG-Verbunds und darüber hinaus herzustellen aus dem ggf. auch interdisziplinäre Projekte entstehen könnten. Die interdisziplinäre Forschung mit der sich die Universität Göttingen insbesondere am Göttingen Campus schmückt, sollte auch im GGG-Verband gefördert werden. Hierzu bedarf es attraktiver Veranstaltungen für das Zusammenkommen von Mitgliedern aller Hierarchiestufen des GGG-Verbunds und der weiteren Graduiertenschulen.
- Postgraduiertenförderung: Das in Deutschland vorherrschende System der Doktorandenausbildung sieht nicht vor, dass alle Doktoranden in der akademischen Laufbahn verbleiben. Graduiertenschulen haben daher eine besondere Verantwortung Doktoranden auch bei der Planung und Umsetzung eines Karrierewegs außerhalb der Wissenschaft zu unterstützen. Mir ist es daher wichtig, dass vorhandene Programme (bspw. KaWirMento) an der Georg-August-Universität besser in die GGG integriert werden und weitere Angebote, insbesondere auch die Gründungsförderung, ausgebaut werden.

Wenn ihr diese Vision der GGG unterstützt, freue ich mich über eure Stimme.