Mette Bartels


Kontakt
mette.bartels@phil.uni-goettingen.de
Raum: KWZ 1.709


Wissenschaftliche Biografie


  • seit 10/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Prof. Dr. Rebekka Habermas, Georg-August-Universität Göttingen (Vertretung Dr. Richard Hölzl)
  • 11/2017 – 09/2018 Mentorin für Bachelor- und Masterabsolventen/innen am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen
  • 10/2017 – 09/2018 Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Forschungsprojekt Dr. Richard Hölzl: „Kolonialismus, Zivilisierung, Entwicklung – Katholische Mission zwischen Deutschland und Ostafrika 1880 bis 1945“
  • 06/2015 – 08/2015 Studentische Hilfskraft an der Zentralen Kustodie, Georg-August-Universität Göttingen
  • 12/2014 – 01/2015 Studentische Hilfskraft am DFG Graduiertenkolleg 1599 der Universitäten Kassel und Göttingen „Dynamiken von Raum und Geschlecht“
  • 10/2014 – 09/2017 Studentische Hilfskraft, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Lehrstuhl Prof. Dr. Rebekka Habermas
  • 10/2014 – 06/2017 Master-Studium Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen (M.A.)
  • 10/2010 – 09/2014 Bachelor-Studium Geschichte und Religionswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen (B.A.)





Dissertationsprojekt
Geschlecht und Klasse als Agitationsstrategie. Die bürgerliche Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich



Im Zentrum des Dissertationsprojekts steht die bürgerliche Frauenbewegung, die sich um 1900 mit dem gemäßigten und dem radikal-fortschrittlichen Flügel in zwei scheinbar konträre Strömungen entwickelte. Inwieweit beide Fraktionierungen tatsächlich als trennscharf voneinander abgrenzend zu betrachten sind, ist eine meiner Fragen, die durch die beispielhafte Analyse von Debatten um weibliche Berufstätigkeit und die Betätigung von bürgerlichen Frauen im Sport erforscht werden soll. Die Debatten um die Berufsetablierung von Frauen als Gefängnisbeamtinnen, Fotografinnen, Gärtnerinnen und Hausbeamtinnen sowie um den Zugang zu den Sportbereichen Schwimmen, Fechten und Reiten erlauben nicht nur Einblicke in zeitgenössische Fraktionierungen, sondern auch – so eine Ausgangsüberlegung – dass stets genauso über Geschlechter- wie über Klassenordnungen diskutiert wurde. Durch die Analyse von Argumentationslinien- und strategien soll erstens die Auslotung von Klassen- und Geschlechtergrenzen untersucht werden und zweitens der Frage nachgegangen werden, wie jene Diskurse die bewegungsinternen Richtungskämpfe, Grenzziehungen und Anknüpfungspunkte zwischen radikalem und gemäßigtem Flügel beeinflussten. Dabei will die Studie eine makrohistorisch angelegte Diskursanalyse mit einer mikrohistorischen Tiefenbohrung in einer ländlichen Region des heutigen Niedersachsens verbinden, da die Frauenbewegung auch im ländlichen Raum und in Kleinstädten eine größere Rolle spielte als dies bisher in der Forschung deutlich wurde.


Veröffentlichungen


  • Gärtnerin und Gefängnisbeamtin. Klasse und Geschlecht als Agitationsstrategie der bürgerlichen Frauenbewegung im Kampf um neue Berufsfelder, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (2019) H. 3, S. 51–67.




Vorträge


  • November 2019: „Salon-Gärtnerinnen“ und „Gartenarbeiterinnen“ ‒ Die Etablierung des Gärtnerinnenberufs im Spannungsfeld von Geschlecht und Klasse um 1900 (12. Gartenhistorisches Forschungskolloquium, Fachhochschule Erfurt)
  • Mai 2019: Beruf und Sport als Themen der bürgerlichen Frauenbewegung im Spannungsfeld von Geschlecht und Klasse im Deutschen Kaiserreich (Forschungskolloquium Neuere Geschichte, Universität Göttingen)
  • Juli 2018 Frauenbewegung in der „Provinz“? Akteure, Orte, Wechselwirkungen (Jahrestreffen der Heimatpfleger-Gemeinschaft Solling)
  • November 2017Zwischen Emanzipation und bürgerlicher Norm. Weiblichkeitsentwürfe als Agitationsstrategie des „radikalen“ Flügels der bürgerlichen Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich (Forschungskolloquium Neuere Geschichte, Universität Göttingen)
  • Mai 2017 „Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?“ Das Beispiel Master-Arbeit (Forschungskolloquium Neuere Geschichte, Universität Göttingen)
  • Januar 2015 Damen im Beet. Die Gärtnerinnenfrage – Ein gesellschaftlicher Diskurs um die Etablierung des Gärtnerinnenberufs an der Schnittstelle von Geschlecht und Klasse im Deutschen Kaiserreich (Forschungskolloquium Neuere Geschichte, Universität Göttingen)




Mitgliedschaften


  • Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG)
  • Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AHFG)
  • Einbecker Geschichtsverein e.V.



Veranstaltungen im WiSe 2018/19:
Proseminar: Die bürgerliche Frauenbewegung in Deutschland 1848-1933. Programmatik, Themen, Diskurse