Service Learning Projekt
„Sprachenförderung bei migrationsbedingter Heterogenität durch Lehramtsstudierende“


Das Praxisprojekt Sprachenförderung für ukrainische Schüler*innen durch Lehramtsstudierende des Studiendekanats Lehrer*innenbildung der ZEWIL bietet im WiSe 2022/23 sowie in der vorlesungsfreien Zeit 2023 eine neue Praxisphase in Göttinger Schulen an!

Lehramtsstudierende aller Fächer der sowohl BA- als auch MEd-Studiengänge können sich im Praxisprojekt im Bereich des Deutschen als Fremd-/Zweitsprache (DaF/DaZ) in Schulen qualifizieren und sich bei der sprachlichen Förderung der insbesondere ukrainischen Schüler*innen in Göttinger Schulen engagieren.

Aktuelles im Wintersemester 2022/23

Anmeldung

  • Interessent*innen können sich bis zum 23.11.2022 in einer der folgenden StudIP-Gruppen anmelden/eintragen:
    • „ZEWIL-Sprachförderprojekt WiSe 2022/23“ (05.12.2022 - 27.01.2023) (6 Wochen)
    • „ZEWIL-Sprachförderprojekt im WiSe 2022/23 und der Vorlesungsfreien Zeit 2023“ (05.12.2022 - 24.03.2023) (14 Wochen)
    sowie
    den Fragebogen zur Anmeldung ausfüllen und an die Projektkoordinatorin (spashan@gwdg.de) senden.

Über das Projekt

  • Das Sprachförderprojekt verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Qualifizierung von über 400 Lehramtsstudierenden in Kooperation mit neun Göttinger Schulen. Es unterstützt die Lehramtsstudierenden, um sich fachlich und überfachlich zu dem Zukunftsthema Sprach- und Integrationsförderung der Schüler*innen mit Flucht- und Migrationshintergrund in Schulen auseinanderzusetzen. Studierende können sich in diesem Bereich fachlich qualifizieren sowie Lehrpraxiserfahrungen während des Studiums sammeln. Das Praxisprojekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) finanziell unterstützt. Es verfolgt in einem Service Learning Format das Ziel der Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen sowie die Verknüpfung der Theorie und Praxis der DaF-/DaZ-Vermittlung. Aktuell kooperiert das Projekt mit drei Göttinger Schulen.

Ziele / Vorteile des Praxisprojektes

  • Im Rahmen der Vorbereitungs- sowie Begleitveranstaltungen und während der Praxis werden die Lehramtsstudierenden unterstützt, um
    • sich mit der Theorie und Praxis der deutschen Sprachförderung der Schüler*innen mit Flucht- und Migrationshintergrund in Schulen (Gymnasien und IGS) auseinanderzusetzen,
    • sich einen eigenen Eindruck über den Schulalltag und die Lehr-/Lernherausforderungen in Schulen zu verschaffen,
    • sich im Bereich der Didaktik und Pädagogik des Deutschen als Fremd-/Zweitsprache zu qualifizieren, innovative handlungsorientierte und lernfördernde Unterrichtsmethoden (bspw. mit Improvisationsmethoden) kennenzulernen, diese in der Praxis auszuprobieren sowie zu reflektieren,
    • einen Handlungsraum zu finden, um ihre Kreativität und Lehr-/Lernideen zur Sprachenförderung der Schüler*innen mit Förderbedarf auszuarbeiten und in der Praxis umzusetzen,
    • ihre zukünftige Rolle als Lehrperson schon während des Studiums auszuprobieren, sich auf ihren Lehrer*inberuf in Zukunft besser vorzubereiten und ihre fachlichen sowie überfachlichen Kompetenzen auszubauen.

Dauer der Praxisphase

  • Die aktuelle Praxisphase im WiSe 2022/23 wird in zwei Zeiträumen angeboten:
    • 05.12.2022 - 27.01.2023 (6 Wochen)
    • 05.12.2022 - 24.03.2023 (14 Wochen)
    Die Interessierten können sich nach ihren zeitlichen Kapazitäten für eine dieser Phasen anmelden. Die konkreten Zeiten (im Umfang von 2-4 SWS) und die Einsatzbereiche werden individuell mit den Studierenden abgesprochen.

Teilnahme am Projekt

  • Alle Studierenden mit oder ohne Vorerfahrungen im DaF-/DaZ-Bereich können am Projekt teilnehmen, um diesen Praxisbereich näher kennenzulernen und ihre (ersten) Lehrpraxiserfahrungen zu sammeln. Die Teilnahme an den Projektveranstaltungen ist verbindlich. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen im Projekt.

Zu erwerbende Qualifikationen / Kompetenzen

  • Im Rahmen eines Semesters vermittelt das Projekt sowohl eine theoretische Grundlage des DaF-/DaZ-Praxisfeldes, als auch die Möglichkeit in die Unterrichtspraxis der Schulen einzusteigen. Außer den deutschdidaktischen Themenschwerpunkten bieten wir im Rahmen der Vorbereitungs- sowie Begleitveranstaltungen einen Einblick in die pädagogischen Themen zu kooperativen und inklusionsfördernden Lehr-/Lernmethoden an. Zudem können die beteiligten Studierenden sich über die rechtlich-politische Lage der Geflüchteten informieren, um die (Lern-)Situation der Geflüchteten und die Integrationsherausforderungen besser nachzuvollziehen.

Themenschwerpunkte

  • Fachliche Themenschwerpunkte
    • Einführung in die DaF-/DaZ-Didaktik
    • Umgang mit Herausforderungen in lernschwierigen Situationen
    • Sprachförderung in Bezug auf Fachtexte
    • Wortschatzarbeit und Förderung der Lesekompetenzen in Sachtexten
    • Innovative handlungsorientierte Sprachlehr-/-lernmethoden bspw. mit Improvisationsmethoden, -übungen und -spielen
    • Sprachförderung in Einzeln- und Kleingruppenförderung

  • Pädagogische Themenschwerpunkte
    • Umgang mit Traumatisierung
    • Rechtliche und politische Lage der Geflüchteten
    • Kooperatives Lernen in migrationsbedingter Heterogenität aus Perspektive der Schulpsychologie

Praxis-Einsatzbereiche

  • Unterstützung der Schüler*innen in den DaZ-Klassen, im Regelunterricht, in den Arbeitsgruppen (AGs) oder Übungs- und Nachhilfestunden mit Blick auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen
    • Mitwirken bei der Gestaltung eines binnendifferenzierten Unterrichts
    individuelle oder kleingruppenorientierte Sprachenförderung im Unterricht
    • Umgang mit Unterrichtsmaterialien bzw. Erarbeitung eigener Unterrichtsmaterialien
    Die Zuteilung in die Praxisfelder werden individuell mit den Studierenden abgesprochen.

Anrechnungsmöglichkeiten

  • Nach dem erfolgreichen Abschluss der Praxis kann die geleistete Praxisarbeit im Rahmen des regulären Studiums angerechnet werden. Hierzu bieten wir die Reflexions- und Abschlussveranstaltungen zu den folgenden Anrechnungsmöglichkeiten.Die Teilnahme am Projekt kann im Optionalbereich (2FBA) sowie Wahlpflichtbereich (MEd) angerechnet werden:
    Orientierungspraktikum (OP) im 2FBa (5C)
    • Praxis- und Kreativitätsmodul in „Lehramt PluS – Das Original!“ (6 bzw. 4C)
    • Praxismodul in der Zertifikatslinie „Inklusiven Unterricht gestalten - Sprachbildung und Mehrsprachigkeit“ (6C)
    Weitere Informationen über die Anrechnungsoptionen finden Sie auf der rechten Seite.