Universitätsorchester
© Anton SäcklDas Universitätsorchester Göttingen wurde 1990 vom Akademischen Musikdirektor Ingolf Helm gegründet. Es besteht aus etwa 70 bis 80 Mitgliedern aller Studienrichtungen. Seit 2023 liegt die künstlerische Leitung bei Antonius Adamske.
Die eigentliche Gründung der Göttinger Universitätsmusik ist auf den Bach-Schüler Johann Friedrich Schweinitz (1708-1780) zurückzuführen. Dieser rief 1735 ein Collegium musicum ins Leben, das einen Chor und ein Orchester umfasste. Ab 1779 wurde der heute berühmte Musikwissenschaftler Johann Nikolaus Forkel (1749–1818) zum ersten Akademischen Musikdirektor berufen. Sein Nachfolger, Johann August Günther Heinroth (1780–1846) bereitete der Stadt ein florierendes Konzertwesen. Louis Spohr, Carl Maria von Weber, Niccolò Paganini und später Franz Liszt traten in Göttingen auf.
Das Programm des Universitätsorchesters Göttingen speist sich vornehmlich aus den großen symphonischen Formen des späten 19. Jahrhunderts und berücksichtigt ausdrücklich auch zeitgenössische Werke. Zuletzt standen Sofia Gubaidulina »Der Zorn Gottes«, Peter I. Tschaikowski »5. Symphonie« und Nikolai Rimski-Korsakow »Scheherazade« auf dem Programm.
Das Universitätsorchester Göttingen führte Reisen nach Italien, Frankreich, Österreich und Ungarn durch.
Hier geht es zum Konzertarchiv