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Genometation - Betriebsanleitung für das Erbgut einer Zelle


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen haben für eine mögliche Ausgründung im Bereich der Bioinformatik eine Fördersumme in Höhe von gut einer Million Euro eingeworben. Mit diesem Betrag unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in den kommenden zwei Jahren Personal- und Sachausgaben des Projekts „Genometation“. Inhaltlich beantwortet das Projekt die Frage „Wie schreibt man die Betriebsanleitung für das Erbgut einer Zelle?“. Konkret geht es darum, die Genom-Annotation von Pflanzen in der Agrarindustrie und von biotechnologisch relevanten Pilzen zu verbessern.

Hinter „Genometation“ steht ein vierköpfiges Forschungsteam, das neben praktischer Erfahrung aus der IT und Produktentwicklung auch jahrelange Expertise aus Forschung und Entwicklung in der Bioinformatik und Informatik mitbringt. „Wir wollen Unternehmen der Agrarindustrie und Biotechnologie sowie der Forschung eine beschleunigte Entwicklung von neuen Zuchtpflanzen und biotechnologisch verwertbaren Pilzstämmen ermöglichen“, erklärt Projektleiter Dr. Martin Kollmar.

Fachlicher Mentor des Teams ist Prof. Dr. Stephan Waack von der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen. „Als Hochschullehrer der Angewandten Informatik freut es mich sehr, dass sich eine Vermarktungsmöglichkeit aus diesem Forschungsgebiet ergeben hat“, so Waack. Die Gründungsförderung der Universität Göttingen, die das Projekt während des Antragsverfahrens begleitete, wird das Team auch weiterhin unterstützen, nicht zuletzt mit Räumen im Pre-Inkubator des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC). „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gründungsförderung und des SNIC haben uns während der gesamten Zeit intensiv und kompetent beraten und uns dabei geholfen, das Projekt zum Erfolg zu führen“, so Kollmar.

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Prof. Dr.-Ing. Delphine Reinhardt erhält Johann-Philipp-Reis-Preis 2019


Prof. Dr.-Ing. Delphine Reinhardt erhält den Johann-Philipp-Reis-Preis 2019 für herausragende innovative Veröffentlichungen für ihre Arbeiten zum Schutz unserer Privatsphäre beim Umgang mit digitalen Medien.

Seit 1986 wird der Preis alle zwei Jahren gemeinsam von den Städten Friedrichsdorf im Taunus und Gelnhausen sowie der Deutschen Telekom und der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) verliehen.

Der Preis wird an WissenschaftlerInnen bis 40 Jahre für herausragende und innovative Veröffentlichungen im Bereich der Nachrichtentechnik, die Auswirkungen auf die Gesellschaft haben oder haben werden, verliehen.

Dieses Jahr ging der Preis an zwei Preisträger: Prof. Dr.-Ing. Delphine Reinhardt und Dr.-Ing. Jakob Hoydis von den Nokia Bell Labs in Nozay, Frankreich.

Benannt ist der Preis ist nach dem Physiker Johann Philipp Reis, der 1834 in Gelnhausen geboren wurde und im Alter von 40 Jahren in Friedrichsdorf verstarb. Johann Philipp Reis entwickelte das erste Gerät zur Tonübertragung, auch Telefon genannt.

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Colloquiums

“Simple” Word Equations and Their Solutions
Dr. Joel Day (Loughborough University, UK)

Nov. 27, 2019, 2 p.m. - Nov. 27, 2019, 3 p.m. Institut für Informatik, Seminarraum 0.101 Informatik-Provisorium


Word equations are equations in which the variables take values from the set of words (sequences of symbols from some specified set). They provide a fundamental framework for reasoning about the structure of sequences and as such, remain an important topic at the intersection of theoretical computer science and algebra, with applications in areas such as databases and software verification. Since the famous result of Makanin, it has been known that whether a given word equation has a solution can be decided algorithmically. However, the (computational) complexity of algorithms solving word equations remains very high and is still not well understood, and solving word equations in the real world, in reasonable timeframes, remains particularly challenging. This difficulty is compounded by the fact that with most applications, it is important to know whether solutions exist satisfying some additional constraints, for example, relating the length of two variables. This talk will focus on ’simple’ word equations - whose structure are restricted, but for which many of the most important questions remain unanswered - and recent efforts to understand the structure of their solutions. Results in this direction are useful not only as a potential base for understanding more general cases, but also have the potential to be practically useful, since many of the equations encountered in applications are not structurally complex. Moreover, there is more potential in these restricted cases for a more detailed understanding of the complete set of solutions, which is often necessary for working with variants of the problem involving additional constraints.