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Evangelische Theologie im Studiengang Magister Theologiae

Eine umfassende und spannende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben: Im Theologiestudium untersuchen Sie die Bibel mittels der historisch-kritischen Methode, erforschen die vielfältigen Verzweigungen der Geschichte des Christentums und stellen sich der Aufgabe, Rechenschaft über die Lehrinhalte der christlichen Tradition zu geben. Außerdem reflektieren Sie die verschiedenen Facetten heutiger kirchlicher Praxis und gewinnen Einblick in benachbarte Studienfächer. Dieser Brückenschlag zwischen Glauben und Wissenschaft eröffnet Ihnen inner- und außerhalb der Kirche attraktive Berufsperspektiven.

Name des Studienangebots: Magister Theologiae
Abschluss: Magister Theologiae / Magistra Theologiae (Mag. Theol.)
Regelstudienzeit: zehn Semester (plus zwei Sprachsemester)
Studienbeginn: Winter- und Sommersemester
Zugangsvoraussetzung: Zugehörigkeit zu einer evangelischen Kirche
Sprachvoraussetzung: Hebraicum, Graecum, Latinum (die Sprachen können auch zu Beginn des Studiums erlernt werden)

Zulassung zum Wintersemester 2017/18:

  • 1. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • 2. bis 10. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): zulassungsfrei (Bewerbung bei International Student Office)



Darstellung des Studiengangs

Das Studium der Evangelischen Theologie im Studiengang "Magister Theologiae" vollzieht sich vornehmlich in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den fünf theologischen Hauptdisziplinen: Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie (Dogmatik, Ethik) und Praktische Theologie (mit Religionspädagogik). Die Studierenden eignen sich gründliche Kenntnisse in diesen Teilbereichen an und erlernen die Methoden, die für deren wissenschaftliche Durchdringung unerlässlich sind. Darüber hinaus erwerben sie Kenntnisse zu den Gegenständen und Methoden verwandter Fächer (Ökumenische Theologie, Judaistik, Religionswissenschaft, Philosophie). Sie werden dazu befähigt, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen der Theologie zu erkennen (Interdisziplinarität) und theologische Problemstellungen in außertheologischen Kontexten zu verorten (Transdisziplinarität). Das Ziel des Studiums besteht darin, die Kompetenz zu einer wissenschaftlich begründeten Urteilsbildung zu erlangen und somit in verantwortlicher Weise Rechenschaft über den christlichen Glauben geben zu können.

Studienaufbau
Das Studium gliedert sich in das Grundstudium, das Hauptstudium und die Examensphase. Die einzelnen Lehrveranstaltungen - Vorlesungen, Seminare und Übungen - sind dabei unterschiedlichen "Modulen", das heißt, inhaltlich und zeitlich begrenzten Lehr- und Lerneinheiten, zugeordnet.

Im Grundstudium absolvieren die Studierenden die folgenden Module:

  • Propädeutikum (Orientierungsseminar, Einführungsübungen, Beratungsgespräche)
  • Bibelkunde
  • Basismodul Altes Testament
  • Basismodul Neues Testament
  • Basismodul Kirchengeschichte
  • Basismodul Systematische Theologie
  • Basismodul Praktische Theologie
  • Basismodul Ökumenische Theologie, Judaistik und Religionswissenschaft
  • Interdisziplinäres Basismodul
  • Transdisziplinäres Modul (Lehrveranstaltungen aus anderen Fakultäten)
  • Theologischer Wahlbereich (Lehrveranstaltungen nach individuellem Interesse)



Das sich an eine Zwischenprüfung anschließende Hauptstudium vertieft und erweitert die im Grundstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Folgende Module müssen absolviert werden:

  • Praktikumsmodul (Gemeindepraktikum mit vor- und nachbereitenden Veranstaltungen)
  • Philosophie
  • Biblische Theologie (Altes und Neues Testament)
  • Historisch-Systematische Theologie (Kirchengeschichte, Dogmatik, Ethik)
  • Aufbaumodul Praktische Theologie
  • Aufbaumodul Ökumenische Theologie, Judaistik und Religionswissenschaft
  • Interdisziplinäres Aufbaumodul
  • Transdisziplinäres Modul (Lehrveranstaltungen aus anderen Fakultäten)
  • Theologischer Wahlbereich (Lehrveranstaltungen nach individuellem Interesse)
  • Thematische Schwerpunktbildung in einer der theologischen Hauptdisziplinen



Die durch Integrationsmodule strukturierte Examensphase, in der die Kandidatinnen und Kandidaten von einem innovativen Konzept zur Betreuung von Arbeitsgruppen profitieren, mündet in die Magisterabschlussprüfung ein.

Der Studiengang "Magister Theologiae" - der seit dem WS 2010/11 den Studiengang "Evangelische Theologie" (Diplom bzw. Kirchlicher Abschluss) sukzessive ablöst - dient zum einen der akademischen Ausbildung derjenigen Studierenden, die den Beruf der Pfarrerin oder des Pfarrers anstreben; er qualifiziert bei entsprechender Prüfungsgestaltung für die Aufnahme in den kirchlichen Vorbereitungsdienst (Vikariat) nach Maßgabe landeskirchlichen Rechts. Zum anderen eröffnet der Studiengang auch in außerkirchlichen Bereichen berufliche Perspektiven, zum Beispiel in Medien, Verlagen, Bibliotheken und Stiftungen, im Personalwesen, in der Unternehmensberatung und der Erwachsenenbildung sowie in der akademischen Lehre und Forschung.