Kunstgeschichtliches Seminar
Schrift vergrößern Schrift verkleinernBarrierefreie Version
Suche | English
Auditorium

Veranstaltungsort
Auditorium, Hörsaal Audi 11
Weender Landstr. 2
37073 Göttingen

Kontakt
Dr. Anne-Katrin Sors
Kustodin der Kunstsammlung
Nikolausberger Weg 15
37073 Göttingen

Tel: 0551 / 39-5093

asors@gwdg.de

















Kunstwerk des Monats



Seit Februar 2006 wird jeden Monat ein Kunstwerk aus der Kunst­sammlung der Universität von Studierenden oder Mitar­beiterInnen der Kunstsammlung bzw. des Kunstgeschichtlichen Seminars vor­gestellt. Dabei handelt es sich sowohl um Werke aus der ständigen Ausstellung, zu denen neue Forschungsergebnisse vorliegen, als auch um Graphiken und "Schätze aus dem Magazin".

Die Vorträge finden jeden ersten Sonntag im Monat um 11:30 Uhr im Hörsaal des Auditoriums statt.











Aktuell



  • 02. April 2017

    Filippo Lauri: Das Bildpaar "Alpheus verfolgt Arethusa" und "Glaukos raubt Skylla"
    vorgestellt von Joachim Tennstedt BA




  • Glaukos raubt Skylla





    Glaukos raubt Skylla


    Zur Eröffnung der Aus­stellung der Italie­nischen Ge­mäl­de der Kunst­samm­lung wird der Blick der Be­sucherin/ des Be­suchers im Kunstwerk des Monats April auf zwei kleinformatige und somit eher unscheinbare Gemälde gelenkt, die dem römischen Barockmaler Fi­lippo Lauri zugeschrieben werden.
    Die beiden my­tholo­gischen Sze­nen, Glau­kos raubt Skyl­la (Inv.-Nr. GG 149) so­wie Al­pheus ver­folgt Are­thu­sa (Inv.-Nr. GG 150), ba­sie­ren auf Pas­sa­gen der Meta­mor­pho­sen des Ovid ( Buch XIII, 898-968 bzw. Buch V, 572-641) und thematisieren zum einen die Be­gierde des Meeresgottes Glaukos nach der Meeres­nymphe Skyl­la, zum anderen den Versuch des Flussgottes Alpheus, sich der in seinen Wässern badenden Nymphe Arethusa zu be­mächtigen.
    Aus dem Nachlass Zschorns im Jahre 1796 nach Göttingen ge­langt, zählen die beiden Gemälde somit zu den äl­testen im Besitz der Kunstsammlung.
    Im Herbst 2014 wurden sie von der Dipl. Res­taura­torin Vio­la Both­mann um­fas­send res­tau­riert, so dass vom Künst­ler spie­lerisch ge­setzte De­tails seit­her in neu­em Glanz erstrah­len und die Qua­lität der facet­ten­reichen Mal­weise augen­scheinlich wird.
    Doch wie bei vielen der italienischen Gemälde kann auch hier der Schein trügen - handelt es sich bei den beiden Werken tatsächlich um Arbeiten Filippo Lauris, oder doch um geschickte Kopien? Zwei­fel zur Autorschaft des Künstlers ergeben sich aus der Tat­sache, dass beide Gemälde keine Einzelstücke sind, sondern in mehreren Variationen international nachweisbar sind. So konnten während der Forschungsarbeit im Rahmen des FoLL-Projektes (Forschungsorientiertes Lehren und Lernen) Exemplare etwa in der Galleria Pallavicini in Rom ausfindig gemacht und auch un­ter­sucht werden.
    Des Weiteren sind beide Göttinger Werke rückseitig signiert, je­doch auf der zur Stabilisierung bei einer früheren Restaurierung auf­gebrachten zweiten Leinwand; der Zustand der Original-Lein­wän­de und eine mögliche Signatur auf ihren Rückseiten können so­mit nicht überprüft werden. Da es sich somit nicht um Sig­na­turen, sondern vielmehr um Zuschreibungen eines Unbekannten an den Künstler Filippo Lauri handelt, konnten sie zwar als Aus­gangs­punkt für die Erforschung der Kunstwerke dienen, jedoch nicht als stichhaltiges Argument.
    In diesem Vortrag möchte ich Ihnen die Ergebnisse dieser For­schungsarbeit präsentieren und mögliche Antworten auf die Frage nach Original oder Kopie sowie den Stellenwert dieser Ka­te­gorisierung für unsere beiden Gemälde und ihre Variationen the­matisieren.









    Kommende Termine





    • 07. Mai 2017

      Francis Frith: Orientreisen in Bildern
      vorgestellt von Susanne Wenzel BA



    • 04. Juni 2017

      Maxime Du Camp als Pionier der Orientfotografie
      vorgestellt von Prof. Dr. Manfred Luchterhandt