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Italienisch/Italianistik (B.A.) (2-Fächer)

Sind Sie an Italien, seiner Sprache und Kultur interessiert und möchten hieraus Ihren beruflichen Schwerpunkt bilden? Ein Studium der Italianistik an der Universität Göttingen bietet in diesem Zusammenhang vielfältige Chancen. Hier können Sie die italienische Sprache nicht nur erlernen, sondern Sie studieren auch auf hohem wissenschaftlichen und didaktischen Niveau Sprach-, Literatur- und Landeswissenschaft des italienischen Kulturraums: interdisziplinär und international vernetzt und mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach eigenem Interesse.


Name des Studienfachs: Italienisch/Italianistik (B.A.) (2-Fächer)
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Sommersemester 2018:

  • 1. Fachsemester: keine Zulassung (Studienbeginn nur zum Wintersemester)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): Studienbeginn nur zum Wintersemester (Bewerbung bei International Student Office)



Der Studiengang
Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Faches Italienisch/Italianistik sollen die Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten erwerben. Sie sollen die erworbenen sprachlichen Ausdrucksmittel der jeweiligen Fremdsprache sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich differenziert und korrekt anwenden können. Die Studierenden erarbeiten sich umfangreiche und fundierte Kenntnisse über die Sprache, die Literatur sowie über die wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Gegebenheiten italienischsprachiger Länder und Regionen. Diese Kenntnisse können sie mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden beschreiben und anwenden. Ferner sollen sie grundlegendes Wissen über den Fremdsprachenerwerb und den Fremdsprachenunterricht erwerben.


Fachgebiete und Forschungsschwerpunkte in Göttingen
Italienisch ist die romanische Sprache, die nach Französisch und Spanisch von Studierenden am meisten gewählt wird. Innerhalb Niedersachsens kann Italienisch zurzeit nur in Osnabrück und Göttingen studiert werden.

Die Fachgebiete dieses Studienganges sind Sprachpraxis, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Italienische Landeswissenschaften.


Sprachpraxis
In der Sprachpraxis werden vor allem drei Lernziele verfolgt: Die Studierenden sollen so weit wie möglich eine ausgewogene Kompetenz in allen vier Grundfertigkeiten (Sprechen, Lesen, Schreiben, Hören) erwerben. Dabei spielt der handlungs- und kommunikationsorientierte Ansatz eine wichtige Rolle. Ein weiteres Lernziel ist die Schulung und Förderung der Autonomie im Lernprozess: zu diesem Zweck haben zwei sprachpraktische Module Selbststudieneinheiten (z.B. für das Hörverstehen). Letztes und vielleicht wichtigstes Lernziel ist eine interkulturelle Kompetenz, die die Italianistik-Studierenden befähigen soll, dem Zielland in seiner Komplexität angemessen zu begegnen. Die Sprachpraxis ist sowohl in der Bachelor- als auch in der Masterphase stark berufsorientiert. Dies bedeutet, dass Studierende in die Lage versetzt werden, die unterschiedlichsten Anforderungen des heutigen Arbeitsmarktes zu bewältigen. Dazu zählt eine universitäre Laufbahn oder der Wirtschafts-, Tourismus- oder Kulturmanagementbereich.

Sprachwissenschaft
Die Lernziele der Sprachwissenschaft liegen sowohl im wissenschaftlichen als auch im nahe liegenden angewandten Bereich. In den Veranstaltungen werden Kenntnisse über die Ergebnisse sprachwissenschaftlicher Forschung zum Italienischen im strukturell-grammatikalischen sowie im kontextabhängigen und historischen Bereich vermittelt. Ziel ist dabei auch, die Studierenden zum eigenständigen Arbeiten mit modernen linguistischen Methoden zu befähigen. Das eigenständige Analysieren sprachlicher Strukturen und Funktionen wird im Hinblick auf spätere Berufsfelder vermittelt. Auch der Kommunikationssektor (Internet, Textoptimierung, interkulturelle Kommunikation) spielt eine große Rolle.

Literaturwissenschaft
In der Literaturwissenschaft werden die Studierenden mit der Geschichte der italienischen Kultur und Literatur von den Anfängen im 13. Jahrhundert über ihre Blüte im 16. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert vertraut gemacht. Außerdem werden sie in verschiedene Methoden der Textauslegung, in literaturwissenschaftliche Theorien eingeführt, mit denen sie umzugehen und die sie eigenständig anzuwenden lernen. Da in vielen Berufsfeldern in Italien die Kenntnis der italienischen Kultur noch immer ein Muss ist, trägt auch die Literaturwissenschaft dazu bei, dass die Studierenden sich in der italienischen Gesellschaft und Wirtschaft angemessen und elegant bewegen können.

Landeswissenschaft
In der Landeswissenschaft sollen Studierende grundlegende Kenntnisse über Geschichte, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur des heutigen Italien erwerben. Das Fachgebiet hat eine Kooperation mit dem Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, in dem an einem Lehrstuhl ein Schwerpunkt in der neueren italienischen Geschichte angesiedelt ist. Über diese Forschung werden regelmäßig Vorträge und Vorlesungsreihen organisiert. Die Kenntnisse der Geschichte Italiens sollen die Studierenden befähigen, die heutigen gesellschaftlichen Strukturen in ihrem historischen Entstehungszusammenhang zu analysieren und zu verstehen. Alle landeswissenschaftlichen Seminare beinhalten Forschungsfragen des Fremdverstehens. Inhaltliche Schwerpunkte der Landeswissenschaften sind: Faschismus und Widerstand, Judentum und Judenverfolgung in Italien, Filmanalyse (Neorealismus, Filme gegenwärtiger Regisseure, Verfilmung literarischer Werke usw.), Frauenrolle in bzw. außerhalb der Familie in historischer Perspektive, usw. Landeswissenschaftliche Seminare werden gänzlich auf Italienisch gehalten.


mögliche/empfohlene Profile
Die Kombination des Faches Italianistik mit Kunstgeschichte oder Wirtschaftswissenschaften ist im Hinblick auf die beruflichen Perspektiven empfehlenswert.


Berufsfelder
Absolventinnen und Absolventen des BA-Studiengangs Italienisch/Italianistik stehen alle beruflichen Wege offen, die mit der italienischen Sprache und Kultur zu tun haben, sei es im Bereich des Kulturmanagements (Museen, kulturelle Events, internationale Kooperationen, Journalismus usw.), sei es in der Tourismus- bzw. Wirtschaftsbranche (Deutschland ist seit Jahrzehnten der wichtigste Handelspartner Italiens).

Ab Wintersemester 2012/2013 kann Italienisch als Drittes Unterrichtsfach (Lehramt an Gymnasien) absolviert werden. Die Nachfrage nach Lehrerinnen und Lehrern für Italienisch an den Gymnasien Göttingens und der Umgebung steigt kontinuierlich an.